Medien bewegen sich in der Spannung zwischen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Funktionen und kommerziellen Zielen. Auf dieser Gratwanderung zwischen der Seite des „Ideals“ und der anderen Seite der „praktischen Rahmenbedingungen“ stellt die Medienethik die Frage: „Was soll getan werden?

Medien bewegen sich in der Spannung zwischen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Funktionen und kommerziellen Zielen. Auf dieser Gratwanderung zwischen der Seite des „Ideals“ und der anderen Seite der „praktischen Rahmenbedingungen“ stellt die Medienethik die Frage: „Was soll getan werden?

Angesichts der Wirkungsmacht der Medien in der Gesellschaft darf Medienethik als der Versuch gelten, einen Rahmen für die Medien zu stecken, der Freiheit und Verantwortung in ein angemessenes Verhältnis rückt.

 

Ein wichtiger Begriff für die Medienethik ist Verantwortung, die folgende Fragen stellt:

Wer verantwortet sich wofür? Welche Folgen hat die Handlung wem gegenüber und welche Normen/Werte berührt sie?

Wenn Verantwortung als medienethische Grundkategorie und als Scharnier zwischen Ideal- und Praxisebene herangezogen wird, kann „strukturelle Verantwortungslosigkeit“ vermieden werden. Verantwortung soll so verteilt werden, dass sie weder Subjekte überfordert, noch Unternehmen und Öffentlichkeit von ihr freispricht.

 

Ethische Infrastrukturen sollen durch ein Netzwerk von Institutionen und Akteuren einen Rahmen schaffen, in dem freiwillige (Medien-)Selbstkontrolle bestehen und funktionieren kann.

 

Das Ziel der freiwilligen Selbstkontrolle ist es, (staatliche) Fremdkontrolle zu vermeiden, bisher wurde allerdings (national wie international) keine solche Einrichtung gegründet, ohne dass vorher mit staatlicher Regelung gedroht wurde.

Sie verfügt nicht über rechtliche, sondern nur moralische Sanktionsmaßnahmen, die erst durch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit wirksam werden.

 

Einer von mehreren Kritikpunkten besagt, dass die öffentlichen Sanktionierungen zu wenig angewandt werden, weiters kritisiert wird die Ineffektivität und Wirkungslosigkeit.

 

Selbstkontrolleinrichtungen sind aber nicht an Kriterien messbar, die für wirtschaftlich orientierte Konzerne gelten, sondern eher mit Non-Profit-Organisationen zu vergleichen.

 

Assmayr Marina & Weiss Matthias