(e)Portfolios im Kindergarten
Zu eportfolios im Kindergarten habe ich schon vor längerer Zeit einen Artikel geschrieben und mir erste Gedanken zu diesem Thema gemacht. In Kürze wird das Buch "Das Portfolio - Konzept für Kita und Kindergarten" erscheinen, auf das ich schon sehr gespannt bin.
Eine interessante Übersicht und Inhalte von Tagungsbeiträgen lassen sich hier bei Salzburchresearch finden. Auch beim edublog - bhr gab es spannende Diskussionen zum Thema ePortfolios.
Leider haben meine weiteren Recherchen keinen großen Erfolg gezeigt, und ich möchte euch deshalb um eure Hilfe bitten:
Ich habe im Kindergarten begonnen, Portfolios für einzelne Kinder zu erstellen. Durch die Dokumentation verschiedener Bereiche, wird die Entwicklung dieser Kinder transparenter. Begonnen habe ich damit, einzelne Zeichnungen und Werkarbeiten einzuscannen und zu fotografieren. Zur Sprachentwicklung habe ich schon ein paar Ideen. Vielleicht hat jemand von euch Vorschläge, wie andere Bereiche integriert werden können - ich denke da etwa an die motorische Entwicklung. Auch allgemeine Hinweise zur Portfolioarbeit wären für mich von großem Interesse. Gibt es vielleicht schon "Standards", die für den deutschsprachigen erarbeitet worden sind?
Auf jeden Fall ist es mir wichtig, auf einem "kompetenzorientierten Weg" zu bleiben, und die Kinder durch die regelmäßige Dokumentation in ihrem "Sein" zu bestärken. Ich werde es vermeiden, viele Kommentare abzugeben und versuchen, die Kinder ihre Arbeiten und Leistungen beschreiben zu lassen - größtenteils diene ich hier als "Sprachrohr" und übernehme das Tippen.
Das e der Portfolioarbeit wird hier noch beiseite gelassen, zuerst ist es für mich wichtig, eine grundlegende Vorgehensweise zu entwickeln. Auch der Datenschutz und die Privatsphäre der Kinder sind hier zu berücksichtigen.
Eine interessante Übersicht und Inhalte von Tagungsbeiträgen lassen sich hier bei Salzburchresearch finden. Auch beim edublog - bhr gab es spannende Diskussionen zum Thema ePortfolios.
Leider haben meine weiteren Recherchen keinen großen Erfolg gezeigt, und ich möchte euch deshalb um eure Hilfe bitten:
Ich habe im Kindergarten begonnen, Portfolios für einzelne Kinder zu erstellen. Durch die Dokumentation verschiedener Bereiche, wird die Entwicklung dieser Kinder transparenter. Begonnen habe ich damit, einzelne Zeichnungen und Werkarbeiten einzuscannen und zu fotografieren. Zur Sprachentwicklung habe ich schon ein paar Ideen. Vielleicht hat jemand von euch Vorschläge, wie andere Bereiche integriert werden können - ich denke da etwa an die motorische Entwicklung. Auch allgemeine Hinweise zur Portfolioarbeit wären für mich von großem Interesse. Gibt es vielleicht schon "Standards", die für den deutschsprachigen erarbeitet worden sind?
Auf jeden Fall ist es mir wichtig, auf einem "kompetenzorientierten Weg" zu bleiben, und die Kinder durch die regelmäßige Dokumentation in ihrem "Sein" zu bestärken. Ich werde es vermeiden, viele Kommentare abzugeben und versuchen, die Kinder ihre Arbeiten und Leistungen beschreiben zu lassen - größtenteils diene ich hier als "Sprachrohr" und übernehme das Tippen.
Das e der Portfolioarbeit wird hier noch beiseite gelassen, zuerst ist es für mich wichtig, eine grundlegende Vorgehensweise zu entwickeln. Auch der Datenschutz und die Privatsphäre der Kinder sind hier zu berücksichtigen.




