Gamebased Learning

Das Bildungscomputersoftwareprogramm

Dieses neue Bildungskonzept beschreibt eine Edutainmentsoftware, die den Unterricht durch Lehrpersonen mit einem virtuellen vollautomatischen Unterricht durch virtuelle Computergenerierte „Lehrer“ ersetzen soll. Was sind die Gründe unsere Kinder während der halben Schulzeit vor den PC zu setzen? Nicht jeder Schüler und jede Schülerin wird auf diese neue Art des Unterrichtens ansprechen. Vor allem die gut motivierten SchülerInnen einer Klasse brauchen diese Software nicht. Diese Software soll die Motivation der Schüler steigern. Die Software sollte am ende ein eigenes Universum für die Schüler geschaffen haben in der sie spielerisch lernen können. Zu diesem Spiel gehören virtuelle Belohnungen. Damit das etwas bringt braucht es für jeden Schüler einen eigenen Avatar, den er steuert und dessen Eigenschaften durch die Belohnungen verbessert werden. Die Belohnungen sollen einen praktischen Nutzen für die SchülerInnen haben und deshalb gibt es das Spiel. Alles interessante was die SchülerInnen in diesem Universum machen können ist an Aufgaben geknüpft. Diese Software sollte den nötigen Spaß und die nötige Motivation erzeugen und die Schüler zu Höchstleistungen anspornen. Es ist dann nicht mehr erforderlich, dass die Schüler alle auf einem Niveau sind, sondern jeder folgt seinen Interessen und seinen Bedürfnissen. Es soll für jeden Lerntyp gesonderte Unterrichtseinheiten geben, sodass jeder optimal gefördert wird. Auf der anderen Seite sollte es aber auch noch kompetente Lehrer geben die nun ohne zu unterrichten die Schüler erziehen. Leibesübungen und Zeichnen können nicht von einer solchen Software übernommen werden und müssten von den realen Lehrern angeboten werden. Kernpunkt der Software ist der vollkommen realistisch erscheinende virtuelle Lehrer. Wenn es gelingt einen qualitativ hochwertigen virtuellen Unterricht zu erschaffen und dadurch die Leistung der Schüler erhöht wird, dann wird alles pädagogisch Wertvolle unterteilt werden in a) von der Software vermittelbar und b) von der Software nicht vermittelbar. Überall wo die Software einen Vorteil bietet soll sie auch eingesetzt werden, alles andere übernehmen die realen Lehrer. Nun kann man darüber lange diskutieren und die vorläufig volle Ausarbeitung der Idee findet ihr auf: www.fize.org
Medienpädagogik - Allgemein

Rezeptionsästhetische Aspekte der Fernsehkommunikation

Bei der Rezeptionsästhetik spielt die Text-Zuschauer-Interaktion eine entscheidende Rolle. Denn erst in der Interaktion mit den ZuseherInnen kommt der Text zu sich selbst. Er/sie interpretiert den Text anhand von Erfahrungen aus seinem/ihrem Leben. Aber nicht nur die Interpretation spielt eine Rolle sondern auch alle anderen Aktivitäten die in der Rezeption wichtig sind. Es herrscht immer ein Wechselspiel zwischen ZuschauerIn und Text, d.h. der/die ZuschauerIn führt eine Art Dialog mit dem Text so wie es in einem Gespräch der Fall ist. Nur ist hier das Gegenüber ein Text, ein Bild oder eben ein Film welche zum Rezipienten „sprechen“. Durch diese Interaktion zwischen Text und ZuschauerIn kommt es zu einem gemeinsamen Dritten, nämlich dem rezipierten Text. Der rezipierte Text unterscheidet sich vom ursprünglichen Text, weil er durch den/die ZuschauerIn verändert wurde durch deren eigene Interpretation. Zusammenfassend kann man für die Fernsehrezeption sagen, dass sich aus der Kommunikation zwischen ZuseherIn und Film eine individuelle Auffassung des Films entwickelt hat. Diese wird dann in den Alltag getragen und dort einerseits zu einem Teil des lebensweltlichen Wissens und andererseits als Rezeptionserlebnis und –erfahrung des Rezipienten. Dabei kann es dazu kommen, dass sich beispielsweise Meinungen, Ansichten und Vorstellungen des Rezipienten verändern bzw. wieder neu begründet werden. (vgl. Mikos 2001, 71-73)

