Medienpädagogik - Allgemein

Schon mal was von Text Jockeys und Powerpoint Karaoke gehört?

Im Mediamnual gibt es einen interessanten Artikel von Stefan Weber zum Thema veränderte Jugendkultur durch Neue Medien: Schon mal was von Text Jockeys und Powerpoint Karaoke gehört? Jugendmedienkulturen – Kulturtechniken – Wissenskultur: Skizze einer Revolution in den Köpfen und Apparaten. Nachfolgend zwei kontroverse Passagen, die verdeutlichen, wie die mediale Revolution klassische Kulturtechniken verändern könnte.

"Was werden die Lehrer den Kindern in Zukunft in der Schule beibringen müssen, was der Computer ihnen nicht vermitteln kann? Und was sollten die Kinder wiederum wissen, um diesen Computer begreifen und richtige von falschen Informationen trennen zu können? Welche Art von Medienbildung brauchen wir, um unseren Arbeits -alltag und unsere Freizeit meistern zu können?“ (PFEIFER
2007, 10 f. – Hervorhebungen S. W.)
Schon weitaus differenzierter klingen die Überlegungen des Grazer Informatik-Professors und Science-Fiction-Autors Hermann Maurer: Er glaubt, dass in naher Zukunft die heutige Buchstabenschrift durch eine (möglicherweise animierte) Symbolschrift ersetzt werden wird. Da etwa die Handschrift kaum noch eingesetzt wird, rät Maurer schon heute, in der Schule auf das Erlernen von Handschrift zu verzichten. [...]
„Werden die Fähigkeiten des Gedächtnisses oder der Konzentration irrelevant?
Diese Fähigkeiten werden wir auch in Zukunft benötigen. Aber die Ausbildung bestimmter Fertigkeiten wird zum Luxus. Ich halte es z. B. für sinnlos, Kindern eine saubere, flüssige Handschrift beizubringen. In 20 Jahren werden Kinder mit Tastatur, Spracheingabe und Maus an Rechnern arbeiten – wer wird dann noch per Hand schreiben? Das Erlernen der Schreibschrift wird höchstens für die Ausbildung der Hand-Augen- Koordination eine Rolle spielen. Aber dafür ist es vielleicht effizienter, mit Kugeln zu jonglieren. ...

via http://www.mediamanual.at/

 

Tagungen / Vorträge

Computerspiel findet Stadt


Tipps undTricks zur Mediennutzung

25 Jahre Smiley

 

Am 19.09. feierte der Smiley seinen 25. Geburtstag. Begründer war Scott Fahlmann von der Carnegie-Mellon-Universität, als er einen Doppelpunkt, ein Minus und eine geschlossene Klammer als Markierung für ironische Postings vorgeschlagen hatte.

Diese Zeichenkombination verbreitet sich rasch, und schon bald wurden erste Abwandlungen erfunden. Heute gibt es den Smiley in unübersichtlicher Vielzahl, doch von den meisten Usern werden vor allem die "Grund"- Smilies verwendet.


www.courant.com

Die Verwendung der Smilies, oder Emoticons, wie sie öfters auch genannt werden, funktioniert ganz einfach: So kann das Wort "Papst" ganz einfach ersetzt werden mit +-(:-) , ein Schwein wird zum : 8 ) , und Küsse werden so verschickt: :-X

Quellen: futurezone , br-online.de, desig-n.de

Dass die meisten dieser Zeichenkombinationen vor allem eine unterhaltsame Darstellung bedeuten, ist klar. Um jedoch Scherze, ironische Anmerkungen usw. klar zu unterscheiden, hat sich der Smiley, so denke ich, bewährt. Besonders in E-Mails, die and verschiedenste Personen verschickt werden, ist es oft schwierig, sich so auszudrücken, damit der Inhalt verständlich und nachvollziehbar bleibt. Gestik und Mimik fallen weg, also bedienen wir uns gerne alternativer Hilfsmittel. Obwohl es zu einem "inflationären" Einsatz der Smilies gekommen ist, sind sie bei der heutigen Online - Kommunikation kaum mehr wegzudenken.

