Medienkinder

Kinder und Handys - eine interessante Diskussion

Mobile Kids - Brauchen Kinder Handys?

  • Medienkompetenz: Verbote und Sperren bringen nichts. Wichtiger ist es, frühzeitig die Kompetenz der Kinder zur Nutzung von modernen Medien zu fördern. Stimmt diese Aussage?
  • Verantwortung: Was können Eltern, staatliche Behörden und Unternehmen tun, um Kinder eine sinnvolle Nutzung von Handys zu ermöglichen. Wer trägt welche Verantwortung?
  • Kinderhandys: Es gibt auf dem Markt spezielle Handys für Kinder im Grundschulalter. Bei eingeschränkter Funktionalität ermöglichen solche Kinderhandys zusätzlich die Ortung von Kindern. Sind solche Kinderhandys eine gute Sache oder eher mit Vorsicht zu genießen?

Sagen Sie uns Ihre Meinung! Nutzen Sie die Gelegenheit, Einfluss zu nehmen! Diskutieren Sie mit!

Wir sind eingeladen, unsere Meinung zu sagen: http://www.diskutiere.de/

update 28.11.2007:

 

Die Zusammenfassung der Online - Diskussion "Mobile Kids - Brauchen Kinder Handys" gibt es hier als download.

Erwartungsgemäß gingen die Meinungen der DiskussionsteilnehmerInnen bei einem solch umstrittenen Thema weit auseinander - von Befürwortern der so genannten Kinderhandys bis zu strikten Gegnern aufgrund gesundheitlicher Bedenken - wie zum Beispiel die Strahlenbelastung.

Diskutiert wurde die Notwendigkeit der Medienkompetenzförderung bereits im Vorschul- und Grundschulalter sowie fehlende Rahmenbedingungen, die dieser Förderung im Wege stehen.
Auch die Verantwortlichkeit  von Eltern, Schule, Staat und Unternehmen wurde in der Diskussion eingehend behandelt.

 

Integrative Pädagogik

Lernumgebung bidok

 

 

Endlich ist es soweit, seit Jahresbeginn arbeite ich für den Verein bidok an der Implementierung von Lernpfaden durch die digitale Volltextbibliothek bidok
und nun sind die ersten zwei Lernpfade online gestellt: Einführung in die Intergrative Pädagogik und Integration und Arbeitswelt.
Die Pfade richten sich an Personen, die in integrativen Bereichen tätig sind und enthalten zahlreiche Links zu einführender und vertiefender Literatur, die in der Online-Bibliothek bidok zur Verfügung stehen und ermöglichen sowohl einen weitreichenden Überblick über ein Themenfeld aber auch Fachwissen gezielt zu vertiefen. Die Pfade stehen unter der Creative Commons License und können, z.B. auch in Lehrveranstaltungen verwendet werden.

bidok ist eine Internet-Volltext-Bibliothek am Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Innsbruck zum Thema der Integration/Inklusion behinderter Menschen. Die Textsammlung beinhaltet bereits über 800 Texte und wird laufend erweitert. In der Lernumgebung von bidok werden Sie mittels Lernpfade durch die verschiedenen Themenbereiche von bidok geführt und können so selbstorganisiert und zeit- und ortsunabhängig Inhalte erarbeiten.

 

Online-Beratung

1. Jour Fixe Online-Beratung in Wien

 

Die Österreichische Gesellschaft für Online-Beratung (ÖGOB) lädt herzlich ein zum ersten Jour Fixe:

Online-Beratung in der Arbeit mit von Zwangsheirat betroffenen Mädchen und Frauen („Gewalt im Namen der Ehre“)
´

Referentin: Fr. Birim Bayam von „Papatya“ aus Berlin. Die Einrichtung „Papatya“ bietet Schutz und Hilfe für Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund, die aufgrund kultureller und familiärer Konflikte von zu Hause geflohen sind und von ihren Familien bedroht werden.

Zielgruppe: Fachpublikum und MultiplikatorInnen aus den Bereichen Jugend / MigrantInnen / Gewaltschutz / Online-Beratung

Datum und Zeit: Dienstag, 27.11.2007, 18.30 Uhr

Ort: ICE-Vienna, Alserbachstraße 23/2, 1090 Wien

Um formlose Anmeldungen wird gebeten.

