Lebenslanges Lernen

LEBENSLANGES LERNEN - LIFE LONG LEARNING

LEBENSLANGES LERNEN - LIFE LONG LEARNING

Einleitung

 Als gängige elterliche Begründung wieso man in der Schule überhaupt für Fächer wie Mathematik, Chemie oder Bildnerische Erziehung lernen sollte, bekam man als Schüler oft zu hören: ‚Kind, du lernst nicht für die Schule, du lernst für dein Leben.’

Das ‚lernen fürs Leben’ hat sich mittlerweile institutionalisiert und organisiert. Es wird unter dem diffusen Begriff, Life Long Learning’ (LLL) zusammen gefasst.

Menschen lernen von Beginn ihres Lebens bis zu ihrem Tod. Das Konzept des LLL hat sich mittlerweile im allgemeinen Bildungsangebot etabliert und wird ständig erweitert. Das lebenslange Lernen wird dadurch institutionalisiert und in eigens dafür geschaffenen Organisationen gelehrt.

 Wieso LLL?

 Der Arbeitmarkt war im letzten Jahrhundert einer radikalen Umstrukturierung und einem dynamischen Wandel unterworfen. Speziell die Arbeitnehmer wurden dadurch vor immer neue Herausforderungen gestellt. Diese Veränderung des Arbeitmarktes kann man sehr gut erkennen, wenn man sich die durchschnittliche Lebensarbeitszeit im Wandel der Zeit ansieht:

 „Lag 1906 die durchschnittliche Arbeitszeit im Jahr noch bei ca. 2900 Stunden, so waren es 1946 nur noch 2440 und 1988 nur noch 1899 Stunden. Auch die Struktur der Arbeitsplätze hat sich verändert: so wird ein Wandel konstatiert von industriellen Arbeitsplätzen hin zum Dienstleistungssektor.“

Das längere Leben

 Doch nicht nur der Arbeitsmarkt und seine Bedingungen haben sich in der letzten Zeit verändert, sondern auch die Lebens- und Erwerbsverläufe der Arbeitnehmer.

„Das alte, eindimensionale, auf Kontinuität  ausgerichtete Lebensverlaufsbild der Schule-Arbeit-Familie-Ruhestand-Sequenz gilt als überholt.“

Das Ansteigen der Lebenserwartung ist nicht nur eine Problematik mit der sich die Gesundheitspolitik, sondern auch Bildungs- und Arbeitswissenschaftler auseinander zu setzen haben.

Berufliche Weiterbildung

 Doch nicht nur die persönlichen und biologischen Vorraussetzungen haben sich im letzten Jahrhundert drastisch verändert, auch die Herausforderungen die den Arbeitnehmern gestellt werden.

Noch vor ca. 30 Jahren ging ein Arbeitnehmer mit der Erstqualifikation in Pension. So war ein gelernter Maler bis zu seiner Pensionierung Maler. Heutzutage gibt es nicht nur mehr Möglichkeiten sich an diversen Instituten weiterzubilden, sondern es wird von den Arbeitnehmern geradezu verlangt sich nicht nur weiter zu bilden, sondern sich teilweise auch umschulen zu lassen, um so für den Arbeitsmarkt noch attraktiv bzw. vermittelbar zu sein.

Der Arbeitnehmer muss möglichst viele Zusatzqualifikationen aufweisen  können, um für den Arbeitsmarkt flexibel einsetzbar zu sein bzw. zu bleiben.

Die Wissensgesellschaft

Als ein weiterer Grund für die Etablierung des LLL wird das Aufkommen einer Wissensgesellschaft in den letzten Dekaden gesehen. Wissen wird dabei als  wirtschaftliche Ressource eines jeden Menschen gesehen um auf etwaige Arbeitswechsel, Entlassungen und Umstrukturierungen im Betrieb flexibel reagieren zu können. Die Wissensgesellschaft fordert Kinder schon ab dem Kindergartenalter auf, sich weiter zu bilden.

Lernen und Studieren nach Curricula innerhalb staatlicher Bildungseinrichtungen wird heutzutage nur noch als Basisausbildung gesehen. Die skills und Kompetenzen, die auf dem Arbeitsmarkt dann wirklich entscheiden ob ich einen Arbeitsplatz bekomme oder nicht, muss ich mir privat finanzieren und außerhalb meiner Arbeitszeit oder Studien- und Lernzeit aneignen.

