Mobiles Lernen
Einerseits interessieren mich alle Lern- und Lehrtheorien, die es den Schülern erleichtern den vorgeschriebenen Lehrinhalt leichter zu erlernen, beziehungsweise den Behaltewert zu erhöhen, und andererseits steht das Verbot der Handybenutzung im Unterricht an unserer Schule dem ablehnend gegenüber. Ich versucht hier einen Weg zu finden, bei dem sich die möglichen Aufgaben und das Verbot nicht blockieren, und nach einer kurzen Vorstellung der geplanten Vorgehensweise in der Klasse, einigten wir uns darauf das Kleinprojekt, wie von mir vorgesehen durchzuführen.
Häufig verwendet man im deutschsprachigen Raum neben der Bezeichnung „Mobiles Lernen“ auch noch die Synonyme „mobile learning“ oder „M-Learning. Unter mobilem Lernen versteht man das Lernen, das sehr stark an die Verwendung von mobilen Endgeräten und Softwareanwendungen gebunden ist. Mobiles Lernen ist ein Teilbereich von e-learning und e-education.
Hug, Theo, 2009, Kai-Uwe Hugger & Markus Walber (Hrsg.): Digitale Lernwelten. Wiesbaden: VS,
Mobiles Lernen ist aber damit verbunden, dass die Nutzer eindeutig die Möglichkeit haben sich die dazu benötigten technischen Gerätschaften wie, Mobiltelefone, Laptop oder Notebooks mit uneingeschränktem Internetzugang oder PC-Tablets, leisten zu können, und diese Geräte uneingeschränkt und den Anforderungen gerecht nutzen zu können.
Im Zusammenhang mit dem „Mobilen Lernen“ und den damit verbundenen, relativ kleinen Lerneinheiten und zeitlich begrenzten Lernaktivitäten kann man hier den Begriff des „Mikrolernens“ verwenden.
Zunächst ist darunter eine Sammelbezeichnung zu verstehen für verschiedene informelle Lernaktivitäten im Kontext von Social Software Anwendungen, inzidentelles Lernen mit digitalen Medien, mechanistisches Lernen mit „Lernobjekten“, SMS-Anwendungen, etc..
(vgl. Hug/Friesen 2007).
Nach Abschuss war dies ein gelungenes Kleinprojekt, welches sicher in einer ähnlichen Form eine Fortsetzung findet. Meine Schüler und natürlich auch ich waren mit einer Begeisterung bei der Sache, was letztlich auch zu einem, für mich positiven Abschluss führte. Ich möchte hier auch noch kurz auf drei Punkte eingehen, die man meiner Meinung nach nicht ganz außeracht lassen sollte.
Zu bedenken ist sicher, erstens, der finanzielle Aufwand, der sich durch das Verschicken von Daten mittels SMS ergibt. Die Lösung mit den Preisen, wie ich dies in meinem Projekt gehandhabt habe, ist sicher eine Option für ein Pilotprojekt, sicher aber nicht durchführbar, wenn man alles auf die Hoffnung nach Sponsoren aufbaut. Sollte die Schule ein solches Projekt finanzieren, senkt man dadurch meiner Meinung nach zwar den persönlichen, finanziellen Aufwand, sieht sich aber dann sicher mit einem erhöhtem zeitlichen Aufwand für Dokumentationen und anderen bürokratischen Aufgaben konfrontiert.
Vergleicht man den, zweitens, zeitlichen Aufwand in der Vorbereitung, den man hierfür aufbringt, unterscheidet es sich meiner Meinung nach für den Lehrer kaum von dem einer herkömmlichen Aufgabe. Der Lehrer muss sich lediglich an die Zeiten halten, welche er den Schülern im Idealfall eingegrenzt vorgibt, auch wenn diese außerhalb seiner Dienstzeit liegen. Der zeitliche Aufwand erhöht sich aber mit Sicherheit, sollt man gezwungen sein alle Schritte auf das Genaueste dokumentieren zu müssen, und man sich auf Grund von staatlichen Förderungen mit einem zusätzlichen bürokratischen Aufgaben konfrontiert sieht.
Meiner Einschätzung nach ist, drittens, die Nachhaltigkeit für die Schüler gegeben, da sie zum Beispiel, durch das Umsetzen einer meiner gestellten Aufgaben, in Zukunft beim Einkaufen besser wissen worauf sie achten müssen, und wo sie Informationen zu den einzelnen Produkten finden, denn dies wurde mir beim Abschlussgespräch in der Klasse bestätigt.
Ich mache es sicher wieder



