Medienpädagogische Berufsfelder

Strukturen, Beispiele, Entwicklungstendenzen

 

Der Beruf der Medienpädagogik ist eine junge Disziplin, die durch mediale Anlässe aufgekommen ist. Anfang der 1980er Jahren begann die Einführung des Computers auf dem Massenmarkt und Mitte der der 1990er Jahre die verstärkten Internet- und Multimedia Anwendungen. Solche Probleme lösen bei der Gesellschaft Diskussionen um den richtigen Gebrauch dieser Medien aus. Eine weitere zentrale Fragestellung besteht darin, wie Kinder und Jugendliche von einem möglichen Missbrauch geschützt werden können.

Der Medienpädagogik fehlt, obwohl ihr teilweise eine große Bedeutung zugemessen wird noch ein festes Berufsbild- Und Heinz Moser betont die Wichtigkeit die Medienpädagogik zu integrieren und besteht auf eine Inklusion zwischen Medienpädagogik und Erziehungswissenschaften.

Die Medienpädagogik ist eine grenzüberschreitende Disziplin, die in der Familie beginnt, in der Schule fortsetzt und beim Selbstlernen in Peers endet. In der Medienpädagogik kann man in zwei großen Arbeitsfeldern unterscheiden. Auf der einen Seite stehen die Aufgaben in der Schule, die die Vermittlung von Medienkompetenz beinhaltet. Das meint die richtige Bedienung und Handhabung von Medien, aber auch den kritischen Umgang damit. Der zweite Bereich steht aus den Aufgaben im außerschulischen Bereich. Die Zielgruppe sind Kinder, Jugendliche, Eltern, Senioren oder Kinder mit Migrationshintergrund und das Ziel ist die Vermittlung von Medienkompetenz.

Auch wenn die gesellschaftliche Annerkennung in den letzten Jahren stetig gewachsen ist hat der beruf des Medienpädagogen noch keinen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Die Aufgabe des Medienpädagogen sollte es sein, die Öffentlichkeit mehr über die Chancen und die Probleme der heutigen Medienwelt zu informieren und darüber was die Medienpädagogen machen können um das zu fördern. Um diese große Skepsis abzubauen wäre es wichtig, Rahmenkompetenzen zu formulieren um dadurch auch die Eckpunkte für die Berufswahl oder die Qualifikation am Arbeitsbereich zu formulieren. Zu beachten wäre dabei, dass diese Punkte multidimensional, anpassungsfähig und stabil sind uns sich den veränderten gesellschaftlichen und medialen Rahmenbedingungen anpasst. Es ist wichtig die Leute darüber aufzuklären was die Tätigkeit ist und dass der Medienpädagoge die Medienwelt nicht manipulieren oder verändern kann, sondern nur mit dem derzeitigen Stand arbeiten kann. („Secondmaker“)

(vgl. Hugger 2008, 564ff)

Hugger, Kai-Uwe (2008): Handbuch Medienpädagogik. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften

Moriel Theresa

 

Zu unserem Thema „Medienpädagogische Berufsfelder“ interessierte mich wie in der Praxis gearbeitet wird beziehungsweise welche Praxisfelder sich auftun. Da die Medienpädagogik eine vergleichsweise junge Disziplin ist, gibt es noch die ein- oder andere Lücke zu schließen. Medienpädagogen können sowohl im Rundfunk und Fernsehen als auch im Beratungsbereich tätig sein. Es gibt ein ziemlich breites Spektrum an Arbeitsfeldern, wo sich sicher jeder ausgebildete Pädagoge mit jenem Schwerpunkt etwas finden wird. In meiner Arbeit hat mich die Auseinandersetzung mit spielsüchtigen Jugendlichen im speziellen interessiert und ich spielte ein Szenario durch wie eine Therapie mit jenem Jugendlichen ablaufen könnte – alles unter dem Gesichtspunkt zu sehen, dass ich selbst noch keine Erfahrungen in jenem Bereich aufweisen kann. Jede Sucht ist eine andere und gehört individuell betreut. Ich glaube, dass es doch sehr hilfreich sein kann, einen Medienpädagogen bei einem Therapeutenteam dabei zu haben, da sich jener in seiner Ausbildung doch viel mit den neuen Medien auseinandergesetzt hat. Ebenso interessant ist die Arbeit in Schulen und auch, nicht zu vergessen, mit alten Menschen. Viele ältere Leute haben großes Interesse an dem, für sie, neuen Medium Computer / Internet. In Senioren / Altersheimen gibt es viele Menschen, die noch geistig sehr rege sind, aber wenig Angebot vorfinden. Hier wäre es sicher eine Idee für die Zukunft, Computerräume einzurichten um den Bewohnern ihre Nachmittage interessant mitgestalten zu können.

Verena Pilgermair