Social Networks im Internet erfreuen sich auch bei uns großer Beliebtheit und werden von immer mehr Jugendlichen genutzt. Viele Erwachsene - Eltern und LehrerInnen wissen eigentlich nicht genau, wo sich ihre Kinder im Internet "herumtreiben" und betrachten das Ganze recht skeptisch.

Vanessa Van Petten (auch via elearning - blog) versucht in ihrem Video den Eltern näher zu bringen, weshalb das virtuelle Netzwerken für Teenager eine derart große Bedeutung erhalten hat und welche unterschiedliche Auffassung von "Privatsphäre" sie bei Erwachsenen und Jugendlichen erkennt.

Zeigt Vanessa Van Petten die vielen Vorteile und auch den Spaß, den das Netzwerken mit sich bringt, auf, so muss doch auch die andere Seite genauer betrachtet werden. Thomas Pleil macht sich auf seinem Blog über die Zukunft der Social Networks Gedanken und orientiert sich dabei an Charlene Li. Social Networks wie Facebook oder Xing werden demnach in Zukunft "wie Luft sein", die "lebensnotwendig" für uns sein und uns überall umgeben werden. Thomas Pleil sieht dieser Entwicklung eher skeptisch entgegen und behält sich für das virtuelle Netzwerk vor, auch mal mit Identitäten spielen zu können, oder Pseudonyme zu verwenden und pocht vor allem auch die reflektiv- kritische Nutzung der virtuellen Netzwerke.

Einen weiteren kritischen Zugang zu den Netzwerken im Web vertritt der Medienpädagoge Gerstmann, der mit gezielten Aktionen versucht, SchülerInnen, zum Nachdenken über ihr Verhalten in Sozialen Netzwerken zu bringen. Er macht die Mädchen und Jungen darauf aufmerksam, welche Folgen die Veröffentlichung von privaten Daten im Netz haben können und wie "Privates" in Social Networks auch privat gehalten werden kann.

Die Zukunft wird meiner Meinung nach noch viele Diskussionen zu diesen Themen bringen, wir Erwachsene dürfen aber nicht davon ausgehen, das das, was wir als richtig empfinden auf große Aufmerksamkeit bei den Kindern und Jugendlichen trifft, da diese wirklich eine völlig andere Einstellung zu "Privatsphäre" haben könnten, als Erwachsene. Aber durch Beispiele mit dem alltäglichen Leben oder besonderen Negativbeispielen können Kinder und Jugendliche sicher zu einem kritischen Denken angeregt werden.