Mobile Learning
Vor kurzem fand der Mobile Learning Day 2006 in Hagen statt.
Martin Hofmann berichtet ausführlich von dieser Veranstaltung.
Seine wichtigsten Merksätze zum Mobile Learning Day:
Rolf Deubelbeiss vom
Klippundklar Blog vermisst als Lehrer einer Sportschule:
...und sieht in Mobile Learning eine Chance:
Ilias Lazaridis von eLibera sprach in seinem Vortrag auf der Learning Communities Konferenz in Klagenfurt zu Mobile Learning.
Neben dem Begriff des Mobile Learning wird auch Mobile Information angeboten. Zur Mobile Information gehören neben Newsreader auch Anfrage und Reservierungsmöglichkeiten, aber auch Reporting.
Neben dem klassischen Vokabel lernen, kann während eines Staus die Zeit zur Informationseinholung bei Wikipedia genutzt werden, um sich über die Stadt zu informieren.
Gemeinsames Lernen mehrerer Beteiligter soll mittels Mobile Learning ebenso möglich sein.
Viele Fragen und Aufgabengebiete werden in der nahen Zukunft das Mobile Learning betreffen. So spannt sich der Bogen über möglichen Lernstoff und der unterschiedlichen Einsatzgebiete, über didaktische Überlegungen bis zu technischen Umsetzungen in Form von benutzerfreundlichen technisch ausgereiften Geräten. Wobei auch hier für mich ein Digitale Divide eintritt, denn solange keine Flatrate für das Mobile Gerät zur Verfügung steht, bleibt die Nutzung auch eine Kostenfrage.
Bei der beruflichen Weiterbildung verschwimmt für mich besonders bei Mobile Learning immer mehr die Grenze zwischen Arbeitszeit und Freizeit, besonders wenn auf dem Weg zur und von der Arbeit mobile gelernt wird. Für diese Bereiche wird es auch neue Arbeitskonzepte und Formulierungen für Arbeitsleistung und berufliche Weiterbildung brauchen, hin zum Wissensarbeiter.
Und neben der Möglichkeit immer und überall lernen zu können, gefällt mir sehr gut der letzte Merksatz im Sinne: sich auch bewusst Zeit nehmen zum Nicht Lernen!
Martin Hofmann berichtet ausführlich von dieser Veranstaltung.
Seine wichtigsten Merksätze zum Mobile Learning Day:
* Mobile Learning – hier ist das Lernen mit mobilen Geräten wie Handys, Handhelds, Smartphones gemeint und nicht das Lernen mit Notebooks – wird zwar von vielen propagiert, aber nur von wenigen bislang auch wirklich praktiziert!
* Mobile Learning wird sich nur dann durchsetzen können, wenn die Mobilfunkbetreiber wie z.B. in England eine Flaterate anbieten!
* Mobile Learning kann immer nur eine Ergänzung zu anderen Lernformen sein!
* Mobile Learning wird zur Unterstützung im Selbststudium zunehmend an Bedeutung gewinnen!
* Mobile Learning ermöglicht lebenslanges Lernen an jedem Ort und zu jeder Zeit. Wir brauchen aber auch Lernoasen, in denen wir nicht lernen, sondern einfach sind!
Rolf Deubelbeiss vom
Klippundklar Blog vermisst als Lehrer einer Sportschule:
dass "Mobile Learning" selten in Verbindung mit "bewegtem Lernen" (im Sinne: Verbindung zwischen Sport/Bewegung und Lernen) gebracht wird.
...und sieht in Mobile Learning eine Chance:
Lernen mit Handy oder Mobile Devices jedwelcher Art würde vielleicht die Chance bieten, Kinder beim Lernen auch zu bewegen! Das wär doch ein ganz offensichtlicher Mehrwert ... auch ohne ausgeklügelte mediendidaktische Analyse :-)
Ilias Lazaridis von eLibera sprach in seinem Vortrag auf der Learning Communities Konferenz in Klagenfurt zu Mobile Learning.
Neben dem Begriff des Mobile Learning wird auch Mobile Information angeboten. Zur Mobile Information gehören neben Newsreader auch Anfrage und Reservierungsmöglichkeiten, aber auch Reporting.
Neben dem klassischen Vokabel lernen, kann während eines Staus die Zeit zur Informationseinholung bei Wikipedia genutzt werden, um sich über die Stadt zu informieren.
