Geschafft - Endlich steht in meiner Kindergartengruppe wieder ein Computer zur Verfügung. Auch als Medienpädagogin ist es nicht immer einfach, meine Ideen durchzusetzen. Ohne finanzielle Mittel für die Anschaffung war ich auf die hilfsbereiten Menschen meiner Umgebung angewiesen - und die habe ich in den letzten Wochen ordentlich belästigt!

Unser Computer ist schon ziemlich alt, aber wir sagen liebevoll "alt und gemütlich". So sind die Kinder ihm eigentlich nicht böse, wenn sie ihn mittags zum Nachhausegehen ausschalten müssen - "damit er ein bissl rasten kann".
Erst seit wenigen Tagen steht der Computer im Gruppenraum und hat die Herzen der Kinder erobert. Wer am Computer malen und spielen will, muss sich die "Computermarke" holen und umhängen. Damit wird für mich besser erkennbar, welche Kinder aktiv beim Spielen und welche als Zuschauer dabei sind.
Die meisten Kinder bedienen die Maus bereits sehr kompetent, und ich meine, schon die meisten von ihnen durften auch zu Hause an den Computern spielen - das war vor 2 Jahren noch anders. Da machten die meisten der Kinder riesige Armbewegungen, um die Maus zu steuern.
Einige der Kinder haben mir erklärt, dass sie nur mit den Eltern gemeinsam spielen dürften - es ergibt sich ein anderes Bild, als in einigen Negativ-Berichten immer wieder beschrieben wird. Nicht alle Kinder werden "am Computer allein gelassen", wodurch sich doch ein großes Verantwortungsbewusstsein der Eltern erkennen lässt. Hier sollten die Eltern motiviert werden, sich auch weiterhin über die Interessen und Vorlieben der Kinder in Bezug auf Computer und Internet zu informieren. Die Verantwortung , die die Eltern in der "Begleitung" der Mediennutzung ihrer Kinder tragen, fängt im Kleinkindalter an und sollte nicht schon im Grundschulalter enden.