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Medienpädagogische Berufsfelder

Medienpädagogische Berufsfelder

Strukturen, Beispiele, Entwicklungstendenzen

 

Der Beruf der Medienpädagogik ist eine junge Disziplin, die durch mediale Anlässe aufgekommen ist. Anfang der 1980er Jahren begann die Einführung des Computers auf dem Massenmarkt und Mitte der der 1990er Jahre die verstärkten Internet- und Multimedia Anwendungen. Solche Probleme lösen bei der Gesellschaft Diskussionen um den richtigen Gebrauch dieser Medien aus. Eine weitere zentrale Fragestellung besteht darin, wie Kinder und Jugendliche von einem möglichen Missbrauch geschützt werden können.

Der Medienpädagogik fehlt, obwohl ihr teilweise eine große Bedeutung zugemessen wird noch ein festes Berufsbild- Und Heinz Moser betont die Wichtigkeit die Medienpädagogik zu integrieren und besteht auf eine Inklusion zwischen Medienpädagogik und Erziehungswissenschaften.

Die Medienpädagogik ist eine grenzüberschreitende Disziplin, die in der Familie beginnt, in der Schule fortsetzt und beim Selbstlernen in Peers endet. In der Medienpädagogik kann man in zwei großen Arbeitsfeldern unterscheiden. Auf der einen Seite stehen die Aufgaben in der Schule, die die Vermittlung von Medienkompetenz beinhaltet. Das meint die richtige Bedienung und Handhabung von Medien, aber auch den kritischen Umgang damit. Der zweite Bereich steht aus den Aufgaben im außerschulischen Bereich. Die Zielgruppe sind Kinder, Jugendliche, Eltern, Senioren oder Kinder mit Migrationshintergrund und das Ziel ist die Vermittlung von Medienkompetenz.

Auch wenn die gesellschaftliche Annerkennung in den letzten Jahren stetig gewachsen ist hat der beruf des Medienpädagogen noch keinen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Die Aufgabe des Medienpädagogen sollte es sein, die Öffentlichkeit mehr über die Chancen und die Probleme der heutigen Medienwelt zu informieren und darüber was die Medienpädagogen machen können um das zu fördern. Um diese große Skepsis abzubauen wäre es wichtig, Rahmenkompetenzen zu formulieren um dadurch auch die Eckpunkte für die Berufswahl oder die Qualifikation am Arbeitsbereich zu formulieren. Zu beachten wäre dabei, dass diese Punkte multidimensional, anpassungsfähig und stabil sind uns sich den veränderten gesellschaftlichen und medialen Rahmenbedingungen anpasst. Es ist wichtig die Leute darüber aufzuklären was die Tätigkeit ist und dass der Medienpädagoge die Medienwelt nicht manipulieren oder verändern kann, sondern nur mit dem derzeitigen Stand arbeiten kann. („Secondmaker“)

(vgl. Hugger 2008, 564ff)

Hugger, Kai-Uwe (2008): Handbuch Medienpädagogik. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften

Moriel Theresa

 

Zu unserem Thema „Medienpädagogische Berufsfelder“ interessierte mich wie in der Praxis gearbeitet wird beziehungsweise welche Praxisfelder sich auftun. Da die Medienpädagogik eine vergleichsweise junge Disziplin ist, gibt es noch die ein- oder andere Lücke zu schließen. Medienpädagogen können sowohl im Rundfunk und Fernsehen als auch im Beratungsbereich tätig sein. Es gibt ein ziemlich breites Spektrum an Arbeitsfeldern, wo sich sicher jeder ausgebildete Pädagoge mit jenem Schwerpunkt etwas finden wird. In meiner Arbeit hat mich die Auseinandersetzung mit spielsüchtigen Jugendlichen im speziellen interessiert und ich spielte ein Szenario durch wie eine Therapie mit jenem Jugendlichen ablaufen könnte – alles unter dem Gesichtspunkt zu sehen, dass ich selbst noch keine Erfahrungen in jenem Bereich aufweisen kann. Jede Sucht ist eine andere und gehört individuell betreut. Ich glaube, dass es doch sehr hilfreich sein kann, einen Medienpädagogen bei einem Therapeutenteam dabei zu haben, da sich jener in seiner Ausbildung doch viel mit den neuen Medien auseinandergesetzt hat. Ebenso interessant ist die Arbeit in Schulen und auch, nicht zu vergessen, mit alten Menschen. Viele ältere Leute haben großes Interesse an dem, für sie, neuen Medium Computer / Internet. In Senioren / Altersheimen gibt es viele Menschen, die noch geistig sehr rege sind, aber wenig Angebot vorfinden. Hier wäre es sicher eine Idee für die Zukunft, Computerräume einzurichten um den Bewohnern ihre Nachmittage interessant mitgestalten zu können.