Eine persönliche Erfahrung dazu:

Wie jedes Jahr verschickte ich im Urlaub einige Ansichtskarten, altmodisch, ich weiß. Bei einer Karte wurde mir bewusst, dass ich den Schreibstil meiner Online - Kommunikation auch für die Texte meiner Karten übernommen hatte. Ich schrieb einen kurzen Scherzkommentar - und gleich dahinter zeichnete ich die Kombination ;-)

Ja, so werden lieb gewonnene Gewohnheiten übernommen.

Medienpädagogik - Allgemein

Neues Berufsbild Cast

Vom Medienpädagogen zum "Caster"?

An der Zürcher Hochschule der Künste kann man ab Herbst 2007 die neue Studienvertiefung Cast (englisch für viele Bedeutungen, u.a. sich umsehen nach / mitwirken / senden) mit den vielfältigen Fragstellungen zu neuartigen Kommunikationsformen und journalistischen Inhalten der digitalen Bild-Medien belegen.

Ausbildungsziel und Berufsbild

Das neue Berufsbild „Cast“ ergibt sich aus der Entwicklung der Medien in den nächsten Jahren. Diese charakterisiert sich im Wesentlichen durch einen Akzelerationsprozess mit den Kennzeichen: Mobilität, Konvergenz, Interaktivität.
Das Studienangebot Cast trägt diesem Wandel Rechnung. Es wird auf soziokulturelle Veränderungen, Neuinterpretation von Gebrauchszusammenhängen genauso eingegangen wie auf innovative Konstruktionsansätze und deren Anwendungsmöglichkeiten. Es werden gestalterische, kommunikative, technische und managementbezogene Kompetenzen vermittelt. weiterlesen

via allaboutmobile...

 

Nun kann man hier nur sagen: shift happens!



Online-Beratung

5. Ausgabe des e-beratungsjournal.net ist online!

Die aktuelle Ausgabe des e-beratungsjournal.net ist online und widmet sich dem Schwerpunktthema:

 

„Sprachbilder und Bildersprache“

 

Psychosoziale Online-Beratung befindet sich in einem Stadium der Professionalisierung und wissenschaftlichen Fundierung. Die Vorteile textbasierter Beratung, die digitalisiert zur Verfügung steht, liegen u.a. in der Möglichkeit, angewandte Methoden und Interventionen transparenter zu gestalten als in Face-to-Face-Beratungen. Das reichhaltige Instrumentarium textanalytischer und -hermeneutischer Verfahren kann hier für den Bereich der Online-Beratung adaptiert werden.

 

Folgende AutorInnen haben für diese Ausgabe Beiträge beigesteuert: Michael Wagner, Bettina Zehetner, Anton Fricko, Karlheinz Benke, Adelheid Primus, Brigitte Vogt, Claudia Beck, Ronald Hechenberger, Elisabeth Göbel-Krayer, Harald Schwarz und Stefan Kühne.

 

Das e-beratungsjournal.net ist ein open access journal, alle Artikel sind kostenfrei auf der Homepage verfügbar. Das Journal erscheint zweimal jährlich, der nächste Call für die Ausgabe I/2008 (erscheint im April 08) wird in Kürze auf der Homepage veröffentlicht werden.

Medienkinder

Neues vom Kinderfernsehen

Die Zeitschrift MedienPädagogik beschäftigt sich in ihrer 13. Ausgabe mit dem Thema "Kinderfernsehen". Zwar sind noch nicht alle Artikel dazu online abrufbar, aber den ersten Beitrag fand ich schon mal sehr interessant.

