Wissensgesellschaft

Web 2.0 erklärt in unter 5 Minuten - The web is us[ing] us...

Web 2.0 erklärt in unter 5 Minuten. Michael Welsch, Professor für Kulturelle Anthropologie an der Kansas State hat dieses Video als Diskussionsbeitrag bei YouTube ins Netz gestellt...

Ich habe das Video seinerzeit auch als Impuls für die Weiterentwicklung von eLib genutzt. Die YouTube-Antworten sind ebenfalls sehr interessant. Sehenswert.

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Music by Deus "There's nothing impossible" 

 


Wissensgesellschaft

Luhmann und sein Zettelkasten - Systeme der Ordnung

Weil auch das weite Internet das Informationschaos nur auf eine höhere Ebene hebt, ist die Suche nach dem Index immer noch aktuell. Nach Konrad-Paul Liessmann erwirbt man Wissen durch verstehendes Aneignen. Daher ist es auch immer sehr interessant, Systeme der Ordnung kennenzulernen und sie an eigenen Wissen zu erproben.

Dazu gibt es auf YouTube einige Videos von Luhmann (eLib), unter anderen ein Video, in dem er seinen Zettelkasten erklärt. Luhmann wandte sein System konsequent auf alle Wissensfetzen an, die ihm begegneten und konnte so eine unglaubliche Dichte an Informationen in seine Aufsätze integrieren.

Das Informationszeitalter bietet die Möglichkeit, analoge Systeme der Ordnung mit Hilfe der Technik überschaubar und portabel zu machen. Während Luhmanns Zettelkasten ganze Zimmer füllte, passt die elektronische Variante von Daniel Luedecke auf jeden USB-Stick.

 

Wissensgesellschaft

Citizendium - die Wikipedia Alternative ... oder doch nicht?

Larry Sanger - oder hier der Wikipediaartikel :-) , Mitbegründer und erster Chefredakteur von Wikipedia, startet den neuen Versuch einer Online-Enzyklopädie.



Das neue Projekt heißt
"Citizendium" und soll "gentle expert oversight" beinhalten.
Nur wer sich mit seinem vollen Namen registriert und eine gültige e-Mailadresse angibt soll laut Sanger berechtigt sein, Artikel zu schreiben und zu editieren. Grund dafür ist die Angst vor Vandalismus, von der die Wikipedia - Community des öfteren betroffen ist. Trotz allen Vorsätzen hat aber auch Citizendium mit Startproblemen zu kämpfen. Mussten sich angehende AutorInnen in der Pilotphase bei Sanger bewerben, ist jetzt die Anmeldung freigegeben, was auch prompt zu Problemen mit "Vandalen" geführt hat. Näheres nachzulesen bei heise online oder spiegel online

Ich denke, an diesem Beispiel wird sichtbar, dass viele Bereiche im Netz sich auf eine Gratwanderung begeben. Einerseits sollen die User das Web und dessen Inhalte nicht nur nutzen, sondern auch aktiv mitgestalten können. Andererseits werden ihnen diese Fähigkeiten bald wieder aberkannt, weil erwünschte Erfolge ausbleiben oder "Störenfriede" ihr Unwesen treiben. Durch Kontrolle und "Besserwisserei" durch Experten, werden hier wahrscheinlich engagierte und fleißige Akteure verunsichert und auch entmündigt. Die Verantwortung sollte dabei auch bei den LeserInnen dieser Online - Enzyklopädien liegen. Ihre Aufgabe ist es, alle Texte kritisch zu lesen, zu hinterfragen und gegebenfalls auch weitere Informationen hinzuzuziehen. Will sich jemand in einem bestimmten Gebiet besonders gut einlesen, wird es nicht bei einem Wikipedia- oder Citizendiumartikel bleiben, es werden weitere Quellen verwendet. Dadurch entsteht ein Informationspool aus dem geschöpft werden kann.

Wissensgesellschaft

George Siemens lädt zur Keynote-Mitgestaltung ein

Dieser Beitrag ist mir aufgefallen, da ich vor einigen Tagen im Radio einen Kommentar zur neuen Plagiatssoftware an der Uni Innsbruck hörte, die ausdrücklich zu Testzwecken zur Verfügung steht. Testen erwünscht, dann wird abgestimmt, ob eine Lizenz erworben wird. Leider habe ich verpasst, wer der Sprecher war (ich war im Auto), ich weiss auch nicht welcher Sender, vermutlich FM4. Jedenfalls wurde in diesem Gespräch darauf hingewiesen, dass Plagiatssoftware dann zu hinterfragen ist, wenn kollaboratives Arbeiten an einem Beitrag, an einem Paper zur Regel wird, wenn also nicht mehr die Urheberschaft sondern das Resultat zählt.
Eben genau dazu ruft George Siemens für seine Präsentation auf der 12. Online Educa in Berlin auf. Eine Flash Präsentation gibt einen ersten Eindruck seiner Stellungsnahme zur Veränderungen von Wissen, Wissensvermittlung und Lernprozessen in veränderten Lebens- und Lernumgebungen.
Im WIKI kann man mitdiskutieren

via checkpoint eLearning

Ein kritischer Kommentar dazu auch von Graham Attwell