Verena Pilgermair

Lebenslanges Lernen

LEBENSLANGES LERNEN - LIFE LONG LEARNING

LEBENSLANGES LERNEN - LIFE LONG LEARNING

Einleitung

 Als gängige elterliche Begründung wieso man in der Schule überhaupt für Fächer wie Mathematik, Chemie oder Bildnerische Erziehung lernen sollte, bekam man als Schüler oft zu hören: ‚Kind, du lernst nicht für die Schule, du lernst für dein Leben.’

Das ‚lernen fürs Leben’ hat sich mittlerweile institutionalisiert und organisiert. Es wird unter dem diffusen Begriff, Life Long Learning’ (LLL) zusammen gefasst.

Menschen lernen von Beginn ihres Lebens bis zu ihrem Tod. Das Konzept des LLL hat sich mittlerweile im allgemeinen Bildungsangebot etabliert und wird ständig erweitert. Das lebenslange Lernen wird dadurch institutionalisiert und in eigens dafür geschaffenen Organisationen gelehrt.

 Wieso LLL?

 Der Arbeitmarkt war im letzten Jahrhundert einer radikalen Umstrukturierung und einem dynamischen Wandel unterworfen. Speziell die Arbeitnehmer wurden dadurch vor immer neue Herausforderungen gestellt. Diese Veränderung des Arbeitmarktes kann man sehr gut erkennen, wenn man sich die durchschnittliche Lebensarbeitszeit im Wandel der Zeit ansieht:

 „Lag 1906 die durchschnittliche Arbeitszeit im Jahr noch bei ca. 2900 Stunden, so waren es 1946 nur noch 2440 und 1988 nur noch 1899 Stunden. Auch die Struktur der Arbeitsplätze hat sich verändert: so wird ein Wandel konstatiert von industriellen Arbeitsplätzen hin zum Dienstleistungssektor.“

Das längere Leben

 Doch nicht nur der Arbeitsmarkt und seine Bedingungen haben sich in der letzten Zeit verändert, sondern auch die Lebens- und Erwerbsverläufe der Arbeitnehmer.

„Das alte, eindimensionale, auf Kontinuität  ausgerichtete Lebensverlaufsbild der Schule-Arbeit-Familie-Ruhestand-Sequenz gilt als überholt.“

Das Ansteigen der Lebenserwartung ist nicht nur eine Problematik mit der sich die Gesundheitspolitik, sondern auch Bildungs- und Arbeitswissenschaftler auseinander zu setzen haben.

Berufliche Weiterbildung

 Doch nicht nur die persönlichen und biologischen Vorraussetzungen haben sich im letzten Jahrhundert drastisch verändert, auch die Herausforderungen die den Arbeitnehmern gestellt werden.

Noch vor ca. 30 Jahren ging ein Arbeitnehmer mit der Erstqualifikation in Pension. So war ein gelernter Maler bis zu seiner Pensionierung Maler. Heutzutage gibt es nicht nur mehr Möglichkeiten sich an diversen Instituten weiterzubilden, sondern es wird von den Arbeitnehmern geradezu verlangt sich nicht nur weiter zu bilden, sondern sich teilweise auch umschulen zu lassen, um so für den Arbeitsmarkt noch attraktiv bzw. vermittelbar zu sein.

