Es gab immer schon Jugendliche die einen Blödsinn machten, es steht davon in der Zeitung, das Dorf ist in Aufruhr und irgendwann ist der Fall vergessen. Sucht der oder die Jugendliche sich später einen Job, ist das auch gar kein Hindernis.
Wie Google als Jobkiller funktioniert davon gibt es in der Wirtschaftswoche einen Artikel und zahlreiche Diskussionen im Netz, z.B. hier und hier.

Ich möchte eine wahre Geschichte erzählen, wo das lange Gedächtnis des Internets und von Google die Folge sein wird.

Es war einmal ein 14 jähriges Mädchen, das einen vielleicht ein oder zwei Jahre ältern Freund hatte. Für ihren Freund machte dieses Mädchen mit ihrem Handy einen Film, in dem sie sich nackt filmte.

Die Freundschaft zerbrach, der ehemalige Freund war sehr enttäuscht darüber und schickte das Nacktvideo per Handy an einen Freund. Dieser stellte das Filmchen irgendwo ins Internet.

Eigentlich keine wirklich spannende Geschichte, aber sie nimmt noch eine Wende.

Durch die Weitergabe und der Veröffentlichung im Internet entsteht ein Straftatbestand und der Exfreund mittlerweile volljährig, wird wegen pornographischer Darstellung Minderjähriger angeklagt und auch verurteilt.

Der Film aus Liebe wandelte sich in einem Straftatsbestand für den ehemaligen Freund um.
Aus dieser Geschichte entsteht für mich die Notwendigkeit und Wichtigkeit der Aufklärung Jugendlicher bezüglich Handy- und Internetnutzung. Hier sehe ich neben der Aufgabe der Eltern, auch eine Aufgabe in Bezug auf Mediennutzung und Medienkompetenz durch die Schule.
Haben jedoch die Eltern und die Lehrer die Kompetenzen dazu? Gibt es im Lehrplan Platz und Raum für Mediennutzung und Medienkompetenz? Wer ist Vermittlung von Medienkompetenz aber auch rechtlicher Belange im Bezug auf das Internet zuständig?

Die jungen Menschen sollten eine Kompetenz des eigenverantwortliches Handelns sich im Laufe ihres Lebens aneignen, damit sie mit ihrem kreativen Arbeiten und Anwendungen mit dem Internet und dem Handy nicht später das böse Erwachen erfolgt.