Plagiatssuche als Geschäftsmodell ?!
Interessante Fragen werfen Klagen gegen Plagiatssuch-Software in den USA auf. Dort haben sich jüngst Studierende zusammengeschlossen, um einen Softwarehersteller zu klagen, der Ihrer Meinung nach ihr Urheberrecht verletzt.
Die Software speichert die Arbeiten der Studierenden in einem Archiv, um auch in Zukunft Plagiate auffinden zu können. Der Service ist kostenpflichtig, aber die Urheber werden für die Nutzung Ihrer Arbeit nicht entschädigt.
Interessant die Begründung des Gerichts bei der zweit-instanzlichen Entscheidung, die vielleicht noch berufen wird: die Nutzung der Arbeiten stelle "fair use" im Sinne des US Copyrights dar und daher sei die Klage der Studierenden abzuweisen.
Man darf gespannt bleiben, wie dies weitergeht. In jeden Fall sollte man bei seinen Arbeiten in Zukunft klar deklarieren, ob man eine Nutzung durch Plagiatssoftware erlaubt, oder dies explizit verbietet.
Dann wird die kommerzielle Nutzung der Werke von Einzelpersonen durch Firmen ohne finanzielle Abgeltung ein wenig schwerer... und wieso sollen Firmen etwas dürfen, wofür die Musikindustrie Ihre Kunden strafrechtlich verfolgt.