Der Arbeitnehmer muss möglichst viele Zusatzqualifikationen aufweisen  können, um für den Arbeitsmarkt flexibel einsetzbar zu sein bzw. zu bleiben.

Die Wissensgesellschaft

Als ein weiterer Grund für die Etablierung des LLL wird das Aufkommen einer Wissensgesellschaft in den letzten Dekaden gesehen. Wissen wird dabei als  wirtschaftliche Ressource eines jeden Menschen gesehen um auf etwaige Arbeitswechsel, Entlassungen und Umstrukturierungen im Betrieb flexibel reagieren zu können. Die Wissensgesellschaft fordert Kinder schon ab dem Kindergartenalter auf, sich weiter zu bilden.

Lernen und Studieren nach Curricula innerhalb staatlicher Bildungseinrichtungen wird heutzutage nur noch als Basisausbildung gesehen. Die skills und Kompetenzen, die auf dem Arbeitsmarkt dann wirklich entscheiden ob ich einen Arbeitsplatz bekomme oder nicht, muss ich mir privat finanzieren und außerhalb meiner Arbeitszeit oder Studien- und Lernzeit aneignen.

Ausblick

 LLL bildet schon seit einiger Zeit einen wichtigen Teil im Bildungssystem. Es schafft Möglichkeiten sich weiterzubilden, sich zu spezialisieren und sich weiter zu qualifizieren. Wie sich in den letzten Jahren gezeigt hat, wird die Nachfrage nach zusätzlichen Ausbildungen immer größer. Der (Aus-)Bildungsmarkt reagiert darauf und bietet immer mehr Kurse, Seminare oder Projektgruppen für die unterschiedlichsten Bevölkerungs- und Altersgruppen an.

Die neue Art des ‚Lehrens und Lernens’ in privaten, elitäreren Kleingruppen wird in Zukunft, speziell im städtischen Bereich weiter zu nehmen. Das LLL Konzept war in seiner ureigensten Form eigentlich als Förderungs- und Weiterbildungskonzept gedacht, doch wird es sich wohl in Zukunft, neben der staatlichen Basisausbildung immer mehr als ‚zweiter’ Bildungsweg etablieren.

Mobilearning

Mobiles Lernen

Als Lehrer stand ich dem Thema „Mobiles – Lernen“ anfangs gespalten gegenüber.

Einerseits interessieren mich alle Lern- und Lehrtheorien, die es den Schülern erleichtern den vorgeschriebenen Lehrinhalt leichter zu erlernen, beziehungsweise den Behaltewert zu erhöhen, und andererseits steht das Verbot der Handybenutzung im Unterricht an unserer Schule dem ablehnend gegenüber. Ich versucht hier einen Weg zu finden, bei dem sich die möglichen Aufgaben und das Verbot nicht blockieren, und nach einer kurzen Vorstellung der geplanten Vorgehensweise in der Klasse, einigten wir uns darauf das Kleinprojekt, wie von mir vorgesehen durchzuführen.


 Häufig verwendet man im deutschsprachigen Raum neben der Bezeichnung „Mobiles Lernen“ auch noch die Synonyme „mobile learning“ oder „M-Learning. Unter mobilem Lernen versteht man das Lernen, das sehr stark an die Verwendung von mobilen Endgeräten und Softwareanwendungen gebunden ist. Mobiles Lernen ist ein Teilbereich von e-learning und e-education.

                Hug, Theo, 2009, Kai-Uwe Hugger & Markus Walber (Hrsg.): Digitale Lernwelten. Wiesbaden: VS,


 

Mobiles Lernen ist aber damit verbunden, dass die Nutzer eindeutig die Möglichkeit haben sich die dazu benötigten technischen Gerätschaften wie, Mobiltelefone, Laptop oder Notebooks mit uneingeschränktem Internetzugang oder PC-Tablets, leisten zu können, und diese Geräte uneingeschränkt und den Anforderungen gerecht nutzen zu können.


