Peter Baumgartner schreibt über Web 2.0 und Social Software in der Lehre und stellt die berechtigte Frage, ob die
"Auswirkungen auch bis zu den Studierenden durchgedrungen sind? Ist E-Learning bereits soweit in den Studienalltag integriert, dass sich eine spürbare Erleichterung in der Administration und eine Verbesserung in der Qualität der Lehre erkennen lässt? Kann man bereits von einer Trendwende im Hochschulalltag sprechen?"

Dabei bezieht er sich auch auf den Beitrag von David Wiley der das Problem der Fokussierung auf den Content treffend beschreibt
"Content ist bloß das Lagerfeuer, um das wir uns sammeln"

Content als Lagerfeuer, um das sich Menschen sammeln und kommunizieren - ein guter Vergleich!

Drei ungelöste Fragen stehen für mich dabei im Vordergrund
  • wie kann man die vielfältigen Prozesse der Kommunikation, Interaktion und Reflexion rund um Faktenwissen und Content zertifizieren?
  • Wie kann man eine Kultur der Offenheit und Partizipation schaffen, wie sie im Web 2.0 Voraussetzung ist, insbesondere wenn es um Fragen der Rechte und Wiederverwendung geht ( was nützt ein Repository, wenn ich zuvor an drei verschiedenen Stellen um Erlaubnis fragen muss?)
  • Und meiner Meinung nach ist auch die Frage nach den Hierarchien nicht unbeachtlich
  • Wie geht man mit wirklich mündigen, selbstorganisierten Studierenden um? Viele Lehrpersonen meiden ja den Einsatz Neuer Medien auch deshalb, da ihnen in diesem Bereich Studierende teilweise überlegen sind - dies würde so manche Hierarchie durcheinander bringen - und ich bin mir da nicht so sicher, ob das wirklich gewünscht ist.

  • Die Frage nach der "richtigen LMS-Strategie für eine Hochschule?" ist da sicher passender.