Medienkinder

... eine Geburtstagsgeschenkidee...


Ihr Kind hat bald Geburtstag, und Sie wissen immer noch nicht, was Sie ihm schenken könnten? (weil Spielsachen sind im Überfluss vorhanden?)

Wie wär´s mit einer Kamera? Ich denke da an eine Einwegkamera, die es seit längerer Zeit zu kaufen gibt.


Die positiven Seiten dieses Geschenks:
  • Das Kind lernt, auf Kleinigkeiten und Details in seiner Umgebung zu achten. Kinder, die noch nie mit einem Fotoapparat hantiert haben, können als erste Übung durch eine Kartonrolle schauen - auch da muss man Ausschnitte der Umwelt erkennen und zuordnen lernen.
  • Da es Besitzer der Kamera ist, darf es selbst entscheiden, was es fotografiert (und ich kann versichern, das sind meistens andere Dinge, als wir Erwachsenen festhalten würden)
  • Eine gewisse Hand - Auge - Koordination ist notwendig für erfolgreiches Fotografieren, visuelle Konzentration wird gefördert.

  • Als Kritikpunkt zur Einwegkamera ist hier anzumerken, dass das Gehäuse nach Gebrauch nicht wiederverwendet wird und eine Menge Müll verursacht.

Web 2.0 Unternehmen / Enterprise 2.0

medien.pädagogik.politik

Ein absolut spannendes Thema wird auf der Herbsttagung 28. u. 29. September des ÖFEB Österreichische Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen in Klagenfurt behandelt. Gemeinsam mit der Kommission für Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften werden Themen der Medienbildung als politische Bildung, Medienkultur und Politikkultur aber auch die Möglichkeit der Schaffung neuer alternativer Öffentlichkeiten, welche mittels der neuen Kommunikationsmöglichkeiten entstehen u.v.a. diskutiert.


Theo Hug hat im Podcast auf diese Tagung Bezug genommen, nun kommt noch der Link zur Tagung (weiter bei Veranstaltungen).

Für den Call for Papers endet morgen die Einreichfrist.
Medienpädagogik - Allgemein

Wirtschaftsfaktor WM 2006


Nachdem es jeder/m erlaubt ist, den Namen "Fußball WM 2006" für seine/ihre Produkte zu verwenden, werden die Geschäfte mit Fußball WM Artikeln überschwemmt. Vom Fußballerjogurt bis zum Ventilator im Fußballdesign ist alles zu bekommen.

Und wie es scheint, werden die angebotenen Artikel auch tatsächlich verkauft - gut für die Wirtschaft. Dass die Konsument/innen zu diesen oftmals überteuerten Angeboten greifen, ist für mich ehrlich gesagt rätselhaft. Um "dabei zu sein", spielt Geld hier oftmals keine Rolle. Oder haben die Käufer/innen nicht die notwendige MEDIENKOMPETENZ, um ihr Bedürfnis- und Kaufverhalten zu reflektieren und die kommerziellen Absichten der Wirtschaft zu hinterfragen?

Podcast

Theo Hug Podcast

Theo Hug spricht im Podcast mit Elisabeth Schallhart und Renate Millebner zu Themen der Medienpädagogik.

Prof. Dr. Theo Hug

Podcast Theo Hug

mp3 Länge: 10:07 Minuten


Die Musik ist ein Flamenco von fuzonacid "If I wait".



Creative Commons License
This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.0 Austria License.
Medienpädagogik - Allgemein

Softwareergonomie, Barrierefreiheit, Farbenlehre

Barrierefreiheit ist ein sehr spannendes Thema, deshalb möchte ich mich dazu kurz äußern. Ich arbeite gerade an der Evaluierung einer Lernsoftware, daher meine aktuelle Sensibilität für die Thematik. Der Begriff Barrierefreiheit steht in engem Zusammenhang mit Themen wie User-Interface, Softwareergonomie, Farbpsychologie oder Harmonielehre.
Technische und gestalterische Möglichkeiten verführt dazu, Anwendungen und Oberflächen/Screens zu überladen. Gute Entwickler und Programmierer sind nicht automatisch auch Experten in Sachen barrierefreie und ergonomisch Gestaltung von Software, Oberflächen oder Webseiten.
Die DIN EN ISO (9241-8 „Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeit mit Bildschirmgeräten“) gibt Richtlinien für die Gestaltung von Farben die Texten oder Grafiken zugeordnet werden. Die Norm gilt für Anzeigenhardware und –software. Abgesehen von diesen Mindestanforderungen gilt es Rücksicht zu nehmen auf Personen mit Farbfehlsichtigkeiten oder sonstigen Sehschwächen.
Hier ein Beispiel wie viele Menschen davon betroffen sein können: Vorsichtige Schätzungen sprechen von etwa 50% der deutschen Bevölkerung, die an einer Form von Augenfehler oder Sehschwäche leiden. Etwa 7 – 10% der männlichen Bevölkerung leidet an verschiedenen Formen der Farbfehlsichtigkeit.
Diese Tatsachen rechtfertigen die Thematisierung von barrierefreier Gestaltung jeder Art auf Bildschirmen und Screens.
Medienpädagogik - Allgemein

Medienpädagoge/in gesucht

Die Medienfalle Basel schreibt ein Stelle für eine Theater und / oder Medienpädagogin aus.
Ausschreibung Medienfalle
Medienpädagogik - Allgemein

Chancengleichheit durch Barrierefreiheit für alle

Die EU-Kommission möchte mit einer Empfehlung die Barrierefreiheit im Internet erhöhen. Noch immer sind viele Webseiten durch die mangelnde Einhaltung von Webstandards, der fehlenden Trennung von Inhalt und Layout und der Verwendung von JavaScrips nicht barrierefrei.