Im Grunde genommen ist das Text-Zuschauer-Verhältnis nichts anderes als die unterschiedlichen Interaktionssituationen auf die wir alltäglich treffen. Solche Situationen werden symbolisch vermittelt, durch Zeichen, die von uns rezipiert und dann interpretiert werden um einen Sinn dahinter zu finden. Dabei kommt es wie beim Lesen eines Textes oder beim schauen eines Films auf das Wissen des Rezipienten an. Weiters gibt es bestimmte kommunikative und interaktive Regeln auf die die Handelnden vertrauen können. Dieses Vertrauen ist natürlich größer wenn der Handelnde die Situation und die Möglichkeiten der Bewältigung bereits kennt. Durch unterschiedliche Erfahrungen die man in seinem/ihrem Leben, sprich im Alltag macht findet man immer wieder Wege bestimmte Situationen zu bewältigen. Dieses Wissen, welches im Alltag vermittelt wird ist lebensweltlich und kulturell vermittelt. Jeder/jede ZuschauerIn aktiviert beim Schauen eines Films dieses Wissen. „Die Film- und Fernsehtexte, als Texte in einem generalisierten Medium, sind diesen Wissenstexten des Zuschauers verhaftet, aus ihnen können sie nicht heraustreten“ (Mikos 2001, 74). Außerdem ist die Kommunikation zwischen ZuschauerIn und Text sowohl über das Wissen des/der Zuschauers/in als auch über die Situation in der die Rezeption stattfindet in den lebensweltlichen Kontext eingebunden. Somit ist „[i]m rezipierten Text lebensweltliches Wissen im Rahmen eines kulturellen Kontextes realisiert“ (ebd. 75). Das bedeutet, dass der rezipierte Text zum lebensweltlichen Kontext gehört.

Wenn nun der rezipierte Text zum lebensweltlichen Kontext gehört spricht man nicht nur mehr von Rezeption sondern auch von Fernsehaneignung. Der/die ZuseherIn übernimmt also den rezipierten Fernsehtext in den Alltag. Anders ausgedrückt, ist dies „die Folgekommunikation, die die Rezeption unweigerlich nach sich zieht“ (Mikos 2001, 142). Sendungen im Fernsehen können somit also der „Wissensvermittlung, der Identitätsarbeit, dem gemeinsamen Spaß in geselligen Runden, als Argumentationshilfe, als Autorisierung etc. dienen“ (ebd.). Die Aneignung der Fernseherzählungen muss nicht immer erst nachdem eine Sendung gesehen wurde passieren, sie kann auch schon während der Rezeption vor dem Bildschirm geschehen. Angenommen es sitzen mehrere Personen vor dem Fernseher und sie tauschen sich über das, was sie im Fernsehen anschauen aus.

 

Schule und Medien

One Laptop Per Child

One Laptop Per Child ist eine Non-Profit-Organisation, dessen Ziel es ist, Kinder in Entwicklungsländern mit speziellen Laptops auszustatten, die es ihnen ermöglicht einen besseren Zugang zum Lernen zu haben. Das Projekt ist auch bekannt unter den Namen „100 Dollar Laptop“ und wurde von dem Informatiker und Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT), Nicholas Negroponte gegründet.

Der Laptop ist preiswert und verbraucht nur wenig Energie. Die Kinder können mit dem Laptop unter anderem Spiele spielen, Vokabeln lernen, Rechnen üben und Fotos schießen. Die Idee zu dem Projekt bekam Nicholas Negroponte als er 2002 aus erster Hand erfuhr, wie sehr sich das Leben einiger Kinder und deren Familien in Kambodscha, durch vernetzte Laptops verändert hat. Um das versteckte Potenzial dieser Kinder aufzudecken und ihnen eine bessere Zukunft zu gewährleisten, hat er das One Laptop Per Child- Projekt in die Welt gerufen und hilft somit vielen Kindern aus Entwicklungsländern zum Wissen leichteren Zugang zu haben und sich selbst zu entfalten.

  Vgl. One Laptop Per Child, Homepage. URL: http://laptop.org/en/vision/mission/index.shtml (Stand: 24.01.10)

Claudia Valenti

 

Als wir mit unserer Arbeit begonnen haben, waren wir ganz begeistert, von der Vorstellung, dass mit diesem Projekt viele Kinder, die sonst nie die Möglichkeit hätten, einen Computer zu haben, plötzlich die Chance erhalten all die Vor- und Nachteile eines Computers und auch des Internets zu erfahren. Sie können sich weltweit miteinander vernetzten, Dokumente austauschen, und auch miteinander an Projekten arbeiten.