Die Österreichische Gesellschaft für Online-Beratung ist ein unabhängiger Verein zur Förderung von Online-Beratung und Online-Kommunikation. Sie versteht sich als Berufsgruppen übergreifende Interessensvertretung und hat sich u.a. zum Ziel gesetzt, Personen und Institutionen, die im Bereich der Online-Beratung in Österreich tätig sind, sowie Institutionen und Träger auf nationaler und internationaler Ebene zu vernetzen und die wissenschaftliche Erforschung von Online-Beratung und Online-Kommunikation zu fördern.

Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Online-Beratung (ÖGOB) in Kooperation mit beranet.at und ICE-Vienna.

Lernen mit Neuen Medien

BIBER - Bildung, Beratung, Erziehung

 

Vor kurzem hat Schulen ans Netz und das Bundesministerium für Bildung und Forschung in Deutschland ein neues Projekt gestartet. Mit der Idee von BIBER sollen Eltern, aber vor allem PädagogInnen, die an der Schnittstelle Kindergarten - Schule tätig sind, für den Einsatz von Medien sensibilisiert und motiviert werden. Ein eigenes Redaktionsteam sorgt für Inhalte und Layout, sowie AutorInnen aus der medienpädagogischen Praxis.

 

 

Die BIBER - Seite ist meiner Meinung nach sehr ansprechend gestaltet und vermittelt einen praxisbezogenen Blick für Neulinge auf dem Gebiet "Medienarbeit" aber auch für Interessierte mit Praxiserfahrungen. Erste Rezensionen von Computerspielen sind zu finden, Projektdokumentationen, aber auch an Beispielen aus der Praxis wird noch gearbeitet.

Schön, dass solche Initiativen Unterstützung finden und auch die finanziellen Mittel erhalten - die Intentionen und die Notwendigkeit der medienpädagogische Praxis kann so vermehrt an die Öffentlichkeit gebracht werden und hoffentlich viele Erziehende zur Nachahmung motivieren.

Online-Quellen

Online-Quellen und Tools für die Lehre 1 (Text)

Das Netz bietet eine breite Palette an Volltext-Quellen, die als Content für eLearning interessant sein können. Hier gibt es eine kurze Einführung und Zusammenstellung.
Medienpädagogik - Allgemein

Berufsbegleitender Masterlehrgang in Multimedia Leadership

In meiner Beschäftigung mit neuen Medien fällt mir zunehmend auf, dass es immer weniger PädagogInnen zu geben scheint, die die vollen Möglichkeiten interaktiver Medien auch tatsächlich gestalterisch nutzen können. Dies liegt in meiner Beobachtung in erster Linie daran, dass es immer schwieriger wird, den Überblick über die vielfältigen neuen Möglichkeiten zu behalten.

Auf Initiative der Aktion Film Salzburg wollen wir deshalb im Frühjahr 2008 einen fünfsemestrigen berufsbegleitenden Masterlehrgang starten, der den Anspruch hat, multimediale und pädagogisch relevante Gestaltungskompetenzen innerhalb eines möglichst breiten Medienspektrums zu vermitteln. Es geht um Produktion und Gestaltung von Ton, Bild, Film, Video, (Computer-)Spiel, und nicht zuletzt auch um die vielfältigen Möglichkeiten des partizipativen Webs (Web 2.0). Nähere Informationen gibt es auf den Webseiten der Donau-Universität Krems.

Es wird über die 5 Semester in etwa 60 Präsenztage geben die in Präsenzmodule geblockt werden. Die genauen Termine haben wir derzeit noch nicht festgelegt, der Lehrgang wird aber auf jeden Fall organisatorisch so gestaltet werden, dass Lehrerinnen und Lehrer sowie Personen aus entfernteren Regionen daran teilnehmen können. Als Veranstaltungsort für die Präsenzblöcke haben wir das Bildungshaus St. Virgil in Salzburg gewählt. Wer Interesse an dem Lehrgang hat, kann sich jederzeit an mich wenden.

