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Lobbying gegen Fair Use und freie Lizenzen

Für die Vermittlung von Wissen benötigt man Unterlagen. Fair Use und offene Lizenzen helfen dabei enorm. In letzter Zeit wird aber laut William Patry still und heimlich versucht, über rechtliche Schranken eben diese Lizenzmodelle zu kippen. Dies schafft auch für Lehrende extreme Rechtsunsicherheit bei der Nutzung von (elektronischen) Lehrmaterialien und hindert sie daran, ihrer Aufgabe optimal nachzukommen.  

Zuerst vielleicht eine kleine Begriffsdefinition: 

Lobbyismus ist eine Form der Interessenvertretung in der Politik, in der Interessengruppen, die Lobbys, die Exekutive und Legislative oder die öffentliche Meinung über die Medien beeinflussen. (wikipedia.de)

William Patry, ehemaliger Rechtsprofessor und Ratgeber des US Register of Copyright  hat sich ein Leben lang mit Copyright beschäftigt. Im Moment arbeitet er als Rechtsberater für Google. In einem Artikel auf seinem Blog ortet er aktives Lobbying gegen Fair Use und Freie Lizenzen bei Regierungen und Ministerien auf der ganzen Welt.

Aber auch anderswo wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Der US Attorney General hat vollmundig verkündet, daß filesharing (nicht mehr oder weniger als ein netter Name für den elektronischen Informationsaustausch auf Dateibasis) - jetzt bitte festhalten - den internatinalen Terrorismus nützt. Wer hätte es gedacht... wenn zwei 14jährige Schülerinnen illegal Bilder ihrer Serienstars über Bittorrent, eine Filesharing Anwendung, austauschen unterstützen sie in Wirklichkeit Osama. Klingt ganz logisch.

Diese Tendenzen für die Kriminalisierung von Lehrenden und  Jugendlichen hat auch wesentliche Auswirkungen auf eLearning und verhindert eine sinnvolle Nutzung der vorhandenen Technologien, wie ein Blick nach Deutschland zeigt, wo strengere Urheberrechtsbestimmungen den Lehrbetrieb vor ganz neue Probleme stellen. Man muß aktiv aufklären, um diesen Tendenzen entgegenzuwirken.

 

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Talks Larry Lessig: How creativity is being strangled by the law

Stanford Professor Larry Lessig über User Generated Content und Copyright im READ-Write WEB auf http://www.ted.com/

Unbedingt sehenswert!

 


 


 

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CC Lizenzverletzung von Gericht bestätigt

Zum ersten Mal wurde eine Creative Commons Lizenzverletzung von einem niederländischen Gericht bestätigt.
Netzpolitik berichtet über die Lizenzverletzung:
Ein Niederländisches Gericht hat jetzt in einem Urteil die Creative Commons NC-BY-SA Lizenz bestätigt Hier ist die Begründung in Holländisch). In dem Fall Curry vs. Weekend ging es darum, dass das Magazin “Weekend” für eine Story über Adam Curry Fotos von dessen Flickr-Account verwendet hatte, welche unter der genannten Lizenz standen. Die Lizenz sieht vor, dass die Bilder zu nicht kommerziellen Zwecken verwendet werden dürfen, wenn alle Änderungen wiederum unter derselben Lizenz veröffentlicht werden. Da das Magazin eine kommerzielle Verwertung der Bilder gemacht hatte, ohne den Urheber Curry zu fragen, beging es eine Urheberrechtsverletzung.

Mal schauen, ob dieses Gerichtsurteil für folgende CC Lizenzverletzungen eine Wirkung hat. Als Kompensation muss das Magazin nun 1000€ an Curry zahlen. Wobei diese Summe eher gering für Urheberrechtsdelikte ist. Jedoch mal ein Anfang.

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qualifizierte Autoren für Wikipedia gesucht

Wikipedia sucht im akademischen Umfeld nach Autoren. Um dieses Ziel zu erreichen, veranstaltet der Verein Wikimedia Deutschland erstmals am 16. und 17. Juni in Göttingen die Wikipedia Akademy.

Dieses Projekt zielt darauf ab, die Wikipedia stärker im akademischen Umfeld zu etablieren. In Workshops und Vorträgen werden konkrete Einführungen in die Arbeitstechniken für die Erstellung und Verbesserung von Wikipedia-Artikeln für Studierende und Dozenten angeboten. Darüberhinaus bietet die Veranstaltung ein Forum zur Diskussion von Chancen und Problematiken des Einsatzes von freien Inhalten im Wissenschaftsbetrieb.

Ein interessantes Programm mit Vorträgen und Workshops wird an den zwei Tagen angeboten.

via der Standard - Innovationen

Nachtrag: je länger ich über die Wikipedia Akademy nachdenke, desto mehr denke ich an die xte Seminararbeit zum Thema y, welche von StudentInnen abgegeben wird. Wäre doch spannend mal einen Eintrag in Wikipedia zu schreiben, weiterauszuarbeiten, Fehler auszubessern,.... Die Themen sind unerschöpflich, außerdem würde diese Arbeiten dann nicht nur ein/e Professor/in lesen.
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der Vatikan versetzt das freie Wissen

Für einen nachhaltigen Umgang mit dem Wissen. Dieses Thema steht im Gegensatz zu der Nachricht zum Vorhaben des Vatikans.
THE Vatican has been accused of trying to cash in on the Pope’s words after it decided to impose strict copyright on all papal pronouncements.

For the first time all papal documents, including encyclicals, will be governed by copyright invested in the official Vatican publishing house, the Libreria Editrice Vaticana.

Georg Pleger Leiter des Arbeitskreises Creative Commons für Österreich stellte in seinem Vortrag Ceative Commons Lizenzmodelle vor. Gewählt kann unter verschiedenen Modellen werden, als Erkennungszeichen wird nach der Wahl ein Button generiert.

Georg Pleger mit einem bekannten Beispiel für freies Wissen: Wikipedia

Georg Pleger und Wikipedia



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Wenn der Button angeklickt wir, gibt es eine ausführliche Erklärung der gewählten Lizenz.