so der Titel des 2005 erschienen Buches von Karlheinz Benke.
Geographie(n) der Kinder
Findet man bei Google keine Antwort auf die Frage nach den "Geographien der Kinder", so hat sich der Autor in vielfältiger Weise mit dieser Thematik beschäftigt.
Hier eine kurze Übersicht der Themenbereiche:

Dieses Buch handelt von der der kindlich/jugendlich/en Entwicklung im Zusammenhang mit der Wahrnehmung und Nutzung von Kinderräumen bzw. von

• alternativpädagogischen Zugängen und Perspektiven
• der Bedeutung der Selbstbestimmung bei Kindern
• Neuem Lernen am Beispiel der Kinderuniversität
• realen, virtuellen und irrealen Räumen
• und beschreibt mit dem G/K-Modell (kurz für: Germteig-Käse-M.) die
Notwendigkeit von Änderungen im Zugang zu/Umgang mit Kindern und deren
individuellen Räumen.

Weiters ein Auszug aus einer Rezension:

Im Fokus dieser umfassenden, interdisziplinären Analyse stehen die Kinder, die als handelnde Individuen ihre jeweils eigenen Kindheiten inszenieren und somit zugleich auch unterschiedlichste Kinderräume erschaffen und gestalten. Förderliche Faktoren in diesem Prozeß selbstbestimmter Entwicklung sind die unmittelbare Auseinandersetzung und Erfahrung mit der Natur bzw. den sozialen Konstrukten ihrer Lebenswelten. Diese Realräume werden immer stärker konkurrenziert durch fremdbestimmte postmoderne Erlebniswelten und virtuelle Räume. Beide haben entsprechende Auswirkungen auf die Geographien der Kinder.

Rezension bei Amazon
oder:
Rezension bei socialnet

Leider habe ich dieses Buch noch nicht gelesen - trotzdem wirft es in Bezug auf "reale und virtuelle Räume von Kindern" sofort eine Frage auf:

Einerseits werden kindliche, reale Lebensräume in unserer heutigen Gesellschaft ständig verkleinert und eingeengt, man denke an mögliche Naturerfahrungen und unterschiedlichsten Räumen des Kinderspiels, in manchen Bereichen kommt es zur "Verinselung kindlicher Lebenswelten", indem Kinder in eigens für sie geschaffenen Räumen Platz finden (müssen). Andererseits werden durch Medienwelten viele neue, virtuelle Räume eröffnet und tragen - positiv betrachtet - auch zu einer Erweiterung der Lebensräume bei. Bin schon gespannt, wie der Autor diese Sichtweise vertritt und behandelt.