Über soziale Netzwerke des Web 2.0, Globalisierung und Identität
Das Individuum, die Gesellschaft und die Medien stehen untereinander in einer engen, wechselwirkenden Verbindung. Durch seine Werkzeuge versucht sich der Mensch seinem Umfeld bestmöglich anzupassen. Dasneue dominante Umfeld unserer Zeit heißt Globalisierung. Als eines der Werkzeuge,die in Anbetracht dieser neuen Herausforderung entstanden sind, können sicherlich die sozialen Werkzeuge des Web 2.0 gesehen werden. In dem dortgeschaffenen Raum, kann sich der Mensch langsam - durch die Schaffung einer Vielzahlvon „schwachen Beziehungen“(Granovetter, 1973) - an eine global vernetzte Welt gewöhnen. Der Mensch muss sich mehr und mehr auf diese sogenannten schwachen Beziehungen stützen, um andie wichtigen Informationen und Kontakte des Arbeitsmarktes zu gelangen, dievon starken Beziehungen nicht geleistet werden können. Der kleine Kreis von Personen, die bisher tragend für die Persönlichkeit waren tritt langsam in den Hintergrund.
Informationen stehen im Mittelpunkt in dieser Epoche der Globalisierung. Sie sollen, als Orientierungshilfe, die alten Weltbilder ersetzen. Doch dürfte sich dies so nicht bewerkstelligen lassen, da viele Probleme sich nicht einfach nur durch die Kenntnis vieler Informationen lösen lassen. Erst durch höhere Werte können, durch widersprüchliche Informationen auftretende Dilemmas, in einer bestmöglichen Weise gelöst werden.
LiteraturEbersbach,Anja; Glaser, Markus; Heigl, Richard (2008): Social Web. UTB.
Granovetter,M. (1973): The Strength of Weak Ties, American Journal of Sociology 78
Renner, Karl-Heinz (2005): Internet und Persönlichkeit :differentiell-psychologische und diagnostische Aspekte der Internetnutzung.Göttingen; Seattle: Hogrefe.
Röll, Franz Josef (2008): „Zur Stärke von schwachenBeziehungen - Kommunikationskultur und Gemeinschaftsbildung als Ausdruck vonIdentitätssuche“. In: Ertelt, Jürgen (2008): Web 2.0 Jugend online alspädagogische Herausforderung Navigation durch die digitale Jugendkultur. München: kopaed. S. 119-137.