Ausblick

 LLL bildet schon seit einiger Zeit einen wichtigen Teil im Bildungssystem. Es schafft Möglichkeiten sich weiterzubilden, sich zu spezialisieren und sich weiter zu qualifizieren. Wie sich in den letzten Jahren gezeigt hat, wird die Nachfrage nach zusätzlichen Ausbildungen immer größer. Der (Aus-)Bildungsmarkt reagiert darauf und bietet immer mehr Kurse, Seminare oder Projektgruppen für die unterschiedlichsten Bevölkerungs- und Altersgruppen an.

Die neue Art des ‚Lehrens und Lernens’ in privaten, elitäreren Kleingruppen wird in Zukunft, speziell im städtischen Bereich weiter zu nehmen. Das LLL Konzept war in seiner ureigensten Form eigentlich als Förderungs- und Weiterbildungskonzept gedacht, doch wird es sich wohl in Zukunft, neben der staatlichen Basisausbildung immer mehr als ‚zweiter’ Bildungsweg etablieren.

Lebenslanges Lernen

Lehren und Lernen - Konzepte, Modelle und Anwendungen

Lehren und Lernen

Konzepte – Modelle – Anwendungen

1. Begrifflichkeit

Lernen:          Der Begriff Lernen ist nicht auf eine einzig wahre Definition beschränkt, sondern sehr offen zu verstehen. So kann Lernen zum Beispiel als Veränderung von Verhaltensweisen und Aufbau von Erfahrungsstrukturen gesehen werden.

Lehren:          Unter „Lehren“ wird das Aufbereiten von Lernaufgaben, Medien, Lehrformen und Lehrtätigkeiten im Hinblick auf festgelegte Lehrziele verstanden.

2. Modelle

Es gibt zahlreiche Modelle und Konzepte, die im Wandel der Zeit von den unterschiedlichsten Wissenschaftlern benannt worden sind. Im Folgenden werden 3 Modelle kurz beschrieben.

2.1 Das Berliner Modell

Das Berliner Modell wurde von Heimann, Otto und Schulz entwickelt und besagt, dass der Lehrer eine wissenschaftliche Theorie benötigt um seinen Unterricht begründen zu können.

2.2 Operante Konditionierung

Grundlegendes Ziel dieser Theorie ist die Erforschung von gesetzmäßigen Beziehungen zwischen dem Verhalten der Individuen und deren Umwelt.

Um diese Theorie zu belegen führte Skinner in den USA Untersuchungen mit Tauben und Ratten durch (Skinner-Box).

2.3 Entdeckungslernen

Das Entdeckungslernen oder „discovery learning“ nach Bruner besagt, dass die geistigen Aktivitäten des Schülers im Mittelpunkt des schulischen Lernens stehen sollten.

2.4 Anchored Instructions

Es handelt sich um einen lerntheoretischen Ansatz, der erklären soll, wie komplexe Lehr- Lernumgebungen konstruiert und im Unterricht effektiv eingesetzt werden können. Durch Problemsituationen sollen Ankerreize gesetzt werden, die die Lernenden anregen, sich mit einem Problem intensiv auseinander zu setzen.

3. Fazit

Das Bild des Lernenden und das Lernen selbst haben sich stark verändert. Der Lernende ist von der Nebenrolle des passiven Zuhörers in die einer aktiven und selbständigen so wie kritischen Hauptrolle geschlüpft. Wissen wird zunehmend praxisorientiert vermittelt und für die Schüler somit auch anwendbar gemacht.

Es soll nicht nur gewusst, sondern auch angewendet werden –so die „neue“ Devise.

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Kinder - Medien - Eltern

Beim Internetprojekt BIBER - Bildung - Beratung - Erziehung wird seit einiger Zeit fleißig gearbeitet, und regelmäßig erscheinen Beiträge und Tipps zu medienpädagogischen Themen auch den Übergang Kindergarten und Schule betreffend.

Besonders interessant habe ich den Beitrag Elternabend zum Thema Medien in Kita und Schule, der ziemlich neu eingestellt worden ist, gefunden.

Die Autorin Daniela Sauermann macht dabei vor allem auf die mediale Durchdringung (kindlicher Lebenswelten) aufmerksam und der daraus entstehenden Notwendigkeit der Elterninformation, beziehungsweise die Wichtigkeit des Informationsaustausches Kindergarten/Schule - Eltern.

