Wissensbaustelle - Das (Er)Leben der Schule
Ich bin soeben auf die Wissensbaustelle gestoßen. Dabei handelt es sich um Projekt wo Schüler einer Grundschule aus ihrem Alltag (an der Schule :-) ) bloggen.
Das aus meiner Sicht Interessante daran ist, dass die Beiträge nicht von den Schülern sonderm vom Lehrer (nach einer Kontrolle) erst wirklich online gestellt werden.
Bin gespannt auf die Kommentare zu diesem Ansatz der "Medienerziehung".
(via Webszene)




Kommentare
So wie ich das sehe, handelt es sich bei der "Wissensbaustelle" um gar keinen Ansatz zur Medienerziehung. Wenn ich mich nicht täusche, haben die Kinder nämlich gar nichts mit der Plattform zu tun. Vielmehr handelt es sich um eine Präsentation bzw. Dokumentation des Unterrichts einer 1. Klasse durch den Lehrer.
Zitat aus dem Impressum: "Dieses Weblog dient ausschließlich der Dokumentation meiner Arbeit mit einer ersten Klasse. [...] Dieses Angebot richtet sich an Eltern, Kollegen und die Kinder selbst, denen ich diese Webseite widme."
Hier werden Lerninhalte und Aktivitäten einer Schulklasse präsentiert. Nach den sich immer mal wiederholenden Horrorgeschichten aus Schulen finde ich diese Schönwettersicht ganz angenehm.
Gruss
Thomas
@martin: ich denke der einsatz von social software im unterricht erfordert ein gänzliches umdenken, wir müssen hierarchien, linearität eines curriculum, zentralismus, etc. überdenken. aber es ist wohl ein grundsätzliches problem, wenn wir tools, die bottom-up aufgebaut sind, top-down einsetzen.
das führt teilweise zu so eigenartigen szenarien,wie hier an der uni innsbruck, wo es nun weblogs in blackboard gibt, aber eben "abgespeckt": ohne rss-feed, ohne datumsangabe, ohne permalink, ohne tagging -- ist das dann überhaupt noch ein weblog? um die tools zu verstehen, um zu begreifen, welche prozesse dies auslösen kann, muss man selbst mal ein weblog geführt haben....daher ist das schon mal kein schlechter anfang...
klar, bloggt hier nur der lehrer (schreibe ich im 2. Absatz) ..
die frage die sich mir stellt, ist ob diese art der "zensur" aus sicht der mediepädagogik interessant ist oder eher nicht ...
immerhin reden wir von grundschülern, die beginnen mit dem medium umzugehen
liebe grüße
martin
Die Schülerinnen und Schüler bloggen noch nicht selbst, das wurde in keinem der Punkte bis jetzt versprochen. Hoppla, es ist angedacht, aber da gibt es noch viel(!) (rechtlich als auch technisch) zu planen und umzusetzen.
Wenn man alle Anstrengungen in Privatinitiative und mit der knappen Zeit eines volldeputat-schaffenden stellvertretenden Schulleiters, der ebenso seine Energie in die Schulentwicklung und .....achtung .... in sein Privatleben steckt, dann schmerzen solche Kommentare, besonders die Zensur ist starker Wein in leeren Schläuchen.
Bitte mal ein wenig differnezierter an die Sache herangehen, von einer Schonraumwarte ist leicht auf Tauben zu schießen.
Gruß und mit Interesse an der Diskussion,
Thorsten (von Plotho-Kettner)
es gibt keinen vorwurf der zensur, daher ist es auch unter anführungsstrichen geschrieben ... mir ist einfach kein besseres wort dafür eingefallen ...
ich bin ja angetan von der idee, frage mich nur wie die fachwelt der medienpädagogik dies sieht ...
liebe grüße
martin
Gruß, Thorsten
ich persönlich sehe es eben so, dass die (technischen)tools nicht die "story" sind, ich hatte in meinen kursen auch schon lehramtskandidaten, die, begeistert von weblogs, dies auch gleich in ihren praktika einsetzen, aber eben top down: jeder schreibt so und so viel in der woche, beiträge werden zuerst vom lehrer geprüft und dann freigeschalten, keine admin rechte etc.
daher mein tipp an alle lehrer: zuerst mal selbst eine zeit lang bloggen, um die prozesse, die da in gang gesetzt werden nicht nur theoretisch zu verstehen, sondern praktisch zu begreifen.