Leider wurde unsere anfängliche Euphorie auch etwas eingebremst. Wir haben erfahren, dass die Computer zwar in vielen Ländern bereits eingesetzt werden, aber lange nicht in allen so benützt werden, wie ursprünglich geplant. Es ist mit viel Arbeit verbunden, bis alle Lehrer, Schüler und auch die Eltern aufgeklärt werden, um die Vorteile des Projekts nicht nur zu erkennen, sondern auch umsetzten zu können. Ein weiteres Problem das aufgetaucht ist, ist, dass lange nicht alle der Schulen einen Internetzugang haben. Das führt natürlich dazu, dass die Vernetzung nicht ganz so klappt, wie ursprünglich geplant.

Wir hoffen, dass der Laptop wenigstens ein kleiner Beitrag dazu ist, dass den Kindern ein anderer Zugang zum Lernen geboten wird, den sie sonst niemals hätten.

Nadine Kienreich

 

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Personalisiertes Lernen heute

Wenn man an personalisiertes Lernen denkt, scheint es einfach es zu definieren. Das Lernen, das auf die Person zugeschnitten wird. Doch je länger man sich mit diesem Thema beschäftigt, umso weitläufiger scheint es zu sein. Montessori und Summerhill Schulen sind nur zwei Beispiele von vielen, die für das individuelle Lernen einstehen. Schon früher beschäftigten sich Pädagogen und Philosophen wie Rousseau oder Pestalozzi mit der Erziehung und der Entwicklung der Kinder. Auch heute ist man darauf bedacht Konzepte zu entwickeln, um Kindern eine Zukunft zu sichern und sie explizit darauf vorzubereiten. Und da wir heute in einem Zeitalter der Technologien leben, scheint es als selbstverständlich zu sein, mit den Medien zu arbeiten. Personalisiertes Lernen hat zwei Formen. Einmal gibt es einen Lernenden, der sein Lernen selbständig plant und organisiert. Dann gibt es noch die Gruppenversion: Eine Gruppe von Lernenden, die das gemeinsame Lernen in Zusammenarbeit organisiert. Durch die moderne Technik ist es heute möglich die zwei Formen des Personalisierten Lernens miteinander zu kombinieren. Ein Lernender kann sich zu Hause mit einem Thema auseinandersetzen und dann über virtuelle Lernwelten im Internet mit anderen Lernenden und Experten in Kontakt treten. Diese virtuelle Lernwelten erweitern den Begriff der Lerngruppe: Die Lerngruppe muss nicht mehr an einem gewissen Ort zusammenkommen um sich austauschen zu können, sondern kann dies ortsunabhängig machen.

Unserer Meinung nach wird personalisiertes Lernen immer wichtiger. In einer Zeit immer schneller wachsenden Technologien und der Globalisierung ist es notwendig, dass sich die einzelnen Generationen dem Wandel der Zeit anpassen, um sich in der Welt zu behaupten. Personalisiertes Lernen soll dabei helfen, individuell zu lernen. Jeder Mensch lernt anders, das Vorwissen spielt eine Rolle und auch die Gesamtverfassung des Einzelnen. So gesehen ist es nur sinnvoll, dass jeder, egal ob Kind oder Erwachsene, selbst entscheiden kann, was er wann und wie lernt.

Johanna Murer und Martina Roßbach

Creative Commons

Medienpädagogische Berufsfelder

Medienpädagogische Berufsfelder

Strukturen, Beispiele, Entwicklungstendenzen

 

Der Beruf der Medienpädagogik ist eine junge Disziplin, die durch mediale Anlässe aufgekommen ist. Anfang der 1980er Jahren begann die Einführung des Computers auf dem Massenmarkt und Mitte der der 1990er Jahre die verstärkten Internet- und Multimedia Anwendungen. Solche Probleme lösen bei der Gesellschaft Diskussionen um den richtigen Gebrauch dieser Medien aus. Eine weitere zentrale Fragestellung besteht darin, wie Kinder und Jugendliche von einem möglichen Missbrauch geschützt werden können.

Der Medienpädagogik fehlt, obwohl ihr teilweise eine große Bedeutung zugemessen wird noch ein festes Berufsbild- Und Heinz Moser betont die Wichtigkeit die Medienpädagogik zu integrieren und besteht auf eine Inklusion zwischen Medienpädagogik und Erziehungswissenschaften.

Die Medienpädagogik ist eine grenzüberschreitende Disziplin, die in der Familie beginnt, in der Schule fortsetzt und beim Selbstlernen in Peers endet. In der Medienpädagogik kann man in zwei großen Arbeitsfeldern unterscheiden. Auf der einen Seite stehen die Aufgaben in der Schule, die die Vermittlung von Medienkompetenz beinhaltet. Das meint die richtige Bedienung und Handhabung von Medien, aber auch den kritischen Umgang damit. Der zweite Bereich steht aus den Aufgaben im außerschulischen Bereich. Die Zielgruppe sind Kinder, Jugendliche, Eltern, Senioren oder Kinder mit Migrationshintergrund und das Ziel ist die Vermittlung von Medienkompetenz.