In ihrem Vorschlag für einen Elternabend geht es vor allem um die Sensibilisierung der Eltern und um das medienbiografische Arbeiten mit den Erwachsenen. Indem die Eltern Verbindungen aus der eigenen Mediennutzung zur Mediennutzung ihrer Kinder entdecken und erkennen, können Vorurteile abgebaut und Unverstandenes aufgearbeitet werden. Ein Blick zurück in die eigene Kindheit ermöglicht den Erwachsenen, Verhaltensweisen und Vorlieben der Kinder in Bezug auf Medien und Medienhelden besser zu verstehen. Ziel eines solchen Elternabends ist eine reflektierte - offene aber auch kritische Sichtweise zum Thema Medien von Seiten der Erwachsenen.


Auch wenn die Ideen zum Elternabend sehr ansprechend ausgearbeitet worden sind, entdecke ich jedoch auch Probleme, die die Umsetzung im Kindergartenalltag erschweren können:

  • Was passiert, wenn es ErzieherInnen und LehrerInnen an der eigenen Medienkompetenz fehlt? (– und davon gibt es genug!!) Werden sie sich an einen solchen Elternabend wagen? Können sie die Anliegen zu den medienpädagogischen Themen, zur Medienerziehung auch "rüberbringen"?
  • Wenn KindergartenpädagogInnen und LehrerInnen an ihrer Medienkompetenz zweifeln und sich einen solchen Informationsabend nicht zutrauen, fände ich es angebracht, Unterstützung von Außen zu holen und einem Fachmann/einer Fachfrau hier die Moderation des Elternabends zu überlassen.

Im Mittelpunkt der Elternarbeit steht jedoch auf jeden Fall eine Hinführung zu einem offenen Umgang mit Medien - Medien gehören zum Alltag jeder Familie. Wichtiges Ziel dabei ist es, die Eltern auch zu kritischem Denken heranzuführen. Die Erziehenden sollten dabei die Mediennutzung ihrer Kinder sensibel beobachten und auch beeinflussen, aber ihre Vorurteile, sowie ihre persönlichen Medienvorlieben den Kindern nicht „aufzwingen“.

 

 

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Children See - Children Do

 

... einfach zum Nachdenken...auf YouTube

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Frühes Lernen sichtbar machen!

Bei der aktuellen Ausgabe des Online - Journals Bildungsforschung geht es vor allem um die Thematik des "frühen Lernens". Allzu oft sind wir KindergartenpädagogInnen und Erziehende im Vorschulbereich mit Meinungen konfrontiert, die davon ausgehen, dass die Arbeit mit Kleinkindern vor allem "Spielen" bedeute, und das wirkliche "Lernen" dann eben in der Schule beginne. So stimmt das aber nicht. Der Kindergarten als Bildungsinstitution rückt immer mehr in das Interesse der Bildungsforschung - denn - grundlegende Kompetenzen und Fähigkeiten werden eben nicht erst im Schulalter aufgebaut, sondern schon in jüngeren Jahren - und hier hat der Kindergarten die verantwortungsvolle Aufgabe, auf Begabungen und Interessen der Kinder einzugehen, um den individuellen Bedürfnissen jedes einzelnen Kindes zu entsprechen.

Keine leichte Aufgabe - und trotzdem eine schöne Herausforderung. Diana Wieden-Bischof und ich haben uns zur Thematik des frühen Lernens mit der Portfolioarbeit im Kindergarten auseinander gesetzt. Leider gibt es sehr wenige brauchbare Unterlagen und Beispiele aus der täglichen Praxis. Gemeinsam haben wir Kinder im vergangenen Kindergartenjahr begleitet und aus der täglichen Praxis der Portfolioarbeit neue Ideen und Einsatzmöglichkeiten herausgearbeitet.

Aus der Dokumentation und der regelmäßigen Reflexion der kindlichen "Lerngeschichte" kann so längerfristig ein "Arbeitsrahmen" ausgearbeitet werden, der hilft, die Praxis der Portfolioarbeit in die Kindergärten zu bringen und eine Struktur herauszuarbeiten, die einfach und übersichtlich in die tägliche Arbeit integriert werden kann.

 

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Der Weg zu einer gendersensiblen Sprache

 

Die homepage www.frauensprache.com macht auf die Notwendigkeit der gendersensiblen Sprache in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens aufmerksam. Die Ausarbeitung der Themenbereiche erfolgte nicht mit "erhobenem Zeigefinger", sondern es werden auch humorvolle Auswüchse der "Frauensprache" in die Sammlung eingebracht.

 

Besonders hilfreich finde ich den Leitfaden für gendergerechtes Formulieren, der vom Gender Mainstreaming Arbeitskreis der niederösterreichischen Landesverwaltung herausgegeben worden ist.