 Im Zusammenhang mit dem „Mobilen Lernen“ und den damit verbundenen, relativ kleinen Lerneinheiten und zeitlich begrenzten Lernaktivitäten kann man hier den Begriff des „Mikrolernens“ verwenden.

Zunächst ist darunter eine Sammelbezeichnung zu verstehen für verschiedene informelle Lernaktivitäten im Kontext von Social Software Anwendungen, inzidentelles Lernen mit digitalen Medien, mechanistisches Lernen mit „Lernobjekten“, SMS-Anwendungen, etc..

(vgl. Hug/Friesen 2007).

Nach Abschuss war dies ein gelungenes Kleinprojekt, welches sicher in einer ähnlichen Form eine Fortsetzung findet. Meine Schüler und natürlich auch ich waren mit einer Begeisterung bei der Sache, was letztlich auch zu einem, für mich positiven Abschluss führte. Ich möchte hier auch noch kurz auf drei Punkte eingehen, die man meiner Meinung nach nicht ganz außeracht lassen sollte.

Zu bedenken ist sicher, erstens, der finanzielle Aufwand, der sich durch das Verschicken von Daten mittels SMS ergibt. Die Lösung mit den Preisen, wie ich dies in meinem Projekt gehandhabt habe, ist sicher eine Option für ein Pilotprojekt, sicher aber nicht durchführbar, wenn man alles auf die Hoffnung nach Sponsoren aufbaut. Sollte die Schule ein solches Projekt finanzieren, senkt man dadurch meiner Meinung nach zwar den persönlichen, finanziellen Aufwand, sieht sich aber dann sicher mit einem erhöhtem zeitlichen Aufwand für Dokumentationen und anderen bürokratischen Aufgaben konfrontiert.


 

Vergleicht man den, zweitens, zeitlichen Aufwand in der Vorbereitung, den man hierfür aufbringt, unterscheidet es sich meiner Meinung nach für den Lehrer kaum von dem einer herkömmlichen Aufgabe. Der Lehrer muss sich lediglich an die Zeiten halten, welche er den Schülern im Idealfall eingegrenzt vorgibt, auch wenn diese außerhalb seiner Dienstzeit liegen. Der zeitliche Aufwand erhöht sich aber mit Sicherheit, sollt man gezwungen sein alle Schritte auf das Genaueste dokumentieren zu müssen, und man sich auf Grund von staatlichen Förderungen mit einem zusätzlichen bürokratischen Aufgaben konfrontiert sieht.

 

Meiner Einschätzung nach ist, drittens, die Nachhaltigkeit für die Schüler gegeben, da sie zum Beispiel, durch das Umsetzen einer meiner gestellten Aufgaben, in Zukunft beim Einkaufen besser wissen worauf sie achten müssen, und wo sie Informationen zu den einzelnen Produkten finden, denn dies wurde mir beim Abschlussgespräch in der Klasse bestätigt.
Ich mache es sicher wieder
social software web 2.0

Über soziale Netzwerke des Web 2.0, Globalisierung und Identität

Globalisierung ist in aller Munde. Die Welt öffnet sich. Der Blick des Menschen fällt nun nicht mehr bloß auf seine nähere Umgebung, sondernauch auf globale Thematiken und Probleme. Er muss sich einer großen Anzahl vonMitbestreitern stellen. Da die Sicherheit auf dem Arbeitsmarkt, aber auch jeglicher sonstigen Beziehungen, nicht mehr als gewährleistet gilt, wird suggeriert, dass jeder selbst für seine Zukunft in der Verantwortung steht. Gefordert wird der flexible Mensch. Kein Mensch mit der stabilen Identität, sondern viel mehr ein Individuum mit der Möglichkeit, sich in den verschiedensten Kontexten zurechtzufinden undanzupassen. Also: ein Mensch mit „Teil-Identitäten“.

