Lernen und Bildung werden oft mit Anstrengung und Verpflichtung und ständigen Wiederholungen assoziiert. Die Devise von Spieleindustrien hingegen lautet „Lernen macht Spass“!  

Game- Based Learning

Ein kurze Einführung


Lernen und Bildung werden oft mit Anstrengung und Verpflichtung und ständigen Wiederholungen assoziiert. Die Devise von Spieleindustrien hingegen lautet „Lernen macht Spass“! Die Spieleindustrie hat sich die weitreichende Verbreitung mobiler Geräte wie z.B Handys, PlayStations, Ipods usw. zu Nutzen gemacht und hat somit die Idee diese Technologien für das Lernen fruchtbar zu machen, umgesetzt. Die Grundidee dabei war, dass bildschirm-, computer- oder internetbasierte Spiele dazu beitragen können, den Prozess des Lernens zu fördern und die Lernmotivation der Spielenden zu steigern. Diese Grundidee fand mit dem Begriff Game- Based Learning seinen Namen.

Heutzutage gibt es ein breites Spektrum an technologisierten Spielen, zum Beispiel Spiele, die auf traditionelle Lehrmethoden zurückgreifen oder wiederum andere, die auf das Konzept des „Edutainment“ setzen. Die einen werden im Sitzen gespielt, die anderen sind mit Körpereinsatz und Bewegung verbunden, welcher gezeigt werden muss um einen Spielerfolg zu erzielen. Dies gilt beispielsweise für die Wii von Nintendo. Im Allgemeinen wird unterschieden zwischen sogenannten Exergames, Serious games, Online games und Simulationen.

Doch welche Vorteile bringt Game- Based Learning mit sich?

Zum Einen kommt es dem Lernprozess zugute, dass der Spieler durch „Selbstbestimmtes Lernen“ selbst entscheiden kann, wie, wann, wo und warum er spielt.

Des weiteren vermuten Forscher die Entwicklung von psychomotorischen Fähigkeiten, welche sich vor allem bei Action-Spielen durch die Bedienung von Mouse, Keyboard und Joystick äußern. Die erworbenen Kompetenzen drücken sich jedoch nicht nur in psychomotorischen Fähigkeiten aus, sondern unter anderem auch durch Teamwork, Problemlösen, Leistungsbereitschaft, taktisches Denken und räumlicher Vorstellungskraft.


Kritiker des Game- Based learning hingegen sind der Meinung, dass das Ausüben einer Sportart den gleichen Effekt der Hand- Auge Koordination erzielt und noch dazu zur allgemeinen Gesundheit beiträgt. Ausserdem sei es nicht möglich in virtuellen Welten erworbene Kompetenzen in die wirkliche Welt zu transferieren.