Auch wenn die gesellschaftliche Annerkennung in den letzten Jahren stetig gewachsen ist hat der beruf des Medienpädagogen noch keinen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Die Aufgabe des Medienpädagogen sollte es sein, die Öffentlichkeit mehr über die Chancen und die Probleme der heutigen Medienwelt zu informieren und darüber was die Medienpädagogen machen können um das zu fördern. Um diese große Skepsis abzubauen wäre es wichtig, Rahmenkompetenzen zu formulieren um dadurch auch die Eckpunkte für die Berufswahl oder die Qualifikation am Arbeitsbereich zu formulieren. Zu beachten wäre dabei, dass diese Punkte multidimensional, anpassungsfähig und stabil sind uns sich den veränderten gesellschaftlichen und medialen Rahmenbedingungen anpasst. Es ist wichtig die Leute darüber aufzuklären was die Tätigkeit ist und dass der Medienpädagoge die Medienwelt nicht manipulieren oder verändern kann, sondern nur mit dem derzeitigen Stand arbeiten kann. („Secondmaker“)

(vgl. Hugger 2008, 564ff)

Hugger, Kai-Uwe (2008): Handbuch Medienpädagogik. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften

Moriel Theresa

 

Zu unserem Thema „Medienpädagogische Berufsfelder“ interessierte mich wie in der Praxis gearbeitet wird beziehungsweise welche Praxisfelder sich auftun. Da die Medienpädagogik eine vergleichsweise junge Disziplin ist, gibt es noch die ein- oder andere Lücke zu schließen. Medienpädagogen können sowohl im Rundfunk und Fernsehen als auch im Beratungsbereich tätig sein. Es gibt ein ziemlich breites Spektrum an Arbeitsfeldern, wo sich sicher jeder ausgebildete Pädagoge mit jenem Schwerpunkt etwas finden wird. In meiner Arbeit hat mich die Auseinandersetzung mit spielsüchtigen Jugendlichen im speziellen interessiert und ich spielte ein Szenario durch wie eine Therapie mit jenem Jugendlichen ablaufen könnte – alles unter dem Gesichtspunkt zu sehen, dass ich selbst noch keine Erfahrungen in jenem Bereich aufweisen kann. Jede Sucht ist eine andere und gehört individuell betreut. Ich glaube, dass es doch sehr hilfreich sein kann, einen Medienpädagogen bei einem Therapeutenteam dabei zu haben, da sich jener in seiner Ausbildung doch viel mit den neuen Medien auseinandergesetzt hat. Ebenso interessant ist die Arbeit in Schulen und auch, nicht zu vergessen, mit alten Menschen. Viele ältere Leute haben großes Interesse an dem, für sie, neuen Medium Computer / Internet. In Senioren / Altersheimen gibt es viele Menschen, die noch geistig sehr rege sind, aber wenig Angebot vorfinden. Hier wäre es sicher eine Idee für die Zukunft, Computerräume einzurichten um den Bewohnern ihre Nachmittage interessant mitgestalten zu können.

Verena Pilgermair

Lebenslanges Lernen

LEBENSLANGES LERNEN - LIFE LONG LEARNING

LEBENSLANGES LERNEN - LIFE LONG LEARNING

Einleitung

 Als gängige elterliche Begründung wieso man in der Schule überhaupt für Fächer wie Mathematik, Chemie oder Bildnerische Erziehung lernen sollte, bekam man als Schüler oft zu hören: ‚Kind, du lernst nicht für die Schule, du lernst für dein Leben.’

Das ‚lernen fürs Leben’ hat sich mittlerweile institutionalisiert und organisiert. Es wird unter dem diffusen Begriff, Life Long Learning’ (LLL) zusammen gefasst.

Menschen lernen von Beginn ihres Lebens bis zu ihrem Tod. Das Konzept des LLL hat sich mittlerweile im allgemeinen Bildungsangebot etabliert und wird ständig erweitert. Das lebenslange Lernen wird dadurch institutionalisiert und in eigens dafür geschaffenen Organisationen gelehrt.

 Wieso LLL?

