Lernen mit Neuen Medien

Reminder: Einreichungen zum MEDIDA-PRIX 2009 noch bis 31. März

 

MedidaPrix

 

Bis 31. März 2009 können noch Projekte eingereicht werden. Es lohnt sich auf jeden Fall, immerhin ist der MEDIDA-PRIX mit 100.000 Euro der höchstdotierte mediendidaktische Preis im deutschen Sprachraum.

Der MEDIDA-PRIX wird dieses Jahr am 16. September im Rahmen der E-Learning 2009 an der Freien Universität Berlin verliehen. Der Preis versteht sich als Impulsgeber für eine innovative und nachhaltige Implementierung digitaler Medien in der Hochschullehre und setzt ein weiteres Mal seinen Schwerpunkt auf Open Educational Resources (OER) und unterstützt damit die Entwicklungen im Kontext freier Bildungsressourcen.

Weitere Informationen und Online-Einreichung unter http://www.medidaprix.org.
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Gemeinsame Ziele: Digital Wisdom

 

Wer Marc Prensky´s Artikel und Ausführungen zur Thematik "Digital Natives - Digital Immigrants" immer wieder gerne verfolgt und sich darin vertieft, findet im Beitrag von Innovate einen weiterführenden Beitrag, er nennt sich "H. Sapiens Digital: From Digital Immigrants and Digital Natives to Digital Wisdom".

Inhaltlich geht Prensky hier zwar weiterhin auf die Unterschiede der Mediennutzung und  des Lernens mit neuen Medien ein, lässt aber mit einen für mich neuen Ansatz aufhorchen: dass nämlich sowohl die Natives als auch die Immigrants das Ziel der "Digitalen Weisheit" (Digital Wisdom) verfolgen und deshalb gemeinsam einen Weg zu bestreiten haben. Ich finde diese Erkenntnis sehr weise und auch im Sinne des Lernens mit neuen Medien.

Die Unterlagen zum Online - Webcast wurden von Marc Prensky zur Verfügung gestellt - Danke!

 

Lernen mit Neuen Medien

Vier Leitsätze für die Schule des 21. Jahrhunderts

Ich habe auf bildungstechnologie.net einen etwas längeren Beitrag gepostet, der auch hier von Interessen sein sollte. Im Wesentlichen geht es um die Darstellung einiger Kosequenzen aus der Auseinandersetzung mit der medialen Partizipationskultur und dessen Konsequenzen für Schule und Unterricht.

Weiterlesen auf bildungstechnologie.net 

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Web 2.0, die Zukunft des Lernens?

I believe that the read/write Web, or what we are calling Web 2.0, will culturally, socially, intellectually, and politically have a greater impact than the advent of the printing press. I believe that we cannot even begin to imagine the changes that are going to take place as the two-way nature of the Internet begins to flower, and that even those of us who have spent time imagining this future will be astounded by what happens."

Wahrlich eine bemerkenswerte Aussage - Web 2.0 im Vergleich mit der Druckerpresse?

Wenn diese Aussage aber von Experten wie John Seely Brown unterstrichen werden, lohnt es sich darüber nachzudenken (via weiterbildungsblog)

Auch hier im Lande gibt es Ansätze in diese Richtung: die klassische Lehr-Lernkultur ist überholt, schreibt Martin Seibt von der Aktion Film Salzburg in diesem Artikel:

Die Schule kommt mit ihren herkömmlichen Unterrichtsmethoden nicht mehr weiter“, das sagt der Geschäftsführer der Aktion Film, der gemeinnützige Partner für Medien und Pädagogik mit audiovisuellem Schwerpunkt in Salzburg, Martin Seibt. In Zukunft wird es wichtig sein, stärker in projektorientierten Unterricht zu gehen und dabei neue Medien einzusetzen.

Martin Seibt: Ich halte es für unerlässlich, dass Lehrerinnen und Lehrer in Projekten neue Medien einsetzen und dabei technische und inhaltliche Kompetenz an die Schüler abtreten, weil Letztere zum Teil mehr Know-how im Bereich der neuen Medien einbringen. Das erfordert einen Umdenkprozess bei den Lehrenden. Weg von ‚ich weiß ich vermittle’, hin zum Vermittler durch Prozesskompetenz.“ 
 Nun ja, selbstverständlich kann man den Einsatz von Neuen Medien nicht mit gutem Unterricht oder erfolgreichem Lernen gleichsetzen, jedoch verändert bzw. erfordert der Einsatz von Web 2.0 in Lehre und Unterricht Strukturen, Rollenverteilung Feedbackkultur, Kollaboration und Partizipation,  wie Steve Hargadon treffend beschreibt.
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BIBER - Bildung, Beratung, Erziehung

 

Vor kurzem hat Schulen ans Netz und das Bundesministerium für Bildung und Forschung in Deutschland ein neues Projekt gestartet. Mit der Idee von BIBER sollen Eltern, aber vor allem PädagogInnen, die an der Schnittstelle Kindergarten - Schule tätig sind, für den Einsatz von Medien sensibilisiert und motiviert werden. Ein eigenes Redaktionsteam sorgt für Inhalte und Layout, sowie AutorInnen aus der medienpädagogischen Praxis.

