Förderung der Werbekompetenz
die Kunst, auf den Kopf zu zielen und die Brieftasche zu treffenVance Packard
Kinder sehen im Jahr ca. 20.000 Werbespots oder mehr! Aus diesem Hintergrund sollten sich alle Eltern, Kindergartenpädagog/innen und Lehrer/innen Gedanken über den Umgang mit Werbung machen. Zu diesem Thema gibt es einen interessanten "Baukasten" den man in der Kindergartenpraxis und in der Schule einsetzen kann. Längst hat die Wirtschaft die Kinder sowohl als große Kaufkraft (20 Mrd. Euro /Jahr in Deutschland!), als auch als "Produktberater/innen" beim gemeinsamen Einkauf mit den Eltern entdeckt.
Obwohl "Werbemacher" bestimmte gesetzliche Bedingungen für ihre Werbespots beachten müssen, ist es oft schwer, zwischen "erlaubt" und "nicht erlaubt" zu unterscheiden, weil viele Werbeinhalte auch persönliche Einstellungen und Gefühle ansprechen und sie damit wirkungsvoller machen.
Viele Kinder mögen Werbung und organisieren sogar richtige Wettbewerbe zur Erkennung von Werbeslogans, wo wir Erwachsenen keinesfalls mithalten könnten.
Wichtig ist hier zu bedenken, dass Kinder im Vorschulalter noch nicht zwischen Werbung und Fernsehsendung unterscheiden können. Mit den Kindern über gesehene Werbespots zu sprechen ist notwendig, um möglichst früh eine kritische Einstellung zur Werbung zu fördern. Werbung soll nicht ohne "Reflexion" gesehen werden.Für Eltern, Kindergartenpädagog/innen, Lehrer/innen ist es daher wichtig, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, sich aber auch bewusst zu machen, dass nicht die Werbung allein ausschlaggebend für die Konsumwünsche der Kinder ist. Vorrangig ist, den Kinder dabei zu helfen, zu selbstsicheren, kritischen Konsumenten heranzuwachsen und ihre Werbekompetenz zu fördern
(so auch "Netzgurke")



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