Das Individuum, die Gesellschaft und die Medien stehen untereinander in einer engen, wechselwirkenden Verbindung. Durch seine Werkzeuge versucht sich der Mensch seinem Umfeld bestmöglich anzupassen. Dasneue dominante Umfeld unserer Zeit heißt Globalisierung. Als eines der Werkzeuge,die in Anbetracht dieser neuen Herausforderung entstanden sind, können sicherlich die sozialen Werkzeuge des Web 2.0 gesehen werden. In dem dortgeschaffenen Raum, kann sich der Mensch langsam - durch die Schaffung einer Vielzahlvon „schwachen Beziehungen“(Granovetter, 1973) - an eine global vernetzte Welt gewöhnen. Der Mensch muss sich mehr und mehr auf diese sogenannten schwachen Beziehungen stützen, um andie wichtigen Informationen und Kontakte des Arbeitsmarktes zu gelangen, dievon starken Beziehungen nicht geleistet werden können. Der kleine Kreis von Personen, die bisher tragend für die Persönlichkeit waren tritt langsam in den Hintergrund.

Informationen stehen im Mittelpunkt in dieser Epoche der Globalisierung. Sie sollen, als Orientierungshilfe, die alten Weltbilder ersetzen. Doch dürfte sich dies so nicht bewerkstelligen lassen, da viele Probleme sich nicht einfach nur durch die Kenntnis vieler Informationen lösen lassen. Erst durch höhere Werte können, durch widersprüchliche Informationen auftretende Dilemmas, in einer bestmöglichen Weise gelöst werden.

Literatur

Ebersbach,Anja; Glaser, Markus; Heigl, Richard (2008): Social Web. UTB.

Granovetter,M. (1973): The Strength of Weak Ties, American Journal of Sociology 78

Renner, Karl-Heinz (2005): Internet und Persönlichkeit :differentiell-psychologische und diagnostische Aspekte der Internetnutzung.Göttingen; Seattle: Hogrefe.

Röll, Franz Josef (2008): „Zur Stärke von schwachenBeziehungen - Kommunikationskultur und Gemeinschaftsbildung als Ausdruck vonIdentitätssuche“. In: Ertelt, Jürgen (2008): Web 2.0 Jugend online alspädagogische Herausforderung Navigation durch die digitale Jugendkultur. München: kopaed. S. 119-137.

eLearning

Die Nutzung und Wahrnehmung des Web 2.0 und deren Implikationen für die Konzeptionen des E-Learnings und neuer Lerntools

1. Eigenschaften des Web 2.0
·         Das Web ist eine Plattform ähnlich wie ein Betriebssystem.
·         Kollektive Intelligenz impliziert Nutzerdaten und Nutzeraktionen.
·         Daten sind wichtiger als einzelne Anwendungen.
·         Die Anwendungen unterliegen dauernder Weiterentwicklung.
·         Anwendungen werden geräteübergreifend hinweg zugänglich gemacht. (Die gleiche Anwendung funktioniert für mehrere Geräte wie Handy und Ipod.)

·         Dynamische Benutzerschnittstellen stellen eine Rich User Experience dar


 2. Definition E-Learning
Definition von E-Learrning nach  Michael Kerres :

 Unter E-Learning (engl.electronic learning = „elektronisch unterstütztes Lernen“, wörtlich: „elektronisches Lernen“), auch  E-Lernen (E-Didaktik) „werden alle Formen von Lernen verstanden, bei denen elektronische oder digitale Medien für die Präsentation und Distribution von Lernmaterialien und/oder zur Unterstützung zwischenmenschlicher Kommunikation zum Einsatz kommen“. (http://de.wikipedia.org/wiki/E-Learning, 12.12.09)


 3. Implikationen des Web 2.0 für das E-Learning
Die Veränderungen der Wahrnehmung und Nutzung des Internets unterscheiden sich laut Michael Kerres in drei Grenzen:
User versus Autor: im Web 2.0-keine eindeutige Grenze zwischen User und Autor (User wird zum Autor)
Lokal versus entfernt: früher wurden Daten lokal auf einem Rechner gespeichert - heute auf Servern
Privat versus öffentlich: das Empfinden von Privacy ändert sich-das Private wird mehr zum Öffentlichen
4. Formen des E-Learnings

