12/8/2012 Kurzrezension zum Computerspiel AJABU
Anmerkungen und Eindrücke zum Lern- und Abenteuerspiel
AJABU - Das Vermächtnis der Ahnen
von Theo Hug und Gerhard Ortner
Das Spiel behandelt aktuelle wirtschaftspolitische Zusammenhänge und Probleme in einer interaktiven und kindgerechten Form. Es zeigt Chancen und Potenziale für globale Entwicklungen und insbesondere für den afrikanischen Kontinent auf, und es bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für kultursensitives sowie länder- und generationenübergreifendes Lernen, ohne die Komplexität der Themen zu sehr zu vereinfachen oder in simple Belehrungsrhetorik zu verfallen.
Die Bedienung ist für ungeübte Spieler/innen etwas gewöhnungsbedürftig, dafür hilft ein umfangreiches und verständlich geschriebenes Booklet mit vielen Hintergrundinformationen bestens weiter. Der Spielverlauf ist linear und erfolgt in einer ruhigen Art. Vor allem die Hauptcharaktere Sam und Phoebe bieten gute Identifikationsmöglichkeiten. Die graphische Umsetzung der Szenenbilder ist detailgenau und die Figuren vermitteln trotz der 2D-Darstellung und der dezenten Animation einen lebendigen Eindruck. Das Spiel eignet sich unserer Meinung nach bestens auch zum gemeinsamen Spielen mit Kindern und zum anschließenden Reflektieren und Diskutieren der Inhalte.
Fazit: Ein gelungenes Beispiel für ein Edutainment-Angebot mit lehrreichen Dialogen, spannenden Rätseln und vielen passenden Hintergrundgeräuschen (Grillenzirpen, Gewitter, etc.), das sowohl in der Schule als auch in der Freizeit sinnvoll eingesetzt werden kann.
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Univ.-Prof. Dr. Theo Hug
Institut für Psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung
Arbeitsbereich Medienpädagogik und Kommunikationskultur
Universität Innsbruck
Schöpfstr. 3
A - 6020 Innsbruck
E-mail: theo.hug (at) uibk.ac.at
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