so Heinz Moser (2000, S. 24). Diese Feststellung ergibt sich aus der Tatsache, dass unser Leben als Erwachsene und die Welt der Kinder von medialen Eindrücken und Erfahrungen geprägt wird. Medien und Medienangebote nehmen heute einen derart wichtigen Stellenwert in alltäglichen Situationen dar, dass auch die Erziehung von Kindern und Jugendlichen davon nicht mehr ausgenommen werden kann.
Medienerziehung sollte dabei Bestandteil der familiären und institutionellen Erziehung von klein auf sein. Aus meiner Sicht kann dies vor allem durch die Integration von Medien und Medienangeboten im familiären und schulischen Alltag, sowie Kindergartenalltag sein.
Computerkursen für Kinder im Kindergartenalter, wie sie derzeit immer häufiger angeboten werden, stehe ich dabei skeptisch gegenüber. Viel zu wenig wird bei diesen "Förderprogrammen" auf die Tragweite von Medienerziehung und Medienkompetenzförderung Bezug genommen. Bei Computerkursen für Kinder handelt es sich gerne um gezielte Förderung der technischen Kompetenz und/oder dem Einsatz von Lernsoftware zur kognitiven Förderung. Medienerziehung integriert in alle Erziehungsbemühungen kann die Ausbildung einer umfassenden Medienkompetenz meiner Meinung nach eher erfüllen.

Literatur:
Moser, H. (2000): Einführung in die Medienpädagogik. Aufwachsen im Medienzeitalter. Opladen: Leske und Budrich