Wissensgesellschaft

Plagiatssuche als Geschäftsmodell ?!

Interessante Fragen werfen Klagen gegen Plagiatssuch-Software in den USA auf. Dort haben sich jüngst Studierende zusammengeschlossen, um einen Softwarehersteller zu klagen, der Ihrer Meinung nach ihr Urheberrecht verletzt.

Die Software speichert die Arbeiten der Studierenden in einem Archiv, um auch in Zukunft Plagiate auffinden zu können. Der Service ist kostenpflichtig, aber die Urheber werden für die Nutzung Ihrer Arbeit nicht entschädigt.

Interessant die Begründung des Gerichts bei der zweit-instanzlichen Entscheidung, die vielleicht noch berufen wird: die Nutzung der Arbeiten stelle "fair use" im Sinne des US Copyrights dar und daher sei die Klage der Studierenden abzuweisen.

Man darf gespannt bleiben, wie dies weitergeht. In jeden Fall sollte man bei seinen Arbeiten in Zukunft klar deklarieren, ob man eine Nutzung durch Plagiatssoftware erlaubt, oder dies explizit verbietet.

Dann wird die kommerzielle Nutzung der Werke von Einzelpersonen durch Firmen ohne finanzielle Abgeltung ein wenig schwerer... und wieso sollen Firmen etwas dürfen, wofür die Musikindustrie Ihre Kunden strafrechtlich verfolgt.

Wissensgesellschaft

Der Wert der Bildung und die Bildung von Werten (K.P. Liessmann, eLib)

Auf eLib gibt es eine kontroversielle Rede von Prof Konrad Paul Liessmann zum Thema Der Wert der Bildung und die Bildung von Werten.

 Er nimmt zu den Begriffen Bildung und Wissen Stellung und unterzieht Bildungsbegriffe und -institutionen einer kurzen, kritischen Prüfung.

 

Link zum Vortrag von Prof Liessmann auf eLib.

Wissensgesellschaft

Buchpräsentation: Learning Communities

Das wienXtra-institut für freizeitpädagogik (ifp) lädt zur Buchpräsentation und Podiumsdiskussion ein:

Schachtner, Ch. / Höber, A. (Hrsg.): Learning Communities. Das Internet als neuer Lern- und Wissensraum. Campus 2008.

Donnerstag, 18.09.2008: 18-20 Uhr,
wienXtra-ifp, Albertgasse 35/II, 1080 Wien
Buchpräsentation & Podiumsdiskussion

Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien eröffnen Lern- und Wissensräume, die dem kommunikativen und kooperativen Lernen bislang ungeahnte Möglichkeiten bieten. In diesem Sammelband des Campus-Verlags wird der Frage nachgegangen, inweiweit Lernen im Cyberspace Menschen der Gegenwart darin unterstützt, diese Gegenwart zu verstehen, in ihr erfolgreich zu handeln und sich die Zukunft als offenen Raum zu erschließen und zu erhalten.

Der Verein wienXtra ist mit einem Beitrag zu den Online-Jugendforen "soundbase", "pinwand" und "rat&hilfe" in diesem Buch vertreten. Dabei beleuchten die Autoren, wie diese Jugendforen als informelle Bildungs- und Lernorte funktionieren.

Im Anschluss: Podiumsgespräch mit Autoren und MedienexpertInnen: "Learning Communities - informelles Lernen und Bildung im Internet."

Es diskutieren:

  • Prof. Christian Swertz, Uni Wien
  • Silvia Santangelo Jura, Sozial- und Kulturanthropologin
  • Dr. Alexander Brunner, Fachbereichsleiter Jugend wienXtra
  • Stefan Kühne, Einrichtungsleiter wienXtra-jugendinfo
  • Moderation: Mag. Christian Fischer, wienXtra-ifp

Es besteht die Möglichkeit, das Buch bei der Veranstaltung käuflich zu erwerben.

 

Wissensgesellschaft

Schon gehört? Auch Bücher reisen...

 

Schon vor einigen Monaten wurde ich auf die Initiative "Buch auf Reisen" aufmerksam und fand die Idee sehr verlockend:

Anstatt Bücher, die man sich gekauft und vielleicht nur einmal gelesen hat, im Regal verstauben zu lassen, schickt man diese auf Reisen, um sie auch anderen Menschen zugänglich zu machen. Die "Reise" beginnt damit, dass man sich auf bookcrossing.com registriert. In verschiedenen Foren, auch einem deutschsprachigen auf bookcrossing.at kann man sich einfach über die ersten Schritte informieren, wie "Bücher freigelassen werden" können, denn so wird das "Bereitstellen" von Büchern hier genannt. Jedes registrierte Buch erhält eine BCID - Nummer, die es ermöglicht, den derzeitigen Standort festzustellen und anhand der Einträge von Seiten der neuen BesitzerInnen die weitere Reiseroute mitzuverfolgen.

 

 

Jene Bücher, die noch einsam und verlassen herumliegen, werden dabei ROT angezeigt, was heißt, dass an den betreffenden Orten eine "Bücherjagd" besonders lohnend sein wird.

Meine bisherigen Funde waren leider alte Bücher, die mich eigentlich überhaupt nicht angesprochen haben. Ich fände es wirkungsvoller, wenn die "freigelassenen" Bücher auch wirklich zum Lesen motivieren, damit man eine Verbindung zum gefundenen Buch herstellen und sich über die weitere Reise auch informieren will.

