Medienkinder

Wieviel Computer verträgt ein Kind?

Diesen und ähnlichen Fragen rund um "Kinder und neue Medien" stellt sich Frau Marie-Luise-Lewicki, Chefredakteurin von ELTERN und ELTERN family in einem Interview auf Eltern.de.

Wieviel Computer verträgt ein Kind?

Frau Lewicki verfügt meiner Meinung nach über eine "gesunde" Einstellung zu diesem Thema, ihre Tipps und Hinweise im Erziehungsbereich sind sicherlich umsetzbar.
Kindern sollte die Möglichkeit der Computernutzung geboten werden. FÜR den Einsatz des Computers spricht laut Lewicki die aktivere Nutzung des Mediums und die Unterstützung des persönlichen Lerntempos, was einen Vorteil gegenüber dem Fernsehen darstelle.

Medienkinder

"Alle Erziehung ist auch Medienerziehung"

so Heinz Moser (2000, S. 24). Diese Feststellung ergibt sich aus der Tatsache, dass unser Leben als Erwachsene und die Welt der Kinder von medialen Eindrücken und Erfahrungen geprägt wird. Medien und Medienangebote nehmen heute einen derart wichtigen Stellenwert in alltäglichen Situationen dar, dass auch die Erziehung von Kindern und Jugendlichen davon nicht mehr ausgenommen werden kann.
Medienerziehung sollte dabei Bestandteil der familiären und institutionellen Erziehung von klein auf sein. Aus meiner Sicht kann dies vor allem durch die Integration von Medien und Medienangeboten im familiären und schulischen Alltag, sowie Kindergartenalltag sein.
Computerkursen für Kinder im Kindergartenalter, wie sie derzeit immer häufiger angeboten werden, stehe ich dabei skeptisch gegenüber. Viel zu wenig wird bei diesen "Förderprogrammen" auf die Tragweite von Medienerziehung und Medienkompetenzförderung Bezug genommen. Bei Computerkursen für Kinder handelt es sich gerne um gezielte Förderung der technischen Kompetenz und/oder dem Einsatz von Lernsoftware zur kognitiven Förderung. Medienerziehung integriert in alle Erziehungsbemühungen kann die Ausbildung einer umfassenden Medienkompetenz meiner Meinung nach eher erfüllen.

Literatur:
Moser, H. (2000): Einführung in die Medienpädagogik. Aufwachsen im Medienzeitalter. Opladen: Leske und Budrich
Evaluation

Barrierefreiheit: Empfehlungen zur Schriftformatierung

Die Normreihe der DIN EN ISO 9241, Teile 10 – 17 enthält konkrete Anforderungen an die ergonomische Gestaltung von Software, welche rechtsverbindliche Mindestanforderungen für Bildschirmarbeitsplätze darstellen. Die gesetzliche Grundlage dafür bietet z.B. die deutsche Bild-schirmarbeitsverordnung , welche u. a. vorschreibt: „Die auf dem Bildschirm dargestellten Zeichen müssen scharf, deutlich und ausreichend groß sein sowie einen angemessenen Zeichen- und Zeilenabstand haben“. Dies trifft ganz besonders dann zu, wenn es sich um Schrift handelt, welche wichtige Information trägt.
Die Unterscheidbarkeit von z. B. „S“ und „5“, „l“ (kleines L), „l“ (großes i)und „1“ (Zahl Eins) „U“ und „V“ (…) muss unter allen Umständen gewährleistet sein, was z.B. auf diese Seite hier nicht uneingeschränkt zutrifft (I,l).
Serifenlose Schriftarten (Arial, Helvetica, Sanserif) erhöhen grundsätzlich die Lesbarkeit, zudem können sie von Menschen mit Sehschwächen leichter wahrgenommen werden. Spezielle für Bildschirme entworfene Schrifttypen sind im Schriftbild der Bildschirmauflösung angepasst und zum Lesen auf dem Bildschirm optimiert.
Die Buchstabenabstände sollten nicht zu eng sein, da der Text durch zusammenklumpen schwer lesbar wird. Grundsätzlich sollte Text auf dem Bildschirm etwas spationiert sein. (Halb-)Fette Schrift sollte großzügiger spationiert sein. Große Schriftgrade brauchen weniger Spationierung als kleine.
Die Schriftdicke ist abhängig von der Schriftfarbe und der Hintergrundfarbe. Ein weißer Bildschirm (Hintergrund) ist heller als ein Blatt Papier, Randbereiche der Schrift werden überstrahlt, die Schrift erscheint dadurch dünner. Entweder wird dabei der Hintergrund ganz leicht bunt bzw. unbunt gedämpft, oder man wählt halbfette Schrift und verlängert gleichzeitig geringfügig die Laufweite.
Sehr kleine Schriftgrößen, die bei einer Druckauflösung von 2400 dpi noch gut lesbar sind, können bei einer Bildschirmauflösung von 72 dpi kaum noch entziffert werden. Die DIN 66234 (Bildschirmarbeitsplätze) legt die Buchstabengröße fest, bei Großbuchstaben am Monitor soll die Zeichenhöhe mindestens einen Sehwinkel von 18 Winkelminuten ausmachen oder 2,6 Millimeter Höhe besitzen (Bullinger, Ergonomie, S.353 ). Bildschirmtext sollte einen Schriftgrad von 10 bis 14 Punkte haben, in Hinblick auf den KP ist eine geeignete Größe, bzw. eine Einstelloption durch BenutzerInnen zu prüfen. Zu bedenken ist, dass Bildschirmdiagonalen, Auflösungen und andere Parameter bei den AnwenderInnen variieren.
Auf dem Bildschirm sollten nur echte Schriftschnitte verwendet werden, digital schräggestellte Schrift wirkt unharmonisch. Generell jedoch sollte ein schräger Schriftschnitt vermieden werden, da die Lesbarkeit unter schlechter Auflösung leidet. Breite Schnitte sind eine akzeptable Alternative, wirken jedoch behäbig, schmale Schnitte sollten spationiert sein. Versalien (Großbuchstaben) sollten im Lauftext vermieden werden.
Der Zeilenabstand sollte großzügiger angelegt sein als auf dem Papier, empfohlen werden 150%. Breite oder magere Schriftschnitte benötigen einen weiteren Zeilenabstand, schmale und Fette können enger gesetzt werden.
In Hinblick auf die Zeilenlänge gilt ein Maximum von 35 Zeichen.