Barrierefreies Internet bezeichnet Internet-Angebote, die von allen unabhängig von ihren körperlichen und/oder technischen Möglichkeiten uneingeschränkt genutzt werden können. Dies schließt sowohl Menschen mit und ohne Behinderungen, als auch Benutzer mit technischen (z. B. Textbrowser) oder altersbedingten Einschränkungen (z. B. Sehschwächen) sowie automatische Suchprogramme ein. Da dies aufgrund der unzähligen weichen, individuell geprägten Barrieren nicht vollständig erreicht werden kann, spricht man auch von barrierearm oder zugänglich. Fachbegriff: Accessibility.
Wikipedia

Nun ruft die EU zu verstärkten Unterstützung von Barrierefreiheit und einer Förderung innerhalb der Wirtschaft auf.
Ein wichtiger Schritt von der EU, denn noch braucht es die Offensive für Barrierefreiheit im Internet bei den WebseitendesignerInnen und -programmierInnen. Auch mit CSS kann ein gutes Design erstellt werden. Besonders im Bildungsbereich erwarte ich mir eine konsequente Umsetzung.


Mit Watchfire WebXACT kann die eigene Webseite nach Accessibility, Quality und Privacy überprüft werden. Nicht funktionierende Links werden aufgedeckt.


via Heise und Basic Thinking
Medienkinder

Rahmenbedingungen für medienpädagogische Arbeit


In Bezug auf medienpädagogisches Arbeiten im Kindergarten wird gerne vergessen, dass den Rahmenbedingungen der Institutionen, in denen medienpädagogische Arbeit stattfinden soll, große Bedeutung zukommt. Neben den institutionellen Rahmenbedingungen spielen aber auch die Gegebenheiten, die durch die Bildungspolitik national und auf Landesebene bestimmt werden, eine wichtige Rolle.

Hier eine kleine Auflistung, welche Rahmenbedingungen in Verbindung mit medienpädagogischer Arbeit berücksichtigt werden müssen:

  • das pädagogische Konzept, didaktischer Rahmen: Es macht einen Unterschied, ob Institutionen nach der sogenannten "Jahreszeitenpädagogik" arbeiten, oder sich die Planung verschiedener Bildungseinheiten nach den Interessen der Kinder richtet.
  • Personale Ressourcen: Medienpädagogische Arbeit wird erschwert, wenn wenig Personal zur Verfügung steht. So müssen zum Beispiel hier in Tiroler Gemeindekindergärten Kindergartenpädagoginnen 19 Kinder allein betreuen. Auch bei mehr als 20 Kindern in der Gruppe ist es nicht selbstverständlich, täglich eine Helferin zu bekommen.
  • technische Ausstattung und finanzielle Mittel:In vielen Kindergärten mangelt es an technischer Ausstattung, die finanziellen Mittel sind knapp. Verständlich, dass die Anschaffung von Computer und dergleichen keine einfache Sache ist.
  • zeitlicher Aufwand für medienpädagogische Arbeit -
    Vorbereitungszeiten:
    Die Vorbereitungszeit für medienpädagogische Arbeit bedarf eines Mehraufwands von Seiten der Kindergartenpädagogin. Diese hat nicht nur die täglichen Vorbereitungen und Planungen zu machen, sondern auch Einkäufe, Organisatorisches, Elternarbeit. In einem Artikel der Tiroler Tageszeitung vom 3. Juni 2006 wurde berichtet, dass die Vorbereitungszeit der Kindergartenpädagoginnen in Zukunft nur mehr fünf Stunden betragen werde (vgl. Tiroler Tageszeitung, Jhg. 61, Nr. 128, S. 4). In dieser Zeit wird es kaum möglich sein, die allgemeine Vorbereitungsarbeit unterzubringen.
  • Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten: Die Möglichkeit des Besuchs von Fort- und Weiterbildungsangeboten hängt einerseits von den bildungspolitischen Gegebenheiten ab (ob es überhaupt Angebote gibt) und andererseits von der Institution, indem der Besuch von Fortbildungsveranstaltuangen als positiv betrachtet oder eher geduldet wird.
  • Elternarbeit: Die Eltern müssen unbedingt in die Bildungsarbeit des Kindergartens einbezogen werden. Durch mangelnde Infomation und Kommunikation kann es leicht zu Missverständnissen und Vorurteilen gegenüber medienpädagogischer Arbeit kommen.