Aber da heißt es einfach aktiv werden, und selbst nach geeigneter Lektüre im Bücherregal zu Hause suchen.

Übrigens: In Österreich laufen derzeit noch 1.090 Bücher frei herum! Also nichts wie los, Augen auf! Nähere Infos sind hier zu finden.

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Web 2.0 erklärt in unter 5 Minuten - The web is us[ing] us...

Web 2.0 erklärt in unter 5 Minuten. Michael Welsch, Professor für Kulturelle Anthropologie an der Kansas State hat dieses Video als Diskussionsbeitrag bei YouTube ins Netz gestellt...

Ich habe das Video seinerzeit auch als Impuls für die Weiterentwicklung von eLib genutzt. Die YouTube-Antworten sind ebenfalls sehr interessant. Sehenswert.

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Information:

Licence: Creative Commons ShareAlike Attribution Non-Commercial

Music by Deus "There's nothing impossible" 

 


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Luhmann und sein Zettelkasten - Systeme der Ordnung

Weil auch das weite Internet das Informationschaos nur auf eine höhere Ebene hebt, ist die Suche nach dem Index immer noch aktuell. Nach Konrad-Paul Liessmann erwirbt man Wissen durch verstehendes Aneignen. Daher ist es auch immer sehr interessant, Systeme der Ordnung kennenzulernen und sie an eigenen Wissen zu erproben.

Dazu gibt es auf YouTube einige Videos von Luhmann (eLib), unter anderen ein Video, in dem er seinen Zettelkasten erklärt. Luhmann wandte sein System konsequent auf alle Wissensfetzen an, die ihm begegneten und konnte so eine unglaubliche Dichte an Informationen in seine Aufsätze integrieren.

Das Informationszeitalter bietet die Möglichkeit, analoge Systeme der Ordnung mit Hilfe der Technik überschaubar und portabel zu machen. Während Luhmanns Zettelkasten ganze Zimmer füllte, passt die elektronische Variante von Daniel Luedecke auf jeden USB-Stick.

 

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Citizendium - die Wikipedia Alternative ... oder doch nicht?

Larry Sanger - oder hier der Wikipediaartikel :-) , Mitbegründer und erster Chefredakteur von Wikipedia, startet den neuen Versuch einer Online-Enzyklopädie.



Das neue Projekt heißt
"Citizendium" und soll "gentle expert oversight" beinhalten.
Nur wer sich mit seinem vollen Namen registriert und eine gültige e-Mailadresse angibt soll laut Sanger berechtigt sein, Artikel zu schreiben und zu editieren. Grund dafür ist die Angst vor Vandalismus, von der die Wikipedia - Community des öfteren betroffen ist. Trotz allen Vorsätzen hat aber auch Citizendium mit Startproblemen zu kämpfen. Mussten sich angehende AutorInnen in der Pilotphase bei Sanger bewerben, ist jetzt die Anmeldung freigegeben, was auch prompt zu Problemen mit "Vandalen" geführt hat. Näheres nachzulesen bei heise online oder spiegel online

Ich denke, an diesem Beispiel wird sichtbar, dass viele Bereiche im Netz sich auf eine Gratwanderung begeben. Einerseits sollen die User das Web und dessen Inhalte nicht nur nutzen, sondern auch aktiv mitgestalten können. Andererseits werden ihnen diese Fähigkeiten bald wieder aberkannt, weil erwünschte Erfolge ausbleiben oder "Störenfriede" ihr Unwesen treiben. Durch Kontrolle und "Besserwisserei" durch Experten, werden hier wahrscheinlich engagierte und fleißige Akteure verunsichert und auch entmündigt. Die Verantwortung sollte dabei auch bei den LeserInnen dieser Online - Enzyklopädien liegen. Ihre Aufgabe ist es, alle Texte kritisch zu lesen, zu hinterfragen und gegebenfalls auch weitere Informationen hinzuzuziehen. Will sich jemand in einem bestimmten Gebiet besonders gut einlesen, wird es nicht bei einem Wikipedia- oder Citizendiumartikel bleiben, es werden weitere Quellen verwendet. Dadurch entsteht ein Informationspool aus dem geschöpft werden kann.

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George Siemens lädt zur Keynote-Mitgestaltung ein

Dieser Beitrag ist mir aufgefallen, da ich vor einigen Tagen im Radio einen Kommentar zur neuen Plagiatssoftware an der Uni Innsbruck hörte, die ausdrücklich zu Testzwecken zur Verfügung steht. Testen erwünscht, dann wird abgestimmt, ob eine Lizenz erworben wird. Leider habe ich verpasst, wer der Sprecher war (ich war im Auto), ich weiss auch nicht welcher Sender, vermutlich FM4. Jedenfalls wurde in diesem Gespräch darauf hingewiesen, dass Plagiatssoftware dann zu hinterfragen ist, wenn kollaboratives Arbeiten an einem Beitrag, an einem Paper zur Regel wird, wenn also nicht mehr die Urheberschaft sondern das Resultat zählt.
Eben genau dazu ruft George Siemens für seine Präsentation auf der 12. Online Educa in Berlin auf. Eine Flash Präsentation gibt einen ersten Eindruck seiner Stellungsnahme zur Veränderungen von Wissen, Wissensvermittlung und Lernprozessen in veränderten Lebens- und Lernumgebungen.
Im WIKI kann man mitdiskutieren

via checkpoint eLearning

Ein kritischer Kommentar dazu auch von Graham Attwell