 

 

Die BIBER - Seite ist meiner Meinung nach sehr ansprechend gestaltet und vermittelt einen praxisbezogenen Blick für Neulinge auf dem Gebiet "Medienarbeit" aber auch für Interessierte mit Praxiserfahrungen. Erste Rezensionen von Computerspielen sind zu finden, Projektdokumentationen, aber auch an Beispielen aus der Praxis wird noch gearbeitet.

Schön, dass solche Initiativen Unterstützung finden und auch die finanziellen Mittel erhalten - die Intentionen und die Notwendigkeit der medienpädagogische Praxis kann so vermehrt an die Öffentlichkeit gebracht werden und hoffentlich viele Erziehende zur Nachahmung motivieren.

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Studie zu Medienkompetenz im Kindergarten

 

Schon 1997 wurde in Nordrhein - Westfalen eine Untersuchung zur Medienerziehung in Kindergarten durchgeführt. Ulrike Six und Roland Gimmler befassten sich in einer empirischen Studie mit der "Realität" der Medienerziehung in der Praxis. Damalige Ergebnisse waren nicht besonders zufrieden stellend und machten deutlich, dass im Bereich der Medienkompetenzförderung Handlungsbedarf bestünde.

Umso ernüchternder die nachfolgende Studie von 2006, die der Förderung von Medienkompetenz in vielen Kindergärten in Nordrhein – Westfalen auch heute kein besserer Zeugnis ausstellen kann.

Mit folgenden Fragestellungen befasste sich das Forscherteam:

"Inwieweit und wie haben sich curriculare Vorgaben, institutionelle Rahmenbedingungen und Inhalte der Erzieherinnenausbildung inzwischen verändert?
Haben sich die medienpädagogische Praxis im Kindergarten und die hierfür grundlegenden Kenntnisse, Einstellungen und Problemwahrnehmungen der Erzieherinnen bezüglich Medien, kindlicher Mediennutzung und Medienerziehung verändert?
Inwieweit wurden/werden Fortbildungsmaßnahmen von den Zielgruppen zur Kenntnis genommen und tatsächlich auch genutzt?
Ist Medienerziehung in den nordrhein-westfälischen Kindergärten inzwischen tatsächlich zum Standard geworden?
Welche Informations- und Praxismaterialien werden rezipiert und in welchem Umfang in der Praxis verwendet?"

Schon in der Ausbildung fehlen die Rahmenbedingungen, die eine entsprechende Förderung für medienpädagogische Qualifikationen begünstigen würden. Die folgende Feststellung aus der Zusammenfassung macht meiner Meinung nach deutlich, wo grundlegende Schwächen zu suchen sind:

"Nach wie vor mangelt es in der Ausbildung an der Erklärung einer nachvollziehbaren Logik zwischen medienpädagogisch relevanten Hintergrundinformationen, der Notwendigkeit von Medienerziehung, den Zielen der Medienerziehung und schließlich den konkreten Strategien und Umsetzungsmöglichkeiten."

Wenn Erziehende nicht wissen, wofür sie bestimmte Ziele, die ebenfalls nicht klar nachvollziehbar sind, überhaupt erreichen sollen, sinkt die Motivation, in diesem Bereich zu arbeiten. Ebenfalls findet keine persönliche Identifikation mit dem Thema statt.

"Auch ihre eigene Medienkompetenz – als Element der medienpädagogischen Kompetenz – schätzen sie nicht positiv ein, insbesondere für den Umgang mit Computer und Internet (mit Blick auf das Internet gaben sich immerhin fast 70% Noten zwischen 4 und 6)."

Die ErzieherInnen bewerten ihre eigene Medienkompetenz schlecht - zu erklären ist dies vielleicht im erweiterten Medienangebot und der rasanten technischen Entwicklung, der es sich zu stellen gilt. Besonders im Umgang mit Computer und Internet werden viele Erziehende sich als "wenig kompetent" bezeichnet haben, weil es hier einem hohen Maß an Interesse aber auch persönlichem Willen bedarf, um sich laufend Kenntnisse anzueignen und sich kindorientierte Angebote für die Praxis zu suchen, zu überlegen und diese auch umzusetzen.