 Der Arbeitmarkt war im letzten Jahrhundert einer radikalen Umstrukturierung und einem dynamischen Wandel unterworfen. Speziell die Arbeitnehmer wurden dadurch vor immer neue Herausforderungen gestellt. Diese Veränderung des Arbeitmarktes kann man sehr gut erkennen, wenn man sich die durchschnittliche Lebensarbeitszeit im Wandel der Zeit ansieht:

 „Lag 1906 die durchschnittliche Arbeitszeit im Jahr noch bei ca. 2900 Stunden, so waren es 1946 nur noch 2440 und 1988 nur noch 1899 Stunden. Auch die Struktur der Arbeitsplätze hat sich verändert: so wird ein Wandel konstatiert von industriellen Arbeitsplätzen hin zum Dienstleistungssektor.“

Das längere Leben

 Doch nicht nur der Arbeitsmarkt und seine Bedingungen haben sich in der letzten Zeit verändert, sondern auch die Lebens- und Erwerbsverläufe der Arbeitnehmer.

„Das alte, eindimensionale, auf Kontinuität  ausgerichtete Lebensverlaufsbild der Schule-Arbeit-Familie-Ruhestand-Sequenz gilt als überholt.“

Das Ansteigen der Lebenserwartung ist nicht nur eine Problematik mit der sich die Gesundheitspolitik, sondern auch Bildungs- und Arbeitswissenschaftler auseinander zu setzen haben.

Berufliche Weiterbildung

 Doch nicht nur die persönlichen und biologischen Vorraussetzungen haben sich im letzten Jahrhundert drastisch verändert, auch die Herausforderungen die den Arbeitnehmern gestellt werden.

Noch vor ca. 30 Jahren ging ein Arbeitnehmer mit der Erstqualifikation in Pension. So war ein gelernter Maler bis zu seiner Pensionierung Maler. Heutzutage gibt es nicht nur mehr Möglichkeiten sich an diversen Instituten weiterzubilden, sondern es wird von den Arbeitnehmern geradezu verlangt sich nicht nur weiter zu bilden, sondern sich teilweise auch umschulen zu lassen, um so für den Arbeitsmarkt noch attraktiv bzw. vermittelbar zu sein.

Der Arbeitnehmer muss möglichst viele Zusatzqualifikationen aufweisen  können, um für den Arbeitsmarkt flexibel einsetzbar zu sein bzw. zu bleiben.

Die Wissensgesellschaft

Als ein weiterer Grund für die Etablierung des LLL wird das Aufkommen einer Wissensgesellschaft in den letzten Dekaden gesehen. Wissen wird dabei als  wirtschaftliche Ressource eines jeden Menschen gesehen um auf etwaige Arbeitswechsel, Entlassungen und Umstrukturierungen im Betrieb flexibel reagieren zu können. Die Wissensgesellschaft fordert Kinder schon ab dem Kindergartenalter auf, sich weiter zu bilden.

Lernen und Studieren nach Curricula innerhalb staatlicher Bildungseinrichtungen wird heutzutage nur noch als Basisausbildung gesehen. Die skills und Kompetenzen, die auf dem Arbeitsmarkt dann wirklich entscheiden ob ich einen Arbeitsplatz bekomme oder nicht, muss ich mir privat finanzieren und außerhalb meiner Arbeitszeit oder Studien- und Lernzeit aneignen.

Ausblick

 LLL bildet schon seit einiger Zeit einen wichtigen Teil im Bildungssystem. Es schafft Möglichkeiten sich weiterzubilden, sich zu spezialisieren und sich weiter zu qualifizieren. Wie sich in den letzten Jahren gezeigt hat, wird die Nachfrage nach zusätzlichen Ausbildungen immer größer. Der (Aus-)Bildungsmarkt reagiert darauf und bietet immer mehr Kurse, Seminare oder Projektgruppen für die unterschiedlichsten Bevölkerungs- und Altersgruppen an.

Die neue Art des ‚Lehrens und Lernens’ in privaten, elitäreren Kleingruppen wird in Zukunft, speziell im städtischen Bereich weiter zu nehmen. Das LLL Konzept war in seiner ureigensten Form eigentlich als Förderungs- und Weiterbildungskonzept gedacht, doch wird es sich wohl in Zukunft, neben der staatlichen Basisausbildung immer mehr als ‚zweiter’ Bildungsweg etablieren.

Mobilearning

Mobiles Lernen

Als Lehrer stand ich dem Thema „Mobiles – Lernen“ anfangs gespalten gegenüber.

Einerseits interessieren mich alle Lern- und Lehrtheorien, die es den Schülern erleichtern den vorgeschriebenen Lehrinhalt leichter zu erlernen, beziehungsweise den Behaltewert zu erhöhen, und andererseits steht das Verbot der Handybenutzung im Unterricht an unserer Schule dem ablehnend gegenüber. Ich versucht hier einen Weg zu finden, bei dem sich die möglichen Aufgaben und das Verbot nicht blockieren, und nach einer kurzen Vorstellung der geplanten Vorgehensweise in der Klasse, einigten wir uns darauf das Kleinprojekt, wie von mir vorgesehen durchzuführen.


