Von Streitschriften und Rezensionen
Ich habe an anderer Stelle zwei Kommentare veröffentlicht, die auch hier von Interesse sein könnten. Zum einen geht es um die Streitschrift "Gibt es eine Net Generation?" von Rolf Schulmeister, zum anderen um den Vorwurf des Plagiarismus an den Kölner Medienwissenschaftler Wilfred Kaminski.
Bei der Gelegenheit möchte ich gleich auch auf ein Video hinweisen, dass ein einige Eindrücke von einem Studienaufenthalt unserer Studierenden des Masterlehrgangs in Game Studies am MIT gibt.




Kommentare
Zitat: "Die Idee zur Geografie ist vollkommen albern. Geografie sollte nicht zum Auswendiglernen von Namen, Bevölkerungszahlen, Hauptstädten etc. von 181 Ländern verkommen. Es geht auch (und vor allem) um das Verstehen der Lebensweise von Völkern, ihrer Produktionsweisen und Kulturen und des Überlebens der Nationen."
Wer Pokemon spielt und kennt weiß, dass es in diesem Fall genau umgekehrt ist:
Heute im Jahr 2008 sind es bereits über 400 (ohne Gewähr!)Pokemon!
Es ist keineswegs möglich diese Figuren auswendig zu lernen, sondern die Charaktere werden durch aktives Tun und selbstorganisierte Handlungsstrategien verbunden mit hoher Emotionalität im Spiel erarbeitet und damit im Langzeitgedächtnis abgespeichert. Würde man einem Kind 400 Pokemon + zusätzliche Entwicklungsstadien zum Auswendiglernen vorlegen, würde es diese kognitive Leistung innerhalb so kurzer Zeit sicher nicht schaffen. Versuchen Sie es doch: diese ausgefallenen Namen kann man sich nicht einfach so merken, noch weniger, die jeweiligen Vorlieben, Eigenschaften, Entwicklungsstadien, Waffen, Taktiken und Modi!
Wie aber schaut der Geografieunterricht im Jahr 2008 aus? Fakten, Zahlen und Daten werden auswendig gelernt - entwickelt man so ein Verständnis für Völker, Kulturen und deren Lebensweisen? Ich denke es ist eine geniale Idee: Die Pokemon Didaktik im Geografieunterricht.