Kommentare
Leider sind wir auch an der Pädagogischen Hochschule Rorschach noch keinen Schritt weiter gekommen bezüglich dem Eindsatz von ePortfolio im Kindergarten und der Primarschule. Wir bräuchten einfach einige so initiative Kindergärtnerinnen wie du eine bist. Falls du auf einen solch kompetenzbasierten Portfolioansatz für den Kindergarten stösst, sind wir natürlich auch sehr daran interessiert. Ich finde es wirklich sehr lobenswert, dass du den Versuch startest, für jedes Kindergartenkind ein eigenes (e)Portfolio anzulegen. Noch besser wäre es natürlich, wenn die Kids ihre eigenen Texte als Audioaufnahmen gestalten - eintippen ist ja schon noch ein wenig schwierig im Kindergarten :-) -, die Zeichnungen und Bastelarbeiten selber digitalisieren würden und diese im ePortfolio präsentieren würden. Andernfalls befürchte ich, dass du vor lauter Digitalisierungsaufgaben kaum mehr Zeit für anderes finden wirst. Der technische Lösungsansatz ist für mich klar; wenn auch ein wenig revolutionär: Handy + Konvergenz-Blog (z.B. http://meinmeerschweinchen.moblog.ch).
Gruss Martin
ich habe schon einmal auf der mlearn2006 ein projekt gesehen, in welchem die entwicklung der kinder mit hilfe von mobiltelefonen dokumentiert wurde. dabei nutzten die eltern (meist die mutter) das mobiltelefon, um alltagsszenen (spielen, laufen, ...) im eigenen heim aufzunehmen, zu kommentieren und zu dokumentieren. diese daten wurden mit hilfe einer (ich glaube) psychologin anylisiert und rückschlüsse auf die entwicklung der kinder geschlossen, um den eltern ein besseres verständnis für das verhalten der kinder zu vermitteln.
es wäre doch ein interessanter ansatz, wenn sowohl aktivitäten im kindergarten als auch aktivitäten zuhause (oder wo auch immer) in einem portfolio verfügbar sind. mir schwirren da unzählige anwendungsfälle im kopf herum, die sowohl für die pädagogen als auch für die eltern interessant sein können.
ich teile aber auch die meinung, daß dieses unterfangen mit einer menge an arbeit verbunden ist. inwiefern diese in die üblichen aufgaben integrierbar ist entzieht sich meiner kenntnis.
aber deine idee finde ich toll!!
gruß ilias
ja, ich muss sagen, es macht sehr viel Freude, die Kinder in der Reflexion ihrer Entwicklung einzubeziehen - das hat man, so finde ich, eigentlich sehr lange ausgespart und den Erwachsenen allein überlassen.
Aber ihr habt recht, es ist mit großem Aufwand verbunden und kann leicht den Rahmen der allgemeinen Vorbereitungszeit sprengen. Außerdem gibt es im Kindergarten ja noch viele andere Tätigkeiten, die zu verrichten sind.
Bei den Eltern sind die Portfolios auf großes Interesse gestoßen. Vor allem die Mütter sind wirklich gespannt, was ein "Portfolio" wohl sein könnte und fragen auch nach. Für mich ist dies eine gute Möglichkeit, Elterngespräche vorzubereiten, denn anhand des Portfolios habe ich "etwas in der Hand", das heißt, es wird nicht mehr von Entwicklung gesprochen, sondern dies ist auch wirklich dokumentiert - und das hilft den Kindergartenpädagoginnen sicher in der Arbeit mit den Eltern.
Ich verstehe aber auch alle Kindergartenpädagoginnen, die sagen "das müssen auch noch wir machen" - wenn man daran denkt, dass in Tirol eine Kürzung der Vorbereitungszeit von 9 auf 5 Stunden (für alle, die einen neuen Vertrag unterschrieben haben) vorgenommen worden ist. Hier wurde wieder mal deutlich der "Wert" des Kindergartens als Bildungsinstitution zum Ausdruck gebracht, ...