 Häufig verwendet man im deutschsprachigen Raum neben der Bezeichnung „Mobiles Lernen“ auch noch die Synonyme „mobile learning“ oder „M-Learning. Unter mobilem Lernen versteht man das Lernen, das sehr stark an die Verwendung von mobilen Endgeräten und Softwareanwendungen gebunden ist. Mobiles Lernen ist ein Teilbereich von e-learning und e-education.

                Hug, Theo, 2009, Kai-Uwe Hugger & Markus Walber (Hrsg.): Digitale Lernwelten. Wiesbaden: VS,


 

Mobiles Lernen ist aber damit verbunden, dass die Nutzer eindeutig die Möglichkeit haben sich die dazu benötigten technischen Gerätschaften wie, Mobiltelefone, Laptop oder Notebooks mit uneingeschränktem Internetzugang oder PC-Tablets, leisten zu können, und diese Geräte uneingeschränkt und den Anforderungen gerecht nutzen zu können.


 Im Zusammenhang mit dem „Mobilen Lernen“ und den damit verbundenen, relativ kleinen Lerneinheiten und zeitlich begrenzten Lernaktivitäten kann man hier den Begriff des „Mikrolernens“ verwenden.

Zunächst ist darunter eine Sammelbezeichnung zu verstehen für verschiedene informelle Lernaktivitäten im Kontext von Social Software Anwendungen, inzidentelles Lernen mit digitalen Medien, mechanistisches Lernen mit „Lernobjekten“, SMS-Anwendungen, etc..

(vgl. Hug/Friesen 2007).

Nach Abschuss war dies ein gelungenes Kleinprojekt, welches sicher in einer ähnlichen Form eine Fortsetzung findet. Meine Schüler und natürlich auch ich waren mit einer Begeisterung bei der Sache, was letztlich auch zu einem, für mich positiven Abschluss führte. Ich möchte hier auch noch kurz auf drei Punkte eingehen, die man meiner Meinung nach nicht ganz außeracht lassen sollte.

Zu bedenken ist sicher, erstens, der finanzielle Aufwand, der sich durch das Verschicken von Daten mittels SMS ergibt. Die Lösung mit den Preisen, wie ich dies in meinem Projekt gehandhabt habe, ist sicher eine Option für ein Pilotprojekt, sicher aber nicht durchführbar, wenn man alles auf die Hoffnung nach Sponsoren aufbaut. Sollte die Schule ein solches Projekt finanzieren, senkt man dadurch meiner Meinung nach zwar den persönlichen, finanziellen Aufwand, sieht sich aber dann sicher mit einem erhöhtem zeitlichen Aufwand für Dokumentationen und anderen bürokratischen Aufgaben konfrontiert.


 

Vergleicht man den, zweitens, zeitlichen Aufwand in der Vorbereitung, den man hierfür aufbringt, unterscheidet es sich meiner Meinung nach für den Lehrer kaum von dem einer herkömmlichen Aufgabe. Der Lehrer muss sich lediglich an die Zeiten halten, welche er den Schülern im Idealfall eingegrenzt vorgibt, auch wenn diese außerhalb seiner Dienstzeit liegen. Der zeitliche Aufwand erhöht sich aber mit Sicherheit, sollt man gezwungen sein alle Schritte auf das Genaueste dokumentieren zu müssen, und man sich auf Grund von staatlichen Förderungen mit einem zusätzlichen bürokratischen Aufgaben konfrontiert sieht.

 

Meiner Einschätzung nach ist, drittens, die Nachhaltigkeit für die Schüler gegeben, da sie zum Beispiel, durch das Umsetzen einer meiner gestellten Aufgaben, in Zukunft beim Einkaufen besser wissen worauf sie achten müssen, und wo sie Informationen zu den einzelnen Produkten finden, denn dies wurde mir beim Abschlussgespräch in der Klasse bestätigt.
Ich mache es sicher wieder
social software web 2.0

Über soziale Netzwerke des Web 2.0, Globalisierung und Identität

Globalisierung ist in aller Munde. Die Welt öffnet sich. Der Blick des Menschen fällt nun nicht mehr bloß auf seine nähere Umgebung, sondernauch auf globale Thematiken und Probleme. Er muss sich einer großen Anzahl vonMitbestreitern stellen. Da die Sicherheit auf dem Arbeitsmarkt, aber auch jeglicher sonstigen Beziehungen, nicht mehr als gewährleistet gilt, wird suggeriert, dass jeder selbst für seine Zukunft in der Verantwortung steht. Gefordert wird der flexible Mensch. Kein Mensch mit der stabilen Identität, sondern viel mehr ein Individuum mit der Möglichkeit, sich in den verschiedensten Kontexten zurechtzufinden undanzupassen. Also: ein Mensch mit „Teil-Identitäten“.