 

·         Content sharing
·         Learning Communities
·         Virtual Classroom
·         Blended Learning
·         Web-based- Collaboration
·         Whiteboard
·         Mikrolernen
·         Prozessvisualisierungen modularer Inhalte im Rahmen von E-Learning
·         3D-Infrastrukur-Plattformen

 

5. E-Learning Tools
·          Das  Werkzeug sollte über eine größere Benutzerzahl in verschiedenen Einrichtungen verfügen.
·          Das Werkzeug sollte sich in der Hard- und Softwarewelt der Hochschule technisch und organisatorisch effizient anwenden lassen.
·          Es sollte sich beim Werkzeug um eine open source Entwicklung mit einer lebendigen Community handeln, die ständig weiterentwickelt wird.

·          Das Werkzeug sollte sowohl national als auch international an mehreren Bildungseinrichtungen genutzt werden, so dass eine gewisse Langlebigkeit der Anwendung gewährleistet werden kann.


 6. Ausblick

Das E-Learning hat sowohl Vorteile, als auch Nachteile. Die wichtigsten Vorteile, die das E-Learning bietet sind: eine reduzierte Präsenzzeit, die Zusammenarbeit kann asynchron und standortunabhängig erfolgen, das Arbeitstempo ist individuell. Weiters fördert das E-Learning selbstständiges, aktives und konstruktivistisches Arbeiten. Nachteile sind dagegen die hohe Selbstorganisation und Disziplin, die das  E-Learning erfordert.  Es ist ebenso zu bedenken, dass nicht jeder Lernstoff via E-Learning vermittelbar ist und dass reale soziale Kontakte durch diese digitale Form des Lernens verloren gehen können. Einige der gennannten Nachteile können jedoch durch eine Kombination von Präsenzlernen und E-Learning aufgehoben werden. Das E-Learning kann traditionelle Bildungsformen nicht gänzlich ersetzen und wird heute eher als Unterstützung geschätzt.

Quellen: siehe schriftliche Arbeit

Lebenslanges Lernen

Lehren und Lernen - Konzepte, Modelle und Anwendungen

Lehren und Lernen

Konzepte – Modelle – Anwendungen

1. Begrifflichkeit

Lernen:          Der Begriff Lernen ist nicht auf eine einzig wahre Definition beschränkt, sondern sehr offen zu verstehen. So kann Lernen zum Beispiel als Veränderung von Verhaltensweisen und Aufbau von Erfahrungsstrukturen gesehen werden.

Lehren:          Unter „Lehren“ wird das Aufbereiten von Lernaufgaben, Medien, Lehrformen und Lehrtätigkeiten im Hinblick auf festgelegte Lehrziele verstanden.

2. Modelle

Es gibt zahlreiche Modelle und Konzepte, die im Wandel der Zeit von den unterschiedlichsten Wissenschaftlern benannt worden sind. Im Folgenden werden 3 Modelle kurz beschrieben.

2.1 Das Berliner Modell

Das Berliner Modell wurde von Heimann, Otto und Schulz entwickelt und besagt, dass der Lehrer eine wissenschaftliche Theorie benötigt um seinen Unterricht begründen zu können.

2.2 Operante Konditionierung

Grundlegendes Ziel dieser Theorie ist die Erforschung von gesetzmäßigen Beziehungen zwischen dem Verhalten der Individuen und deren Umwelt.

Um diese Theorie zu belegen führte Skinner in den USA Untersuchungen mit Tauben und Ratten durch (Skinner-Box).

2.3 Entdeckungslernen

Das Entdeckungslernen oder „discovery learning“ nach Bruner besagt, dass die geistigen Aktivitäten des Schülers im Mittelpunkt des schulischen Lernens stehen sollten.

