Gamebased Learning

MedienSpielPädagogik

MedienSpielPädagogik Bootcamp Ich habe vor einiger Zeit über ein Projekt berichtet, im Rahmen dessen wir im Auftrag des bm:ukk den Einsatz von kommerziellen Computerspielen im Unterricht testen und einige Best Practice Beispiele dokumentieren wollen. Dieses Projekt kommt nun in die Endphase und erste Ergebnisse beginnen sich abzuzeichnen. Das Bild oben zeigt einige ProjektteilnehmerInnen beim letzten Präsenzmodul über Game Design unter der Leitung von Dr. Doris Rusch (stehend in der Mitte).

Wir wussten bereits im Vorfeld, dass ähnliche Projekte im angloamerikanischen Raum überaus positive Ergebnisse zeigten und waren dementsprechend optimistisch. Ich muss aber ganz ehrlich sagen, dass alle an der Planung Beteiligten von den aussergewöhnlichen Erfolgen einiger KollegInnen mehr als überrascht wurden. Am besten beschreibt dies der Artikel "So lernen is voi lässig" einer Salzburger Regionalzeitung über den Computerspieleinsatz im Unterricht von Peter Wittner und Heidi Eder-Kaserer. Insbesondere die von den SchülerInnen dort angelegten Weblogs erweisen sich derzeit als wahre Fundgrube für die an der Evaluation des Projektes beteiligten Studierenden der Wiener Medienpädagogik.

MedienSpielPädagogik GruppeDie im Rahmen dieses Projektes gemachten Erfahrungen waren nun Ausgangspunkt für die Entwicklung eines neuen Masterlehrgangs in MedienSpielPädagogik an der Donau-Universität Krems. Dabei haben wir nach Vorbild der Überlegungen des New Media Literacy Projekts am Massachusetts Institute of Technology den Begriff der Spielkompetenz um die Elemente des klassischen Spiels sowie des Schauspiels erweitert. Auf diese Weise entsteht ein vollkommen neuer, auf die Förderung sozialer Kompetenzen ausgelegter, Zugang zu einem zeitgemäßen "unterhaltsamen Unterricht" wobei digitale und nicht-digitale Medien in gleicher Weise zum Einsatz kommen. Dies hat insbesondere auch den Vorteil, dass LehrerInnen, die digitalen Spielen etwas skeptisch gegenüber stehen, von den im Rahmen des Lehrgangs angesprochenen Methoden ebenfalls profitieren können. Ich habe heute erste Informationen über diesen Lehrgang online gestellt. Der viersemestrige Masterlehrgang richtet sich an LehrerInnen aller Schultypen und startet am 9. Dezember 2008 das erste Mal. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Medienkinder

Let´s skype - ICT im Kindergarten

 

Neue Medien dringen langsam auch in den Elementarbereich ein. Die Kluft zwischen PädagogInnen, die diese Entwicklung fördern und hochmotiviert an einer pädagogischen Weiterentwicklung arbeiten und jenen, die den Medien von vorn herein ablehnend gegenüberstehen, scheint sich immer weiter auseinander zu bewegen.

Interessantes Beispiel aus Neuseeland:

Kinder des Geraldine Kindergartens skypen regelmäßig mit ihren KollegInnen aus dem Manaia Kindergarten. Der Umgang mit Skype bildet hier einen kleinen Bereich eines umfassenden ICT - Projects in mehreren Kindergärten Neuseelands. Die Pädagogin Tracey Nelson meint dazu, dass es nicht allein um die Entwicklung technischer Fertigkeiten am Computer ginge, sondern vor allem um einen umfassenden Einblick in den Bereich der Neuen Medien, aber auch digitaler Arbeitsgeräte, wie zum Beispiel einem digitalen Mikroskop. Die Kinder wären durch den Einsatz der digitalen Medien und der neuen Angebote sehr interessiert und motiviert, damit zu arbeiten. Weiters handle es sich hier um interaktive und kollaborative Arbeitsweisen - welche, und das möchte ich hinzufügen, früh genug gefördert werden müssen, um in persönliches Lernverhalten und individuelle Lernstrategien integriert zu werden.


Das Bildungsministerium in Neuseeland startete verschiedenste ICT - Projekte für Schulen aber auch für den Elementarbereich und will so schon in frühen Jahren den Umgang mit neuen Medien fördern und gezielt anregen.

Wahrscheinlich bedarf es der Initiative von zentralen Bildungsstellen, um die neuen Medien weitreichender in die elementaren Bildungseinrichtungen zu integrieren.

 

 

 

 

Medientheorie

Von Streitschriften und Rezensionen

Ich habe an anderer Stelle zwei Kommentare veröffentlicht, die auch hier von Interesse sein könnten. Zum einen geht es um die Streitschrift "Gibt es eine Net Generation?" von Rolf Schulmeister, zum anderen um den Vorwurf des Plagiarismus an den Kölner Medienwissenschaftler Wilfred Kaminski.

Bei der Gelegenheit möchte ich gleich auch auf ein Video hinweisen, dass ein einige Eindrücke von einem Studienaufenthalt unserer Studierenden des Masterlehrgangs in Game Studies am MIT gibt.

Schule und Medien

Spickmich, Schulradar, Schüleranwalt ...

Nach spickmich.de, dem Internetportal, auf dem Schüler/innen ihre Lehrer/innen bewerten können, ist nun schulradar.de online: Hier können Eltern die beste Schule in ihrem Umkreis “ausfindig machen” - das heißt, de facto bewerten … In Österreich praktiziert ein “Schüleranwalt” auf der Homepage einer großen österreichischen Tageszeitung …

  • Abgesehen von juridischen Diskussionen - was hältst du / was halten Sie von einer öffentlichen Bewertung von Bildungseinrichtungen?
  • Sollen “Vorgänge aus dem Klassenzimmer”, Episoden aus dem Unterrichtsgeschehen, standortbezogene Bildungsverläufe öffentlich gemacht und besprochen werden?
  • Welche Personen - außer die Lehrer/innen selbst - sind dabei an diverse Schweigepflichten gebunden?
  • Was ist von allfälligen “Rankings” und “Bewertungen” zu halten?
  • Welches Potential liegt in einer "aktuellen" und "dynamischen" Beleuchtung von Bildungseinrichtungen - noch dazu, wenn diese im Web abläuft?