Die Autorinnen Ingrid Paus-Hasebrink, Michelle Bichler und Christine W. Wijnen gehen in ihrem Artikel "Kinderfernsehen bei sozial benachteiligten Kindern" der Frage nach, welche Bedeutung Kinderfernsehen in Familien mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen hat und welche Unterschiede in der Rezeption von Seiten der Kinder und der Eltern zu finden sind. Weiters erkunden sie das Medienerziehungs- und das Fernsehrezeptionsverhalten der Eltern in sozial benachteiligten Familien. Dabei beziehen sich viele Aussagen auf die laufende Studie "Analyse des Wandels von Sozialisation: Veränderung von Kindheit in sozial schwächeren bzw. anregungsärmeren Milieus im Kontext des Wandels der Medien", welche in Salzburg durchgeführt wird.

Hier der vollständige Artikel

Ich fand diesen Beitrag sehr anschaulich und informativ, aus meinen persönlichen Beobachtungen in der Kindergartenpraxis kann ich manchen Aussagen nicht ganz zustimmen.

Vor allem was die Medienerziehungsstrategien der Eltern betrifft, sprechen die Autorinnen des Beitrags von Kontrolle der Mediennutzung. Es mag sein, dass Eltern mit höherer Bildung stärkeres Interesse am Medienumgang ihrer Kinder zeigen. Die Medienerziehung findet aber hier, so meine Erfahrung, vor allem durch Kontrolle, mit Angeboten und Verboten statt - Medienerziehung wird in vielen Familien "missverstanden". Das heißt, Eltern versuchen, das was sie als "gut und pädagogisch wertvoll" erachten, ihren Kindern anzubieten. Viel zu selten findet eine gemeinsame Auswahl der Fernsehangebote oder Gespräche über Fernseherlebnisse statt.

Gamebased Learning

Game Design Bootcamp

Für all jene, die sich mit den Grundzügen der Spielentwicklung auseinandersetzen wollen veranstalten wir Anfang Jänner 2008 ein Game Design Bootcamp. Der dreitägige Intensivworkshop wird von Doris Rusch geleitet. Sie ist derzeit am Singapore-MIT Gamebit Lab beschäftigt wo sie auch eine vergleichbare Lehrveranstaltung für das MIT entwickelt. Nähere Informationen zum Game Design Bootcamp gibt es auf http://www.donau-uni.ac.at/gdboot.

Bei der Gelegenheit möchte ich auch auf eine Sonderaktion im Rahmen der Game City (http://www.game-city.at) hinweisen. Wer sich bis zum Ende der Game City am 23.9. für unsere postgradualen Masterstudiengang Computer Game Studies (http://www.donau-uni.ac.at/cgs) anmeldet erhält einen Gratisseminarplatz im Game Design Bootcamp.

Weitere Informationen zu unserem Studienangebot gibt es auch auf der Webseite des Fachbereichs für "Applied Computer Game Studies" unter http://www.donau-uni.ac.at/acgs.

 

Medienpolitik

Mit Verboten gegen Computerspiele?

Auch die Bundesstelle für Politische Bildung (bpb) beschäftigt sich mit der Problematik rund um Computerspiele und so genannte "Killerspiele".

Die Diskussionen zum Verbot von bestimmten Computerspielen entflammt immer dann besonders, wenn Amokläufe und Gewalttaten die Menschen wieder von neuem schockieren. Dass es dabei aber nicht allein um ein generelles Verbot von diesen Computerspielen gehen kann, sondern dass eine Vielzahl von Faktoren mit der Thematik "Killerspiele" verwoben und verflochten sind, zeigt die Debatte "Verbotene Spiele" des bpb.

Empfehlenswert sind auch die Live - Chats, bzw. Transkripte vergangener Chats mit Vertretern aus Kunst, Wirtschaft, Politik usw. welche zu unterschiedlichen Themen rund um Computerspiele diskutieren (werden).

auch via education & media

Ich finde, eine einseitige Positionierung für - gegen ist bei der Komplexität dieses Themas nicht möglich. Die Bundesstelle für Politische Bildung geht hier den Weg der Aufklärung, was ich persönlich wichtig und richtig finde. Durch eine möglichst breite Darlegung der verschiedensten Einflussfaktoren und Zusammenhänge werden Erziehende, PädagogInnen... aufgefordert, sich eine Meinung zu bilden und bisherige Einstellungen zu reflektieren.