Online-Quellen:
Controlling 21, Dr. Joachim Schuhmacher
Ergo-Online

Buchquellen:
Bullinger, H.-J. (1994): Ergonomie – Produkt- und Arbeitsplatzgestaltung. Teubner Verlag.
Thissen, Frank (2000): Screen Design – Handbuch: Effektiv informieren und kommunizieren mit Multimedia. Springer Verlag.

Bilderquelle:
Pirr, Uwe, Schirmbacher, Peter (Hrsg) 1999: Schrift auf dem Bildschirm. Erschienen in cms-journal Nr. 18 der Humboldt-Universität zu Berlin.


Spezielle Bildschirmschriften
Spezielle Bildschirmschriften


Lesbarkeit
Lesbarkeit
Tipps undTricks zur Mediennutzung

Kontakte knüpfen mit openBC

OpenBC versteht sich als Plattform zur Unterstützung von geschäftlichen als auch privaten Netzwerken. Näheres zu openBC lässt sich hier nachlesen.

Für Studierende oder Uniabsolvent/innen ist es von großem Vorteil, möglichst früh ein Netzwerk aufzubauen. Unter einem Netzwerk verstehe ich Kontakte mit Personen, die ähnliche Interessen und Ziele verfolgen oder auch die Kontakte zu Freunden und Bekannten.
Auch in der Wissenschaft erweisen sich diese Netzwerke als äußerst interessant und hilfreich. Nationale und regionale Entwicklungen können verbreitet und mit internationalen Ergebnissen verglichen werden.

Ein Netzwerk aufzubauen und zu pflegen bedeutet aber auch, sich aktiv am Geschehen zu beteiligen und Zeit zu investieren.
Hier eine Diskussion bei openBC, wie diese Plattform auch effektiv genutzt werden kann und sollte.
Martin Röll hat die Tipps zusammengefasst und übersichtlich gestaltet.
Lebenslanges Lernen

Neue Rechtschreibung


Microsoft reagiert auf die Reform der Rechtschreibreform, die mit erstem August in Österreich offiziell in Kraft getreten ist. Für Office 2003 wurde eine aktualisierte Korrekturhilfe ins Netz gestellt, nähere Infos hier.

via futureZone
Medienkinder

Ein ganz normaler Tag im Kindergarten...


Im Spiel verarbeiten Kinder, was sie beschäftigt und interessiert. Das kindliche Spiel steht in einer dynamischen Wechselbeziehung zu unserer Gesellschaft und Kultur. Lange Zeit habe ich dies gar nicht weiter beachtet und das Kinderspiel als "statisch und gleichbleibend" betrachtet. Dabei hat sich das Spiel der Kinder in den letzten Jahren doch deutlich verändert.

Hier ein Beispiel aus einem ganz gewöhnlichen Kindergartentag:
Szene1: Einige Kinder spielen in der Puppenecke. Sie stellen eine Familie im Alltagsleben dar. Die Mutter ruft: "Essen gehen", aber der Papa gibt zur Antwort: "Wart, ich muss noch schnell im Internet was nachschauen" klappt seinen imaginären Laptop auf und tippt los.