2.4 Anchored Instructions

Es handelt sich um einen lerntheoretischen Ansatz, der erklären soll, wie komplexe Lehr- Lernumgebungen konstruiert und im Unterricht effektiv eingesetzt werden können. Durch Problemsituationen sollen Ankerreize gesetzt werden, die die Lernenden anregen, sich mit einem Problem intensiv auseinander zu setzen.

3. Fazit

Das Bild des Lernenden und das Lernen selbst haben sich stark verändert. Der Lernende ist von der Nebenrolle des passiven Zuhörers in die einer aktiven und selbständigen so wie kritischen Hauptrolle geschlüpft. Wissen wird zunehmend praxisorientiert vermittelt und für die Schüler somit auch anwendbar gemacht.

Es soll nicht nur gewusst, sondern auch angewendet werden –so die „neue“ Devise.

Gamebased Learning

Game- based learning Eine kurze Einführung

Lernen und Bildung werden oft mit Anstrengung und Verpflichtung und ständigen Wiederholungen assoziiert. Die Devise von Spieleindustrien hingegen lautet „Lernen macht Spass“!
ePortfolios

E-Portfolio: Möglichkeiten und Grenzen

Portfolios gehören zu den klassischen Instrumenten der Lehramtsstudenten um den persönliche Lernprozess kritisch reflektieren und dokumentieren zu können.

E-Portfolios sollen auch zum Reflektieren und Dokumentieren verwendet werden; wobei sie durch die technische Konstruktion eine Erleichterung darstellen sollen. Die Möglichkeit, die Inhalte mit anderen Benutzern zu vernetzen, bietet für den E-Portfolio Nutzer neue Chancen und Reflexionsräume.

Der Vernetzungsaspekt ist auch mit einer Gefahr verstrickt. Ich muss nämlich entscheiden inwiefern ich meine persönlichen Inhalte der breiten Öffentlichkeit preisgebe. Wenn ein solches E-Portfolio- System an unseren Universitäten eingesetzt werden würde oder auch bei Online- Bewerbungen zum Standartbewerbungsverfahren werden würde, dann stellt sich die Frage in wie weit man seine persönlichen Gedanken und Reflexionen veröffentlichen möchte.

Im Bezug auf die Universität ist in diesem Zusammenhang zu sagen, dass wenn das System von der Universität ausgeht, die Verwaltung bzw. die ZID-Dienste einen Einblick haben können, obwohl man vielleicht die Privatsphäre- Einstellungen sehr streng geregelt hat. In diesem Hinblick wird eine gut ausgebildete Medienkompetenz notwendig. Wenn ich mir darüber bewusst bin, welche Gefahren mit dem E-Portfolio verknüpft sind, kann ich es auch dementsprechend nutzen. Mit diesem Bewusstsein ist die Gefahr verbunden, dass man nicht mehr den eigentlichen Lernprozess mit seinen Hürden und Rückschlägen darstellen wird, sondern mehr Wert auf die Beschreibung und Reflexion von erfolgreichen Prozessen legt. Dies wäre jedoch nicht im Sinne eines E-Portfolios.

Im Hinblick auf die Online- Bewerbungen macht es für mich wenig Unterschied, ob ich meine Daten per Post oder über ein E-Portfolio schicke, da die Daten ja deckungsgleich wären.

Wie die oben genannten Ausführungen zeigen, bietet ein E-Portfolio viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten und wäre nicht mehr nur auf die Lehramtsstudien bezogen. 

Das E-Portfolio wäre ein wichtiges Element für das Konzept des Lebenslangen Lernens. Aus diesem Grund gibt es verschiedene Pilotprojekte in den unterschiedlichsten Einsatzbereichen. So etwa in der Schule, an Universitäten, im Beruf (besonders im therapeutischen Berufsfeld), aber auch in Fort- bzw. Weiterbildungskursen.