 

Was die Vorstellungen und Ansichten zur Medienerziehung der ErzieherInnen betrifft, wird Medienerziehung zu den eher "weniger notwendigen" Förderbereichen gezählt. Die Befragten können den Begriff "Medienerziehung" nicht klar definieren und nicht genauer erklären:

"dass und warum Medienerziehung im Kindergarten notwendig ist, welche Ziele mit diesem Förderbereich zu verbinden sind und wie Medienerziehung ggf. auch ohne aufwendige Maßnahmen umzusetzen ist."

Ein Ergebnis, das meiner Meinung nach nicht allein für Nordrhein - Westfalen zutreffen wird. Auch in Österreich würde eine derartige Untersuchung nicht besser ausfallen - (nur gibt es diese Studie nicht).

Ich glaube, die Hauptprobleme der fehlenden Motivation zu einer Medienkompetenzförderung im Kindergartenbereich sind vielleicht hier zu suchen:

  • in der Ausbildung, weil den angehenden KindergartenpädagogInnen nicht in entsprechender Weise die Notwendigkeit, sowie die Ziele der Medienkompetenzförderung vermittelt worden sind.
  • am Interesse der KindergartenpädagogInnen, selbst mit Medien zu arbeiten - aus eigener Erfahrung weiß ich, dass manche ErzieherInnen am liebsten in jenen Bereichen arbeiten, die ihnen liegen - Wenn eine Kindergartenpädagogin nicht bereit ist, sich im Bereich der Medienarbeit zu engagieren, gibt es so gut wie keine Maßnahmen, die dies fordern.
  • an vorherrschenden Rahmenbedingungen, die das Arbeiten in Kleingruppen beziehungsweise die Beschäftigung mit 2-3 Kindern beinahe unmöglich machen. Der Mangel an Personal ist dabei ein besonderes Problem, denn in einer Gruppe (ca. 19 Kinder) mit einer Kindergartenpädagogin müssen viele Bedürfnisse gleichzeitig wahrgenommen werden und Angebote mit einzelnen Kindern durchzuführen, treten hier in den Hintergrund.
  • in einem verbindlichen pädagogischen Rahmenplan, der Medienerziehung in die Förderung der Gesamtentwicklung des Vorschulbereiches berücksichtigt und einschließt.
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Teaching and Learning with the Net Generation

Wie schon berichtet, bietet das Online Journal "Innovate" regelmäßig Webcasts an, in denen verschiedenste Themen zum Lehren und Lernen mit Neuen Medien behandelt werden. Der Beitrag zur letzten Veranstaltung "Teaching and Learning with the Net Generation" (account erforderlich!) ist online verfügbar.

Barnes, Marateo und Ferris versuchen die charakteristischen Eigenschaften der Net Geners´ und deren Lernstile aufzuzeigen und diskutieren darüber, wie diese Verhaltensweisen positiv genutzt werden können.

Nicht zu unterschätzen die Feststellung der AutorInnen:

Net Geners want to learn ... but Net Geners learn differently

So wird darauf hingewiesen, dass junge Menschen heute sehr wohl wissen, wie wichtig LERNEN ist. Sie arbeiten zielgerichtet und setzen ihre Karrierewünsche vor allem mit einer guten Ausbildung in Verbindung. Sie sorgen sich sogar mehr um ihre Ausbildung, als Erwachsene dies von ihnen erwarten würden. Nur die Wege, sie sie zu Wissen kommen, haben sich in den letzten Jahren entscheidend verändert.

Having been raised in an age of media saturation and convenient access to digital technologies, Net Geners have distinctive ways of thinking, communicating, and learning (Oblinger and Oblinger 2005; Prensky 2006; Tapscott 1998)

Die Netzgeneration strebt nach Unabhängigkeit und Autonomie in ihrem Lernverhalten, was eine breite Palette an Entscheidungen und Handlungsoptionen mit sich bringt. Dadurch handeln die Mitglieder der Netgeneration überlegt in ihren Entscheidungen und wissen, welche Lerntechnik die richtige für sie ist, wie zum Beispiel das Onlinelesen von Texten oder das Arbeiten in Gruppen. Dadurch benötigt die Netgeneration viele Möglichkeiten zum selbstgesteuerten Lernen, interaktive Lernumgebungen und "persönlich bedeutungsvolle Lernerfahrungen", um nicht, wie durch viele herkömmliche Lernmethoden, gelangweilt zu werden.