 

Lebenslanges Lernen

neue Online Zeitschrift: Erwachsenenbildung in Österreich

Eben kam der Newsletter von erwachsenenbildung.at mit dieser Meldung:

Mehr als 10 Jahre nach Einstellung der Zeitschrift „Erwachsenenbildung in Österreich“ gibt es wieder ein österreichbezogenes, institutionsübergreifendes Fachmedium für Erwachsenenbildung. erwachsenenbildung.at

Herausgeber sind das Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) mit dem Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (bifeb) und dem Institut EDUCON.

Das Magazin erscheint 3x jährlich und behandelt Themen wie Bildungsinformationssysteme, Berufsfeld Erwachsenenbildung, Grundlagen und Fachthemen der Erwachsenenbildung. Und das Gute daran: Alles online verfügbar.
Die Nullnummer ist bereits online und als PDF download verfügbar. Neben interessante Beiträgen zu Themen der Erwachsenenbildung in Österreich finden sich auch bereits 2 Calls für die nächsten Ausgaben.
Call for Papers #1 "Basisbildung"
Die erste Nummer des elektronischen Fachmediums der Erwachsenenbildung hat es sich zum Ziel gesetzt, einen Einblick in den gesellschaftlichen und fachlichen Diskurs zum Thema Basisbildung und Alphabetisierung zu geben. Projekte, Programme, Entwicklungen und Einschätzungen sollen dargestellt werden.

Call for Papers #2 "Anforderungen an LLL in Österreich"

Die Ausgabe Nr. 2 des Magazin erwachsenenbildung.at erscheint im Oktober 2007 und widmet sich dem Thema "Lebenslanges Lernen in Österreich - Politische, organisatorische und finanzielle Anforderungen".
(Lorenz Lassnig)
Lebenslanges Lernen

L3Lab

Eben erst entdeckt: Wolfgang Jütte (wolfgang.juette@donau-uni.ac.at)
Christian Kloyber (christian.kloyber{at}bifeb.at) bloggen zum Thema Lifelong Learning am L3Lab .Dieses Weblog ist Teil des Lifelong Learning Lab (L3L), einem Kooperationsprojekt zwischen dem Bundesinstitut für Erwachsenenbildung und der Donau-Universität Krems, Department für Weiterbildungsforschung und Bildungsmanagement.
Das L3Lab setzt sich intensiv mit Innovationskonzepten auseinander. Zu den Themenfeldern zählen insbesondere

* Innovative Lehr-Lernkulturen
* Kompetenzentwicklung
* Pädagogische Professionalität
* Entwicklungs- und Begleitforschung.
http://medienpaedagogik.kaywa.com/admin/?ID=&view=
medienpaedagogik.at/blog ADMIN

Lebenslanges Lernen

Fit fürs Informationszeitalter

Vergangenes Wochenende fand in Innsbruck die 10. Enquete im Rahmen der SENaktiv mit dem Schwerpunkt: "Internet verbindet" - Fit fürs Informationszeitalter, statt. Dass lebensbegleitendes Lernen im Medienzeitalter kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit darstellt, wurde von Dr. Carmen Stadelhofer, Erziehungswissenschaftlerin und Bildungsforscherin, in ihrem Referat einmal mehr betont. Wir müssten
"Lernen als Teil unseres Lebens begreifen"
so Stadelhofer, um in der Informationsgesellschaft bestehen und bei der Nutzung neuer Medien mithalten zu können.




Einen zentralen Stellenwert nimmt in diesem Zusammenhang der individuelle „biografische Rucksack des Lernens“ ein. In diesem „Rucksack“ befinden sich unsere lebenslang erworbenen Erfahrungen und unser Wissen, welche(s) unter anderem die Motive für einen Einstieg ins Internet bzw. die Auseinandersetzung mit den neuen Medien liefern. Im Hinblick darauf sollten Bildungsstrategien entworfen werden, die es (nicht nur) den Älteren ermöglichen, ihre bereits vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen in einer von neuen Medien beherrschten Informationsgesellschaft einzubringen und auszuschöpfen.
Ein gelungenes Beispiel dafür scheint der Verein VILE zu sein. Bei ViLE gibt es eine Reihe von realen und virtuellen Projekten, welche außer einer neuen Form des Lernens auch zum Erfahrungsaustausch der Generationen und zum gesellschaftlichen Engagement aller beitragen sollen.


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Neue Rechtschreibung


Microsoft reagiert auf die Reform der Rechtschreibreform, die mit erstem August in Österreich offiziell in Kraft getreten ist. Für Office 2003 wurde eine aktualisierte Korrekturhilfe ins Netz gestellt, nähere Infos hier.

via futureZone