Gemeinsames Lernen mehrerer Beteiligter soll mittels Mobile Learning ebenso möglich sein.
Viele Fragen und Aufgabengebiete werden in der nahen Zukunft das Mobile Learning betreffen. So spannt sich der Bogen über möglichen Lernstoff und der unterschiedlichen Einsatzgebiete, über didaktische Überlegungen bis zu technischen Umsetzungen in Form von benutzerfreundlichen technisch ausgereiften Geräten. Wobei auch hier für mich ein Digitale Divide eintritt, denn solange keine Flatrate für das Mobile Gerät zur Verfügung steht, bleibt die Nutzung auch eine Kostenfrage.
Bei der beruflichen Weiterbildung verschwimmt für mich besonders bei Mobile Learning immer mehr die Grenze zwischen Arbeitszeit und Freizeit, besonders wenn auf dem Weg zur und von der Arbeit mobile gelernt wird. Für diese Bereiche wird es auch neue Arbeitskonzepte und Formulierungen für Arbeitsleistung und berufliche Weiterbildung brauchen, hin zum Wissensarbeiter.
Und neben der Möglichkeit immer und überall lernen zu können, gefällt mir sehr gut der letzte Merksatz im Sinne: sich auch bewusst Zeit nehmen zum Nicht Lernen!




Kommentare
zuerst mal danke für den Bericht ... sehr interessant .. .
aber was ich mich immer frage, ob man hier nicht beginnt, genau den gleichen fehler zu machen wie beim eLearning ...
sprich mit einem (!) begriff alles über einen kamm zu scheren ...
speziell bei Ilias Lazaridis würde ich nicht von mobile Learning reden, denn das ist reine informationsbeschafftung ... also eigentlich "just-in-time-information", ob dann tatsächlich dieser inhalt "gelernt" wurde kann so meines erachtens nicht behauptet werden (obwohl aufgrund der faktoren "interesse", "neugierde" die voraussetzung nicht schlecht ist) ...
was ich eigentlich ansprechen will, ist dass gerade im zusammenhang mit mobile Learning der begriff des "lernens" sehr stark missbraucht wird, da es sich größtenteils um informationsbeschaffung handelt ...
was meint ihr dazu?
Ich sehe mobile Learning als Zusatz zum Lernen, eLearning und ich denke, wir stehen erst am Beginn.
Zu Ilias Lazaridis:
das Unternehmen führt zwei Bereiche auf der Homepage an, das Lernen und die Information.
Aber besonders beim Lernen sehe ich im Moment noch die klassische Vokabel-lern Situation per Mobile.
Hier stellt sich für mich die Frage: welche unterschiedlichen Lern-Anwendungen gibt es noch?
Spannend finde ich dazu auch die kulturellen Unterschiede, nicht alle Europäer sind gleich mobile affin. Vergleich deutschsprachiger Raum und südliche Länder z.B. Griechenland
Solange man an starren Strukturen festhält, kann sich auch kaum etwas entwickeln, alles bleibt wie gehabt, nur die Aufmachung ist ein bisschen bunter: die Lehrperson ist die zentrale Stelle, Kommunikation erfolgt in einem hierarchischen Gefüge zwischen Lehrperson und SchülerInnen, die SchülerInnen lösen die vom Lehrer gestellten Aufgaben, dieser entscheidet über richtig und falsch, etc. etc.
Passend dazu das Zitat Neuhold (Proceedings Microlearning 2005) von der letzjährigen Microlearning Conference in Innsbruck: "New forms of learning cannot be introduced just by the distribution of new technology. Thay have to be developed organically out of media practices and media environments."
@ mobiles Lernen
Viele Ansätze des mobilen Lernens waren darauf ausgerichtet, Inhalte auf mobile Endgeräte zu bringen, am besten automatisiert auf Basis bestehender Inhalte. Das dieser Ansatz nicht funktionieren kann zeigte sich bereits beim eLearning (dort wird meist auch nur versucht, informationen in form von pdf, word, oä zu verteilen). Die große Frage ist daher: "Wie kann mobiles Lernen erfolgreich umgesetzt werden?".
