Microlearning

Didactics of Microlearning. Concepts, Discourses and Examples (http://www.waxmann.de/kat/1869.html)

Ein Sammelwerk an kreativen Ideen und interessanten Ansätzen zum Thema Mikrolernen.

Microlearning? – Was verbirgt sich hinter diesem klingenden Namen? Das 424-Seiten starke Sammelwerk Didactics of Microlearning. Concepts, Discourses and Examples. zeigt, dass sich diese Frage nicht mit einem Satz beantworten lässt. Auch wenn es sich bei Microlearning nicht um etwas neu Erfundenes – „Learning by small units in small Steps has a tradition, which reaches beyond the documented development of civilization“ (Hierdeis, S. 48) –, sondern vielmehr um etwas neu Entdecktes handelt, versteckt sich hinter diesem Begriff ein flexibles Konzept mit vielfältigen Anwednungsmöglichkeiten.

Und so vielfältig der Begriff, so vielfältig sind auch die Beiträge in Didactics of Microlearning. Die insgesamt 39 Autoren betrachten das Thema Microlearning teilweise aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln. So finden sich in den 27 Beiträgen, angefangen von geschichtlichen und neuropsychologischen Ansätzen über spielerische Konzepte bis hin zu konkreten Richtlinien für die Entwicklung von Mikrolernprogrammen und zahlreichen weiteren Aspekten rund um das Thema Mikrolernen.

Wo liegt der Ursprung des Mikrolernens, wie hat sich das Lernen an sich in den letzten Jahren verändert, und weshalb ist Microlearning insbesondere in Anbetracht der stetig wachsenden Informationsmenge für den Lerner von heute von Nutzen? – Im ersten Teil des Sammelwerkes stehen diese Fragen im Mittelpunkt.

Dass Mikrolernen nicht eine vollkommene Neuigkeit darstellt, zeigt uns der kleine, aber durchaus anschauliche Ausflug in die Neuropsychologie von Scherer und Scherer in Teil 2.
Kerres spricht von „Microlearning as Challenge for Instructional Design“. Wie komplex die Erstellung von Mikrolerneinheiten ist, zeigt sich schon daran, dass keine konkreten Angaben z.B. zur Größe von Mikrolerneinheiten, sondern lediglich Anhaltspunkte und Richtlinien zur Vorgehensweise bei der Konzeption solcher Lerntools gegeben werden können.

Wie rentabel es jedoch ist, sich den Herausforderungen zu stellen, die die Zeit und in diesem Fall – besonders technologische Entwicklungen – mit sich bringen, wird in Teil 3 untermauert. Hier wird unter anderem aufgezeigt, wie die Medienfaszination der so genannten Net Generation zu Lernzwecken „manipuliert“ bzw. verwendet und die Lernmotivation geweckt und aufrechterhalten werden kann. „Experience has shown that young students are drawn to game-like learning environments and find in them the necessary motivation to undertake the study of a given subject.” (Mattila, Miettunen, Manninen, S.278)

Abgesehen davon, sind Microlearning Technologien auch hilfreiche Tools in Hinblick auf Open Source Software und – was vielleicht noch viel interessanter ist – „(…) microlearning technology turns out to be an interesting candidate in a field which has not yet been covered (and discovered) by information and e-learning technology: namely, the domain of personality development and individual cultivation.“ Inwiefern dies der Fall ist, bringt uns Peschl (S. 293 f.) in Teil 4 näher.

In Teil 5 – Microlearning and Higher Education – stellt man sich zunächst die Frage, was man sich von qualitativ hochwertiger Bildung bzw. Universitätsabsolventen erwartet und erklärt in einem nächsten Schritt, wie Mikrolernen dazu beitragen kann, diesen Erwartungen gerecht zu werden.

Der abschließende Teil 6 ist sehr praktisch angelegt. Evaluierungsmöglichkeiten im Bereich Mikrolernen und zu berücksichtigende Aspekte bei der Konzeption von Mikrolernsystemen werden aufgezeigt und diskutiert. Weiters wird auch ein hilfreicher Step-by-Step-Plan zum Thema Qualitätsmanagement skizziert.

Dank der Einteilung in diese 6 großen Abschnitte wird trotz Perspektivenvielfalt beim Leser keine Verwirrung gestiftet und der rote Faden durchgezogen.

Was lernen wir also aus diesem Buch? Microlearning ist ein Bereich mit durchaus viel Forschungspotential. Die Autoren von Didactics of Microlearning liefern zwar nicht immer Antworten auf alle Fragen, die sie aufwerfen, doch zeigen sie, wo noch weiter gearbeitet und geforscht werden muss oder wie der Herausgeber Theo Hug es in seiner Einleitung treffend formuliert hat: „Its many approches and perspectives are offered to show to readers the state of the art but not the end of the road.“ (S.14)
Die Autoren betonen auch immer wieder, dass Microlearning nicht der einzige Weg zum „besseren und effizienteren“ Lernen ist. Im Gegenteil, es wird immer wieder erwähnt, dass es neue Möglichkeiten in diesem Bereich bietet, jedoch nicht alle anderen Lernansätze ersetzen kann. So zum Beispiel Krieg (S.185): „Not everyone will consider this a desirable option, but at least it will provide additional options and alternatives to an educational system that seems to be much in need of such alternatives.“

Für wen ist das Buch empfehlenswert? Prinzipiell für alle, die sich für das Thema Lernen mit neuen Medien interessieren. Den Experten aus diesem Bereich werden aufgrund der bereits erwähnten Perspektivenvielfalt der Beiträge bei der Lektüre immer wieder neue und interessante Sichtweisen eröffnet und dank erklärender Definitionen ist das Buch gleichzeitig auch für Laien durchaus lesbar und vor allem lesenswert!