Trotz der erwähnten Hürden bzw. Grenzen sehe ich das E-Portfolio als ein zukunftsweisendes Element, da es vielseitig einsetzbar ist. Ich würde es begrüßen, wenn ein solches System auch an der Universität Innsbruck Einzug erfahren würde; und dabei nicht nur auf Lehramtsstudien beschränkt bliebe, sondern alle Studiengänge mit einbeziehe. Ich finde es nämlich sehr wichtig, dass man sich über seine eigenen Stärken und Schwächen bewusst wird und diese auch kritisch betrachten und dokumentieren kann. Außerdem würde ein E-Portfolio die, von vieler geforderten, Medienkompetenz sichtbar und greifbarer machen.

Anna Thaler

Medienpädagogik - Allgemein

Study skills - Medienkompetenz im Studium heute

Das Pädagogikstudium heute: Anforderungen an Studierende durch die Computerisierung unserer Gesellschaft

 

Unsere anfangs gestellte Frage, ob ein Pädagogikstudium heute noch ohne PC-Kenntnisse möglich ist, können wir mit einem klaren „NEIN“ beantworten. Die Gründe für unsere Erkenntnisse hier noch einmal kurz zusammengefasst:

Die in unserer Gesellschaft Einzug haltende Computerisierung hat vor den Toren der Universität Innsbruck keinen Halt gemacht. Die gesamte Administration des Studiums (Anmeldung bis Zeugnisdruck) bis hin zum Infomanagement während der Veranstaltungen ist ohne Computer „fast“ nicht mehr möglich. Es wird zwar eine Veranstaltung „Einführung in das Studium der Erziehungswissenschaften“ angeboten, jedoch erhalten Studierende keine Informationen zu „Online-Lernmaterialien“ wie eCampus, Moodle, usw. Eine Forderung unsererseits wäre, „neuen“ Studierenden im Zuge der Einführungsveranstaltungen, die Wichtigkeit dieser Online-Plattformen vor Augen zu halten. In Punkto Studienzulassungskriterien ist uns aufgefallen, dass Computerkenntnisse offiziell nicht verlangt werden. Wir fordern daher, dass es zusätzlich zu den allgemeinen Zulassungskriterien auch zumindest einen Hinweis auf die Notwendigkeit von Computerkenntnissen für das Studium gibt. Der Blick auf die allgemeine Hochschulreife in Österreich zeigte uns, dass es zwar Bestrebungen hinsichtlich der Vereinheitlichung des Maturaniveaus gibt, diese aber noch in den Kinderschuhen stecken. Computerkenntnisse sind derzeit noch kein Thema. Wir würden es als dringend notwendig erachten, auch diese Fähigkeiten in Zukunft zu berücksichtigen und entsprechend zu fördern. Die Regierung in Österreich bekennt sich zwar klar zu Bildungsstandards, jedoch steht deren Umsetzung erst am Beginn. Medienkompetenz gibt es zwar per Erlass, dennoch findet sie keinen Platz in den Verhandlungen rund um allgemeine Bildungsstandards. Mathematik, Deutsch und Englisch „erschöpfen“ die Ressourcen der Verantwortlichen im Ministerium. Die Lehrpläne in den Oberstufengymnasien behandeln das Computerthema trotz Bildungsreform immer noch sehr stiefmütterlich. Engagement und Einsatz der Lehrpersonen an Gymnasien (auch das der Informatikprofessoren!) sind also maßgeblich für den Studienerfolg verantwortlich. Wir erachten es als notwendig, Lehrpläne ergänzend zu Bildungsstandards zu überdenken und die Prioritätensetzung unter diesen Aspekten zu gewichten.

Andreas Dich, Christian Drexel

Medienethik

Medienselbstkontrolle durch Medienethik

Medien bewegen sich in der Spannung zwischen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Funktionen und kommerziellen Zielen. Auf dieser Gratwanderung zwischen der Seite des „Ideals“ und der anderen Seite der „praktischen Rahmenbedingungen“ stellt die Medienethik die Frage: „Was soll getan werden?