Szene 2: Die Kinder spielen mit Sonos (ein Konstruktionsspiel). Seit einiger Zeit werden sehr gerne Handys gebaut und anschließend ausprobiert.

Szene 3: Das hat zwar nicht viel mit Kinderspiel zu tun, ist für mich aber trotzdem interessant - ich mache mit meiner Digitalkamera Fotos von einigen Kindern. Diese rufen mir zu: "Lass mich anschauen". Wär hätte früher daran gedacht, an so etwas nur zu denken...

LMS

nolearningpatents

...weil auch in Europa das Patentfieber ausbricht...
via flosse posse
social software web 2.0

E-learning beyond learning management systems

Christian Dalsgaard analysiert in diesem Paper das Potential von Social Software, um eLearning abseits von LMS zu platzieren. Ein erfrischendes Paper angesichts des krassierenden eLearning Patentwahns.

A student-centred approach to e-learning is approached by:

1. using a management system for administrative issues,
2. offering students personal tools for construction, presentation, reflection, collaboration, etc.,
3. facilitating networks between students within the same course, and
4. facilitating networks between students and other people working within the field.


Allerdings wird der Weg angesichts der aktuellen Meldungen wohl kaum dahin führen, Social Software in LMS zu integrieren, wie der Autor vorschlägt.
Und die Frage von Beat ist berechtigt: Was passiert, wenn das erste Patent für Web 2.0 erteilt wird? Oder vielleicht für Social Software?


Medienkinder

Erlebnis Bilderbuch

Bei den unterschiedlichsten Diskussionen zur Medienkompetenzförderung von Kindern stehen die „neuen“ Medien gerne im Vordergrund. Ein „altes“ Medium, das Bilderbuch, wird dabei leider sehr vernachlässigt. Beim Vorlesen und Betrachten von Bilderbüchern können Eltern und Erziehende die Medienkompetenz ihrer Kinder fordern und fördern. Tipps zum Vorlesen habe ich hier schon gegeben. Zusätzlich gibt es noch einige Punkte, die beim Betrachten von Bilderbüchern beachtet werden können, um das Interesse der Kinder zu wecken und kritisches und reflexives Denken anzuregen:
Evaluation

Evaluierung einer Lernsoftware - II

Additive Items, Containeritems und Globalitems

die Methode soll helfen effektiv und effizient Fehler und Schwächen zu diagnostizieren. Verwendet hab ich dazu eine etwas eigenwillige Form der Erhebung:

Jeder Themenkomplex (z.B. Schrift) wird vorerst durch ein Globalitem erhoben (z.B. "Insgesamt finde ich die Schrift und die Schriftzeichen gelungen/misslungen) und eine offene Frage ("Was mir zum Thema Schrift und Schriftzeichen noch wichtig wäre"). Schlechte Bewertung und offene Rückmeldungen führen in einer weiteren Erhebung zu differenzierterer Befragung durch ein ausgesuchtes Set additiver Items (z.B. Item 01: "Die Zeilenabstände erleichtern das Lesen"; Item 02: "Die Laufweite der Schriftzeichen behindert das Lesen"; Item 03 "...") und/oder ergänzend durch ein/mehrere Containeritems (Zur Schrift: Die Größe, Art, Dicke, Breite und Höhe der Schriftzeichen unterstützt die Lesbarkeit"). Auf diese Weise ist es möglich sich dem Problem anzunähern, es zu diagnostizieren und zu beheben.
Diese Methode nutzt die Vorteile quantitativer und qualitativer Forschung (Triangulation).
Gleichzeitig bietet sie mehrere Möglichkeiten zur Realisierung von Gütekriterien:
Grundsätzlich lassen sich die additiven items und die Containeritems wie Skalen behandeln mit allen dafür geeigneten statistischen Optionen (Reliabilität, Trennschärfe, etc.).
Die additiven und die Containeritems als Prädiktoren und das Globalitem als abhängige Variable (Kriterium) geben mit Hilfe einer linearen, schrittweisen Regressionsanalyse Hinweise auf a) Konstruktvalidität und b) auf Prädiktoren mit großer Vorhersagekraft für die Zufriedenheit der UserInnen.
Addiert man die additiven Items und die Containeritems zu einem zweiten 'Globalitem' (im SPSS mit dem Syntaxbefehl "mean.n(x, x, x, ....)"), lassen sich diese beiden Globalitems korellieren und geben so zusätzliche Auskunft über Aspekte der Reliabilität und Validität.



Fortsetzung folgt ;-)