Bei der Gelegenheit möchte ich auch auf zwei Intensivworkshops hinweisen, die wir an der Donau-Universität Krems durchführen. Zum einen das von der derzeit am MIT beschäftigten Doris Rusch geleitete Game Design Bootcamp, zum anderen der von Markus Wiemker durchgeführte Machinima Workshop in dem die Echtzeit-Produktion von Animationsfilmen mit Hilfe von Computerspielen vermittelt wird. Beide Themen sind auch Teil des oben angesprochenen Masterlehrgangs.

Medienkinder

Infoabend Internet & Handy für PädagogInnen

Das wienXtra-institut für freizeitpädagogik (ifp) veranstaltet einen Informationsabend für Eltern und PädagogInnen:

Handy & Internet - aber sicher!

Was machen Kinder im Internet am liebsten? Welche Gefahren lauern im Netz? Wie schütze ich mich und meine Kinder im Internet? Wie können Kinder einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem Handy lernen?

Dies sind nur einige Fragen, die sich viele Eltern und PädagogInnen im Zusammenhang mit der Nutzung von Internet und Handy bei Kindern und Jugendlichen stellen. Bei diesem Infoabend erfahren die TeilnehmerInnen, was Kinder und Jugendliche online machen und welche Risiken es dabei gibt. Darüber hinaus gibt es viele praktische Tipps zur sicheren und verantwortungsbewussten Handy-Nutzung.

Termin: Dienstag, 27.11.2007, 18:00-21:00
Ort: wienXtra-ifp, Albertgasse 35/II, 1080 Wien
Referent: Mag. Bernhard Jungwirth, saferinternet.at, handywissen.at
Kosten: euro 9,- (diese werden ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit in Wien nach dem Abend refundiert)

Anmeldung unter diesem Link erforderlich!

 

 

Tipps undTricks zur Mediennutzung

Extreme Presentations

In regelmäßigen Abständen soll man seine Position bestimmen. Das beruhigt - psychologisch und physiologisch. Dies trifft auch auf die Nutzung von Präsentationsstandards zu. Heute ist der Zuhörer schon soweit mit den meisten Tools vertraut, daß diese trotz ihres großen Funktionsumfangs eher langweilen, statt durch ihre Funktionen zu fesseln.

Hier werden einige interessante Beiträge zu diesem Thema vorgestellt, um neue Ideen für Präsentationen aufzuzeigen, die mit den Standardtools erstellt werden können.

Lernen mit Neuen Medien

Studie zu Medienkompetenz im Kindergarten

 

Schon 1997 wurde in Nordrhein - Westfalen eine Untersuchung zur Medienerziehung in Kindergarten durchgeführt. Ulrike Six und Roland Gimmler befassten sich in einer empirischen Studie mit der "Realität" der Medienerziehung in der Praxis. Damalige Ergebnisse waren nicht besonders zufrieden stellend und machten deutlich, dass im Bereich der Medienkompetenzförderung Handlungsbedarf bestünde.

Umso ernüchternder die nachfolgende Studie von 2006, die der Förderung von Medienkompetenz in vielen Kindergärten in Nordrhein – Westfalen auch heute kein besserer Zeugnis ausstellen kann.

Mit folgenden Fragestellungen befasste sich das Forscherteam:

"Inwieweit und wie haben sich curriculare Vorgaben, institutionelle Rahmenbedingungen und Inhalte der Erzieherinnenausbildung inzwischen verändert?
Haben sich die medienpädagogische Praxis im Kindergarten und die hierfür grundlegenden Kenntnisse, Einstellungen und Problemwahrnehmungen der Erzieherinnen bezüglich Medien, kindlicher Mediennutzung und Medienerziehung verändert?
Inwieweit wurden/werden Fortbildungsmaßnahmen von den Zielgruppen zur Kenntnis genommen und tatsächlich auch genutzt?
Ist Medienerziehung in den nordrhein-westfälischen Kindergärten inzwischen tatsächlich zum Standard geworden?
Welche Informations- und Praxismaterialien werden rezipiert und in welchem Umfang in der Praxis verwendet?"