Aber obwohl die Netzgeneration regelmäßig elektronische Werkzeuge nutzen, besteht vor allem ein Mangel an Informationskompetenz und kritischem Hinterfragen. Sie mögen zwar "digital natives" sein, so die Autoren, verstünden aber oft noch nicht, wie ihre Mediennutzung sich auf literacies und Lernverhalten auswirkten - wobei hier die "neuen" Herausforderungen der Erziehenden deutlich zu erkennen sind.

Die Ängste der Lehrenden beziehen sich häufig darauf, dass SchülerInnen und StudentInnen ohnehin schon vom Unterricht abgelenkt würden, etwa durch Internet oder SMS. Und obwohl neue Medien im Unterricht als brauchbare Werkzeuge gelten, nützt es nichts, Medien einzusetzen, isoliert und wenig bezogen auf die Bedürfnisse und Gewohnheiten der Lernenden. Wie viele andere Wissenschafter plädieren auch die AutorInnen zu Veränderung pädagogischer und didaktischer Ansätze, um Neue Medien "gewinnbringend" einzusetzen:

This discussion suggests that educators can best serve the needs of Net Generation learners and meet teaching goals by modifying pedagogies to accommodate Net Geners' need for independence and autonomy in learning.

Durch die Nutzung einer großen Anzahl von Medien und Medienprodukten ist Multitasking Teil der Lebensgewohnheiten der Netzgeneration geworden. Gewöhnt an mediale Reize berichten Net Geners von Langeweile bei traditionellem Unterricht, währen die Erziehenden die kurze Aufmerksamkeitsspanne der jungen Leute kritisieren.

Als Altenative zu traditionellen Lernmethoden werden zum Bespiel Webquests, also das "learning by doing" empfohlen, eine Lernstil, der bezeichnend ist für Mitglieder der Netzgeneration.

Das Internet dient als Lernwerkzeug aber vor allem auch als Möglichkeit, soziale Beziehungen zu knüpfen und zu pflegen. Die Erfolge von Facebook oder MySpace bestätigen das Bedürfnis der Netzgeneration nach sozialem, kommunikativem Austausch im Web. Verschiedene Universitäten in den USA nehmen dies zum Anlass, diese Plattformen für Unterricht und Lehre einzusetzen und zu integrieren. Indem die Online - Gewohnheiten der Netzgeneration mit klar definierten pädagogischen Zielen verknüpft werden, wird zielgerichtetes mit positiven Erfahrungen verbundenes Lernen ermöglicht.

Educators should continue to find ways to exploit the skills students develop outside of class without accommodating the habits of instant gratification and shallow thinking. To be human is to learn, and we learn from good teachers. Russell Ackoff has often noted that the current education system does not teach students how to learn (Day 2007). Today’s digital and computer technologies allow us to remedy this by giving us the tools to teach Net Geners not just what to learn but how to learn.

 

Viele der "typischen Eigenschaften" der Netzgeneration sind Institutionen und Lehrenden durchaus bewusst. Es sind auch Veränderungen spürbar, die mit einer "Öffnung des Lernens" und Veränderungen der Lehr- und Lernkulturen verbunden sind. Doch die Geschwindigkeit dieser pädagogischen und didaktischen Veränderungen hinkt der Geschwindigkeit, wie sich Technologien und Anwendungen verändern, nach und kann mit Lebens- und individuellen Lernstilen wohl kaum mehr Schritt halten. Diese Schere geht in manchen Bereichen derart auseinander, dass es vielleicht irgendwann oder bald zu einem "Crash" kommen wird...

(Alle Quellen verfügbar im Original - Artikel)

 

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Wissensbaustelle - Das (Er)Leben der Schule

Ich bin soeben auf die Wissensbaustelle gestoßen. Dabei handelt es sich um Projekt wo Schüler einer Grundschule aus ihrem Alltag (an der Schule :-) ) bloggen.

Das aus meiner Sicht Interessante daran ist, dass die Beiträge nicht von den Schülern sonderm vom Lehrer (nach einer Kontrolle) erst wirklich online gestellt werden.

Bin gespannt auf die Kommentare zu diesem Ansatz der "Medienerziehung".