Der Ansatz, "an jedem Ort und zu jeder Zeit zu lernen" ist meiner Meinung nach schon sehr wegweisend. Es sollte aber nicht um Inhalte gehen sondern vielmehr um die Möglichkeit, unabhängig von Ort und Zeit mit den vorhandenen Mitteln "Lernen zu ermöglichen", sei es nur durch die Möglichkeit des Informationszugriffes auf bestehende Enzyklopädien (Wikipedia oä) oder durch Interaktion innerhalb einer Community (Fragen zu stellen und somit in einem Dialog mit anderen zu treten).
@ mobiles Lernen mit mobilen Endgeräten
Um mobiles Lernen unabhängig von einzelnen, meist teuren Endgeräten zu machen ist es wichtig, sich mit den Endgeräten zu beschäftigen, die von einer breiten Masse genutzt und als "ihr" Eigentum bezeichnet werden, dem Mobiltelefon. Die Grundidee ist es, vorhandene Endgeräte zu nutzen und die Funktionalität zu erweitern.
Die Frage die sich uns im Zuge des Studiums stellte war: "Wie können wir etwas, daß wir den ganzen Tag mit uns herumtragen für mehr als nur telefonieren und sms schreiben nutzen". Es ging dabei nicht um Inhalte sondern um Möglichkeiten, wie ein "einfaches" Mobiltelefon mittels Software erweitert werden kann.
Viele schreiben sich mobiles Lernen auf die Fahnen, doch wieviele praktizieren es denn schon bzw. haben überhaupt eine praktische Lösung. Ich kann nur von mir behaupten, daß ich dies bereits fast täglich praktiziere, sei es nun, um Vokabeln zu lernen oder Informationen zu Themen mobil abzurufen und nachzulesen und somit meinen Informations(Wissens?)stand erneuere. Der große Vorteil dabei ist es, daß ich es genau zu dem Zeitpunkt tue, wenn ich es benötige (nicht darauf zu warten, nach hause zu kommen und dann nachzuschlagen). Wer von uns war denn damit bisher noch nicht konfrontiert. Ich kann dabei ebenfalls wiederum nur von mir sprechen: schon oft.
@ Datentransfer / Kosten
Diese Thematik ist wohl die derzeit am häufigsten kritisierte Problematik beim mobilen Lernen. Es ist einfach zu teuer. Dies stimmt bedingt, da große Datenmengen derzeit einfach noch zu teuer sind. Von österreichischen Providern werden aber schon Datenpakete angeboten, die sich durchaus im bezahlbaren Rahmen halten. Darüber hinaus ist der Ansatz und die Lösung, die wir verfolgen genau darauf ausgerichtet. Wie bringe ich Kostengünstig die Daten aufs Mobiltelefon und wie ermögliche maximale Funktionalität zum minimal möglichsten Preis. Wir haben unserer Meinung nach dabei schon eine sehr praktikable Lösung gefunden, indem wir die Daten mobiltelefongerecht, gepackt und optimiert transferieren.
@ Ergänzung statt Ersatz
Ich stimme diesem Ansatz zu. Es geht nicht darum, bestehende Formen des Lernens zu ersetzen oder mittels Technologie auszutauschen. Vielmehr ist es wichtig, neue Formen des Lernens, welche durch die rasante Entwicklung der Technologien enstehen in Kombination mit den bestehenden so zu vereinen, daß der Lernfortschritt optimiert wird. Es geht aber auch darum, nicht alles mit Hilfe von Technologien zu ersetzen oder abzuschaffen, sondern sich kritisch damit auseinanderzusetzen und weder das eine noch das andere von Anfang zu "verteufeln".
@ Allgemeines
Ich habe mal im Zuge eines Vortrages erwähnt, daß man niemanden zum Lernen zwingen kann, der nicht lernen will. Die Motivation, etwas zu lernen und dies nicht nur für eine Prüfung kann nur von jedem selbst kommen, sich mit einem Thema auseinander zu setzen und seinen Wissenstand / Informationsstand zu erweitern. Ich erinnere mich an eine Vorlesung zum Thema "Wissensmanagement" und eine Folge, in welcher Daten zur Information und diese durch Konnex mit bestehenden Wissenstrukturen zu neuem Wissen werden können. Kann dies nicht auch beim Lernen möglich sein!?
Gerade die Diskussion aus verschiedenen Blickwinkeln finde ich sehr spannend.
Thema:
Mobile Learning mit Handys an Schulen - heute, nicht erst morgen!
siehe:
http://edublog-phr.kaywa.ch/m-learning/bild43.html