Das Individuum, die Gesellschaft und die Medien stehen untereinander in einer engen, wechselwirkenden Verbindung. Durch seine Werkzeuge versucht sich der Mensch seinem Umfeld bestmöglich anzupassen. Dasneue dominante Umfeld unserer Zeit heißt Globalisierung. Als eines der Werkzeuge,die in Anbetracht dieser neuen Herausforderung entstanden sind, können sicherlich die sozialen Werkzeuge des Web 2.0 gesehen werden. In dem dortgeschaffenen Raum, kann sich der Mensch langsam - durch die Schaffung einer Vielzahlvon „schwachen Beziehungen“(Granovetter, 1973) - an eine global vernetzte Welt gewöhnen. Der Mensch muss sich mehr und mehr auf diese sogenannten schwachen Beziehungen stützen, um andie wichtigen Informationen und Kontakte des Arbeitsmarktes zu gelangen, dievon starken Beziehungen nicht geleistet werden können. Der kleine Kreis von Personen, die bisher tragend für die Persönlichkeit waren tritt langsam in den Hintergrund.

Informationen stehen im Mittelpunkt in dieser Epoche der Globalisierung. Sie sollen, als Orientierungshilfe, die alten Weltbilder ersetzen. Doch dürfte sich dies so nicht bewerkstelligen lassen, da viele Probleme sich nicht einfach nur durch die Kenntnis vieler Informationen lösen lassen. Erst durch höhere Werte können, durch widersprüchliche Informationen auftretende Dilemmas, in einer bestmöglichen Weise gelöst werden.

Literatur

Ebersbach,Anja; Glaser, Markus; Heigl, Richard (2008): Social Web. UTB.

Granovetter,M. (1973): The Strength of Weak Ties, American Journal of Sociology 78

Renner, Karl-Heinz (2005): Internet und Persönlichkeit :differentiell-psychologische und diagnostische Aspekte der Internetnutzung.Göttingen; Seattle: Hogrefe.

Röll, Franz Josef (2008): „Zur Stärke von schwachenBeziehungen - Kommunikationskultur und Gemeinschaftsbildung als Ausdruck vonIdentitätssuche“. In: Ertelt, Jürgen (2008): Web 2.0 Jugend online alspädagogische Herausforderung Navigation durch die digitale Jugendkultur. München: kopaed. S. 119-137.

eLearning

Die Nutzung und Wahrnehmung des Web 2.0 und deren Implikationen für die Konzeptionen des E-Learnings und neuer Lerntools

1. Eigenschaften des Web 2.0
·         Das Web ist eine Plattform ähnlich wie ein Betriebssystem.
·         Kollektive Intelligenz impliziert Nutzerdaten und Nutzeraktionen.
·         Daten sind wichtiger als einzelne Anwendungen.
·         Die Anwendungen unterliegen dauernder Weiterentwicklung.
·         Anwendungen werden geräteübergreifend hinweg zugänglich gemacht. (Die gleiche Anwendung funktioniert für mehrere Geräte wie Handy und Ipod.)

·         Dynamische Benutzerschnittstellen stellen eine Rich User Experience dar


 2. Definition E-Learning
Definition von E-Learrning nach  Michael Kerres :

 Unter E-Learning (engl.electronic learning = „elektronisch unterstütztes Lernen“, wörtlich: „elektronisches Lernen“), auch  E-Lernen (E-Didaktik) „werden alle Formen von Lernen verstanden, bei denen elektronische oder digitale Medien für die Präsentation und Distribution von Lernmaterialien und/oder zur Unterstützung zwischenmenschlicher Kommunikation zum Einsatz kommen“. (http://de.wikipedia.org/wiki/E-Learning, 12.12.09)


 3. Implikationen des Web 2.0 für das E-Learning
Die Veränderungen der Wahrnehmung und Nutzung des Internets unterscheiden sich laut Michael Kerres in drei Grenzen:
User versus Autor: im Web 2.0-keine eindeutige Grenze zwischen User und Autor (User wird zum Autor)
Lokal versus entfernt: früher wurden Daten lokal auf einem Rechner gespeichert - heute auf Servern
Privat versus öffentlich: das Empfinden von Privacy ändert sich-das Private wird mehr zum Öffentlichen
4. Formen des E-Learnings