(via Webszene)

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E-Learning-Trends: Wikis und Lerner-Communities gewinnen an Bedeutung

Im Newsletter E-Learning des Learning Center an der Universität St. Gallen wird eine Trendstudie zum Thema Verbreitung und Akzeptanz neuer eLearning Anwendungen vorgestellt. 51 Experten wurden auf der Learntec von MMB (Medien- und Kompetenzzentrum Essen)Interviewern während und kurz nach der Learntec 2007 befragt.

Zu den neuen Trends gehören Wikis (71 %), Online-Communities und "Open Educational Resources" (beide 56 %). Deutlich weniger Experten sehen die 3-D-Welt "Second Life" als Lernapplikation der Zukunft (33 %). Zugleich wird für 27 Prozent der Befragten "Kooperatives Lernen" und "informelles Lernen" (17 %), "E-Learning 2.0" und "Rapid E-Learning" (beide 15 %) als wichtiges Trendthema eingestuft.

Interessant dazu auch eine weiter Studie des MMB, welche die Nachfrage und Stellenwert nach E-Learning in deutschen Unternehmen untersucht (Trendstudie) und hierbei den Fokus auf die kleinen und mittleren Unternehmen legt.

Fazit: E-Learning« als technologiegetriebenesThema (nach dem bekannten Muster
»Lösung sucht Anwendung«) hat sich überholt.

Da stellt sich natürlich die Frage, ob sich einfache, schmale Social Software durchsetzen können oder ob dies eine Trenderscheinung bleibt.

 

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Schreiben lernen - besser von Hand

 

Durch den Einsatz des Computers in Volksschule und Kindergarten wird nun die Frage aufgeworfen, ob es nicht sinnvoll wäre, das Schreiben mit der Tastatur zu beginnen, es sprechen doch einige Vorteile dafür.

In der Broschüre Besser von Hand wird nun auf diese Problematik eingegangen. Die AutorInnen empfehlen das Erlernen des Schreibens mit der Hand, denn:

Wenn unsere Hand einen Stift führt, wird offensichtlich der entsprechende motorische Befehl in bestimmten Teilen der Großhirnrinde gespeichert. So entsteht ein Gedächtnis für Bewegungen und taktile Empfindungen, die zum jeweiligen Schriftzeichen gehören – die so genannten sensomotorischen Erinnerungen. Sie unterstützen das rein visuelle Wiedererkennen. Im Umkehrschluss kann die Bedeutung eines Zeichens immer auch an der jeweils zugehörigen Handbewegung erkannt werden. Experten nennen dies »kinästhetische Erleichterung«: Wir schreiben ein Wort oder zeichnen es mit den Fingern nach, um uns daran zu erinnern. Dies nützt vor allem Menschen mit einer Leseschwäche oder Patienten mit Hirnverletzungen, die nicht mehr fähig sind, Buchstaben zu erkennen. Ihre Leseleistung verbessert sich durch die motorische Nachhilfe erheblich.

Interessant ist hier, wie viele Sinneseindrücke mit dem ersten Schreiben gemacht werden (müssen), um diese Erfahrungen zu verinnerlichen.

Martin Hoffmann hat im Edublog den Artikel schon fein in kleine Einzelteile zerlegt :-), um die Übersicht zu erleichtern.

Die positiven Auswirkungen des "Schreibenlernens von Hand" mögen sicherlich stimmen, trotzdem empfehle ich zu eine Kombination von beidem. Ich glaube, dass es den Kindern auch durchaus Vorteile schafft, wenn sie frühzeitig beginnen, die Tatatur zu verwenden. Meine Beobachtungen im Kindergartenalltag haben mich zu dieser Einstellung gebracht:

  • Die Kinder erfahren, dass Worte aus verschiedenen Buchstaben bestehen. Sie lernen, zuerst ihren Namen, dann schon die Namen der ganzen Familie in Einzelteile zu zerlegen und sogar zu buchstabieren.
  • Durch die einfache Bedienung der Tastatur werden mehr Kinder in der Gruppe dazu animiert, sich für Buchstaben zu interessieren. Schon 4jährige können bald ihren eigenen Namen schreiben, was sie sehr stolz auf ihre Leistung macht.
  • Erklärt man den Kindern, wie es gelingt, Groß- und Kleinbuchstaben mit der Tastatur zu erzeugen, erkennen sie sehr bald, dass es Unterschiede gibt. Die Kinder beginnen zu vergleichen, anhand von vorgeschriebenen Worten - wo werden Großbuchstaben verwendet und wo Kleinbuchstaben.
  • Außerdem macht es Spaß, Schriftarten auszuwählen, Farbe und Größe zu bestimmen und das Ganze dann auszudrucken. Auch so werden kleine Erfolge sichtbar gemacht.