Schon in der Ausbildung fehlen die Rahmenbedingungen, die eine entsprechende Förderung für medienpädagogische Qualifikationen begünstigen würden. Die folgende Feststellung aus der Zusammenfassung macht meiner Meinung nach deutlich, wo grundlegende Schwächen zu suchen sind:

"Nach wie vor mangelt es in der Ausbildung an der Erklärung einer nachvollziehbaren Logik zwischen medienpädagogisch relevanten Hintergrundinformationen, der Notwendigkeit von Medienerziehung, den Zielen der Medienerziehung und schließlich den konkreten Strategien und Umsetzungsmöglichkeiten."

Wenn Erziehende nicht wissen, wofür sie bestimmte Ziele, die ebenfalls nicht klar nachvollziehbar sind, überhaupt erreichen sollen, sinkt die Motivation, in diesem Bereich zu arbeiten. Ebenfalls findet keine persönliche Identifikation mit dem Thema statt.

"Auch ihre eigene Medienkompetenz – als Element der medienpädagogischen Kompetenz – schätzen sie nicht positiv ein, insbesondere für den Umgang mit Computer und Internet (mit Blick auf das Internet gaben sich immerhin fast 70% Noten zwischen 4 und 6)."

Die ErzieherInnen bewerten ihre eigene Medienkompetenz schlecht - zu erklären ist dies vielleicht im erweiterten Medienangebot und der rasanten technischen Entwicklung, der es sich zu stellen gilt. Besonders im Umgang mit Computer und Internet werden viele Erziehende sich als "wenig kompetent" bezeichnet haben, weil es hier einem hohen Maß an Interesse aber auch persönlichem Willen bedarf, um sich laufend Kenntnisse anzueignen und sich kindorientierte Angebote für die Praxis zu suchen, zu überlegen und diese auch umzusetzen.

 

Was die Vorstellungen und Ansichten zur Medienerziehung der ErzieherInnen betrifft, wird Medienerziehung zu den eher "weniger notwendigen" Förderbereichen gezählt. Die Befragten können den Begriff "Medienerziehung" nicht klar definieren und nicht genauer erklären:

"dass und warum Medienerziehung im Kindergarten notwendig ist, welche Ziele mit diesem Förderbereich zu verbinden sind und wie Medienerziehung ggf. auch ohne aufwendige Maßnahmen umzusetzen ist."

Ein Ergebnis, das meiner Meinung nach nicht allein für Nordrhein - Westfalen zutreffen wird. Auch in Österreich würde eine derartige Untersuchung nicht besser ausfallen - (nur gibt es diese Studie nicht).

Ich glaube, die Hauptprobleme der fehlenden Motivation zu einer Medienkompetenzförderung im Kindergartenbereich sind vielleicht hier zu suchen:

  • in der Ausbildung, weil den angehenden KindergartenpädagogInnen nicht in entsprechender Weise die Notwendigkeit, sowie die Ziele der Medienkompetenzförderung vermittelt worden sind.
  • am Interesse der KindergartenpädagogInnen, selbst mit Medien zu arbeiten - aus eigener Erfahrung weiß ich, dass manche ErzieherInnen am liebsten in jenen Bereichen arbeiten, die ihnen liegen - Wenn eine Kindergartenpädagogin nicht bereit ist, sich im Bereich der Medienarbeit zu engagieren, gibt es so gut wie keine Maßnahmen, die dies fordern.
  • an vorherrschenden Rahmenbedingungen, die das Arbeiten in Kleingruppen beziehungsweise die Beschäftigung mit 2-3 Kindern beinahe unmöglich machen. Der Mangel an Personal ist dabei ein besonderes Problem, denn in einer Gruppe (ca. 19 Kinder) mit einer Kindergartenpädagogin müssen viele Bedürfnisse gleichzeitig wahrgenommen werden und Angebote mit einzelnen Kindern durchzuführen, treten hier in den Hintergrund.
  • in einem verbindlichen pädagogischen Rahmenplan, der Medienerziehung in die Förderung der Gesamtentwicklung des Vorschulbereiches berücksichtigt und einschließt.