 

 

 
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Microlearning 07

Die Microlearning07 in Innsbruck ist zu Ende gegangen und es war wieder einmal ein tolle Gelegenheit Leute aus aller Welt kennenzulernen.

Es gab dieses Jahr erfrischend viele Gelegenheiten zum informellen Wissensaustausch etwa im MicroCafe oder dem SpeedGeeking.

Im Pre-Conference Workshop "Problem-Based Learning meets Web 2.0" diskutierten wir mit Prof. Hofman (Hochschule Rorschach) über Offenheit und Geschlossenheit

Text? von Web 2.0 Anwendungen in formalen Lernsettings wie der Schule. Diese Frage stellte sich auch im Panel Evaluation der neuen Medien: Günther Wageneder und Stefan Walder berichteten von ihren Einsätzen von Wikis im Hochschulalltag, welche zunehmend die Frage aufkommen ließen: "Sind unsere Studierende überhaupt die "Digital Natives" für die wir sie halten? Und in Anknüpfung der Studienergebnisse wurde auch die Frage gestellt: "Sollen wir Web 2.0 Anwendungen vielleicht überhaupt noch oder nur marginal im (Hoch)Schulalltag einsetzen?

Lernende wachsen heute großteils im Web 2.0 auf und die Frage "Was ist Web 2.0 " stellt sich für diese Generation nicht. Sie wissen sehr wohl wie man sich im StudiVZ und youtube zurechtfindet, aber vielleicht nicht, dass man damit auch z. B. selbstorganisiert lernen kann. Als Pädagoginnen können wir diese Prozesse unterstützen, eben wie man diese Tools im Lernprozess effizient einsetzen kann. Für mich liegt der Benefit von Web 2.0 Anwendungen vor allem darin, dass ich meine Ideen verbreite, Feedback bekomme und meine eigenen Gedankengänge dadurch überarbeite, vielleicht auch revidiere. Für mich liegt das sehr nahe am konstruktivistischen Lernen. Und in diesem Prozess bin ich nicht nur auf regionalen Kontakte beschränkt, sondern kann von einem weltweiten Wissenspool profitieren. Sharing, Interaction und Participation (Stephen Downes) sind die Kernelemente von Lernen im Web 2.0.
Damit Lernende diese kennenlernen, ist es daher unabdingbar, dass Web 2.0 Anwendungen auch in formalen Lernsettings offen sind - ansonsten wird dieser "AHA" Effekt nicht eintreten, der Mehrwert wird nicht sichtbar werden.

Die Nähe von Microlearning zu MobileLearning war auch diese Jahr nicht zu übersehen: Mobile Tagging the City of Innsbruck

Text? ein Projekt von Roger Fischer (Ceo Kaywa) und Martin Hofman (Hochschule Rorschach), Ajit Jaokar und auch Teemu Leinonen (slides) stellten innovative mobile Lernprojekte im Panel Mobile Web und Classroom without Walls vor.

 

Hier sind die Micromoments....

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Microlearning Conference Proceedings 2006

Microlearning Conference Proceedings 2006

Die Proceedings der Microlearning Conference 2006 sind am microlearning/blog als Download verfügbar.

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Call for Papers Microlearning 2007

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MICROLEARNING 2007
Transforming Knowledge in the Digital Media Ecology
June 21 - 22, 2007::Innsbruck (Austria)
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Microlearning 2007 *

...is discussing the impact of microcontent-based technologies and practices on the way we will be living, working and learning in the years to come. The emerging *new digital micromedia ecology* calls for the design of innovative experiences, processes and technologies: personal and dynamic, casual and volatile, but still complex and effective.**

*Microlearning 2007*

...brings together international experts and leaders from different fields to discuss the impact of microcontent-based technologies and practices: teachers, educators, and learning technologists; academic scholars, consultants, and corporate practitioners; information architects, software developers, and experts in mobile telephony and data services.

*Call for Papers*

We invite papers and posters to present new visions and analysis, innovative concepts, projects, and best practice results related to the impact of the emerging new digital micromedia ecology on the acquisition and construction of information and knowledge. This includes, but is not restricted to, the following topics:

* *The future of classroom- & course-based learning*
* *Transformations of knowledge*
* *Information workers & knowledge workers*
* *Mobile learning & mobile information*
* *Evaluation of digital learning systems*

Schedule

We invite research papers (ca. 6 - 8 pages), short papers (4 - 6 p.) or posters (2 - 3 p.). After undergoing peer-review, accepted papers will be published digitally and on paper until June 10, 2007 in the Conference Proceedings (Innsbruck University Press).

January 31, 2007: Deadline for long/short papers and posters
February 21, 2007: Notification of Acceptance
March 30, 2007: Final papers & posters (camera ready)
June 21-22, 2007: Microlearning Conference 2007 (Innsbruck, Austria)

For further information and submission instructions, please visit microlearning.org
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(no subject)

(no subject)