Sehen Sie, was ihr Kind sieht?!
Der ORF stellte gestern eine neue Medien-Jugendschutzkampagne vor. "Sehen Sie, was ihr Kind sieht?!" heisst die Kampagne, die vom ORF mit einem anscheindend durchaus gut gemachten und pointiertem Fernsehspot unterstützt wird. Den Spot kann man auch unter jugendschutz.orf.at anschauen. Ich habe es allerdings noch nicht geschafft, ihn zu Ende zu sehen, das streaming bricht bei mir bei der Mitte ab. Es
haben sich der ORF, der ORF-Publikumsrat, das Bildungs- und Sozialministerium, die EU-Initiative "Saferinternet.at", zahlreiche Eltern- und Lehrerverbände sowie Beratungsstellen zu einer Initiative entschlossen, die Eltern und Erziehenden bewusst machen soll, welchen medialen Gefahren Kinder und Jugendliche beim Gebrauch von Internet, PC, Handy, TV und Video ausgesetzt sein können.Schade nur, dass sich leider, wie in Österreich fast immer und ausschliesslich, medienpädagogische Bemühungen auf Bewahrpädagogik beschränken. Medienkompetenz bleibt auf die Warnung vor "medialen Gefahren" beschränkt. Dieser medienpädagogische Ansatz gilt in vielen anderen Ländern bereits seit Jahren als völlig überholt und wurde durch umfassende Medienerziehung im positiven Sinne ersetzt, bei dem es um die Förderung eines analytischen, kritischen, kommunikativen und kreativen Umganges mit Medien geht. Media Literacy bzw Media Studies nennt sich das in den angelsächsichen Ländern. Österreich hinkt hier in der Entwicklung und Bewusstseinsblidung um Jahrzente hinterher. Fraglich ist, ob eine Bildungsreform unter einer neuen Regierung hier was ändern wird. Zu hoffen ist es.




Kommentare