  • Die Liste an Rahmenbedinungen könnte hier noch lange erweitert und ausgeführt werden. Klar wird hier für mich, dass es zu einem Umdenken in den Gemeinden (oder den Erhaltern der Kindergärten) kommen muss als auch von bildungspolitischer Seite die pädagogische Arbeit des Kindergartens unterstützt und gefördert werden muss. Bevor die Gegebenheiten für eine positive pädagogische Arbeit nicht vorhanden sind, wird es auch weiterhin an medienpädagogischer Arbeit im Kindergarten mangeln.

    Trotzdem: Ich finde, dass es aber auch der Eigeninitiative und dem Engagement der Kindergartenpädagoginnen bedarf, indem sie versuchen, innerhalb ihrer Möglichkeiten und Rahmenbedingungen medienpädagogisch zu arbeiten. Vielleicht können sie mit ihrer Initiative mithelfen, neue Rahmenbedingungen zu gestalten - das hoffe ich für die Zukunft.

    Gedanken, die mich in diesem Zusammenhang beschäftigen:

  • Wie sieht das Bild des Kindes bei uns in Österreich aus? Sind wir/ die Politik sich bewusst, welche sensible und wichtige Phase die Zeit des Kindergartens für die Entwicklung des Kindes darstellt?
  • Der Ruf nach verländerter Betreuung bei gleichbleibendem Gehalt und immer weniger Vorbereitungszeiten - wie soll das machbar sein?
  • Welchen Stellenwert nimmt die vorschulische Bildung in Österreich ein - wird sie überhaupt beachtet?
Weiterführende links:
Charlotte - Bühler - Institut
Medienpädagogische Arbeit im Kindergarten
Kindergartenalltag - eine Einführung
Lernen mit Neuen Medien

PC-Analphabeten

Laut einer Studie von Christophe Demunter sind ein Drittel der Europäer PC-Analphabeten.
Als weitere sehr umfangreiche Untersuchung zur Onlinenutzung in Deutschland kann der (N)onliner Atlas herangezogen werden. Jede Statistik kann hinterfragt und die Zahlen angezweifelt werden. Jedoch ist für mich klar, der Digital Divide besteht auch in Österreich.

Hälfte ist nicht regelmäßig online
Auch das Internet wird nicht von allen EU-Bürgern genutzt. Immerhin 43 Prozent waren noch nie online, mehr als die Hälfte der EU-Bevölkerung nutzt das Netz nicht regelmäßig - sogar in der mittleren Altersklasse der 25- bis 54-Jährigen.

Mögliche Gründe könnten sein:
  • Es gibt nach wie vor Berufe, die ohne PCs auskommen
  • .
  • Es gibt Menschen, welche sich keinen PC und Internet leisten können.
  • Es gibt Menschen mit Handicaps, welche nicht mit einem Computer umgehen können u.a. weil die Barrierefreiheit nicht flächendeckend umgesetzt wird.

  • Es gibt Menschen, denen Computer einfach unwichtig oder uninteressant erscheint.
  • Und es gibt Menschen, denen der Bildungszugang zur Nutzung eines Computers verwehrt bleibt.

  • Jedenfalls müssen wir darauf achten, die digitale Kluft nicht noch mehr zu erhöhen. Übrigens noch mehr die Lebensqualität einschränkend finde ich den Fahrkartenkauf an diesen Automaten auf vielen schalterlosen Bahnhöfen, an denen sogar ich nicht immer das bekomme, was ich brauche. Oder andersrum, in einem Wiener Seniorenheim bestellen die Seniorinnen ihren Essenswunsch für die kommende Woche mittels einem einfachen Programm am PC. Und das klappt auch bei SeniorInnen welche nie mit einem PC gearbeitet haben.

    via ORF futurezone
Podcast

...noch mehr Interviews...


Die Microlearning Conference 2006 fand von 8. - 9. Juni in Innsbruck statt. Fachleute und Interessierte aus aller Welt kamen, um sich über Neuigkeiten, Veränderungen und Aussichten in Hinblick auf Micro - Lernen und was da sonst noch alles dazugehört, auszutauschen.

Hier ein Interview mit Arnaud Leene, der während der Konferenz zur Diskussion stellte, wem wir nun eigentlich unsere Micro-Contents geben sollten:
Arnaud Leene


Ein weiteres Interview mit Roger Fischer, der die Zukunft im QR-Code sieht:
Roger Fischer


Was mich seit der Konferenz beschäftigt:
Vortragende aus der Wirtschaft und bei einer Diskussion mit Tiroler Unternehmen betonten, dass IT-Entwicklung usw. unbedingt in Zusammenarbeit mit der Geisteswissenschaft geschehen müsse. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass der Einbezug (vor allem der Medienpädagogik) für bessere und vor allem brauchbarere Entwicklungen notwendig sein wird. Was mir allerdings auch aufgefallen ist: Die Unternehmen haben eigentlich keine genaue Vorstellung, was die Medienpädagogik hier leisten könnte und sind sich unsicher über den Mehrwert dieser Zusammenarbeit. Vielleicht bräuchte es auch von medienpädagogischer Seite mehr Öffentlichkeitsarbeit oder mehr praktische Ausarbeitungen, die zu einem besseren Verständnis führen. Wir werden sehen...