 

·         Content sharing
·         Learning Communities
·         Virtual Classroom
·         Blended Learning
·         Web-based- Collaboration
·         Whiteboard
·         Mikrolernen
·         Prozessvisualisierungen modularer Inhalte im Rahmen von E-Learning
·         3D-Infrastrukur-Plattformen

 

5. E-Learning Tools
·          Das  Werkzeug sollte über eine größere Benutzerzahl in verschiedenen Einrichtungen verfügen.
·          Das Werkzeug sollte sich in der Hard- und Softwarewelt der Hochschule technisch und organisatorisch effizient anwenden lassen.
·          Es sollte sich beim Werkzeug um eine open source Entwicklung mit einer lebendigen Community handeln, die ständig weiterentwickelt wird.

·          Das Werkzeug sollte sowohl national als auch international an mehreren Bildungseinrichtungen genutzt werden, so dass eine gewisse Langlebigkeit der Anwendung gewährleistet werden kann.


 6. Ausblick

Das E-Learning hat sowohl Vorteile, als auch Nachteile. Die wichtigsten Vorteile, die das E-Learning bietet sind: eine reduzierte Präsenzzeit, die Zusammenarbeit kann asynchron und standortunabhängig erfolgen, das Arbeitstempo ist individuell. Weiters fördert das E-Learning selbstständiges, aktives und konstruktivistisches Arbeiten. Nachteile sind dagegen die hohe Selbstorganisation und Disziplin, die das  E-Learning erfordert.  Es ist ebenso zu bedenken, dass nicht jeder Lernstoff via E-Learning vermittelbar ist und dass reale soziale Kontakte durch diese digitale Form des Lernens verloren gehen können. Einige der gennannten Nachteile können jedoch durch eine Kombination von Präsenzlernen und E-Learning aufgehoben werden. Das E-Learning kann traditionelle Bildungsformen nicht gänzlich ersetzen und wird heute eher als Unterstützung geschätzt.

Quellen: siehe schriftliche Arbeit

Lebenslanges Lernen

Lehren und Lernen - Konzepte, Modelle und Anwendungen

Lehren und Lernen

Konzepte – Modelle – Anwendungen

1. Begrifflichkeit

Lernen:          Der Begriff Lernen ist nicht auf eine einzig wahre Definition beschränkt, sondern sehr offen zu verstehen. So kann Lernen zum Beispiel als Veränderung von Verhaltensweisen und Aufbau von Erfahrungsstrukturen gesehen werden.

Lehren:          Unter „Lehren“ wird das Aufbereiten von Lernaufgaben, Medien, Lehrformen und Lehrtätigkeiten im Hinblick auf festgelegte Lehrziele verstanden.

2. Modelle

Es gibt zahlreiche Modelle und Konzepte, die im Wandel der Zeit von den unterschiedlichsten Wissenschaftlern benannt worden sind. Im Folgenden werden 3 Modelle kurz beschrieben.

2.1 Das Berliner Modell

Das Berliner Modell wurde von Heimann, Otto und Schulz entwickelt und besagt, dass der Lehrer eine wissenschaftliche Theorie benötigt um seinen Unterricht begründen zu können.

2.2 Operante Konditionierung

Grundlegendes Ziel dieser Theorie ist die Erforschung von gesetzmäßigen Beziehungen zwischen dem Verhalten der Individuen und deren Umwelt.

Um diese Theorie zu belegen führte Skinner in den USA Untersuchungen mit Tauben und Ratten durch (Skinner-Box).

2.3 Entdeckungslernen

Das Entdeckungslernen oder „discovery learning“ nach Bruner besagt, dass die geistigen Aktivitäten des Schülers im Mittelpunkt des schulischen Lernens stehen sollten.

2.4 Anchored Instructions

Es handelt sich um einen lerntheoretischen Ansatz, der erklären soll, wie komplexe Lehr- Lernumgebungen konstruiert und im Unterricht effektiv eingesetzt werden können. Durch Problemsituationen sollen Ankerreize gesetzt werden, die die Lernenden anregen, sich mit einem Problem intensiv auseinander zu setzen.

3. Fazit

Das Bild des Lernenden und das Lernen selbst haben sich stark verändert. Der Lernende ist von der Nebenrolle des passiven Zuhörers in die einer aktiven und selbständigen so wie kritischen Hauptrolle geschlüpft. Wissen wird zunehmend praxisorientiert vermittelt und für die Schüler somit auch anwendbar gemacht.

Es soll nicht nur gewusst, sondern auch angewendet werden –so die „neue“ Devise.